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„Jester“ kommt heim – Marineflieger sind zum Fest bei ihren Familien

Djibouti, 15.12.2016.

Seit Mitte September waren die „Nordholzer Seefernaufklärer“ mit ihrem Flugzeug P-3C „Orion“ im Atalanta Einsatz am Horn von Afrika. Nun steht der Winter-Monsun im Operationsgebiet bevor. In den Monsunzeiten ermöglichen Seegang und Witterungsbedingungen es Piraten kaum, mit ihren kleinen Skiffs und Dhows in See zu stechen. Der Heimatverband der Crews und Techniker ist das Marinefliegergeschwader 3 „Graf Zeppelin“ in Nordholz. Pünktlich vor den Weihnachtstagen kehren die Soldaten zu ihren Familien zurück. Ab März ist „Jester“ dann wieder im Einsatz.

Aufklärungsflüge führen „Jester“ entlang der somalischen Küste

Aufklärungsflüge führen „Jester“ entlang der somalischen Küste (Quelle: Bundeswehr/Archiv)Größere Abbildung anzeigen

Am 12. September führten die Marineflieger ihren ersten Einsatzflug mit ihrem „Jester“ – wie das Rufzeichen des deutschen Seefernaufklärungsflugzeugs lautet ¬– am Horn von Afrika für die Operation „Atalanta“ durch. Aufgabe der EU-geführten Mission ist es, die für Somalia bestimmten Schiffstransporte des Welternährungsprogramms zu schützen und Piraterie zu verhindern und zu bekämpfen.

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Mit dem Flugzeug gegen Piraten

Mit modernster Technik wird der Seeraum aus der Luft überwacht

Mit modernster Technik wird der Seeraum aus der Luft überwacht (Quelle: Bundeswehr/Christin Krakow)Größere Abbildung anzeigen

Seit sieben Jahren sind die Nordholzer Seefernaufklärer mit ihren Flugzeugen immer wieder im Atalanta-Einsatz aktiv. Ihr Einsatz im Operationsgebiet, das anderthalb mal so groß wie Europa ist, hat sich bewährt. Die 36 Meter langen Aufklärungsflugzeuge liefern mit ihrer Sensorik wichtige Erkenntnisse für die an der Operation beteiligten Schiffe und die Missionsführung. Sie können schnell hinter den Horizont blicken und Situationen überprüfen, die sich auf einer Radaranlage nur als nichtssagende Punkte darstellt. Oder auf den Funkspruch eines Schiffskapitäns reagieren, der einen Piraterieangriff meldet. Das Flugzeug kann die weiten Strecken im Indischen Ozean rasch zurücklegen und herausbekommen, was vor sich geht. Dann können Kriegsschiffe gezielt zum Einsatzort geführt werden. Aber auch Aufklärungsflüge entlang der somalischen Küste gehören zum Einsatzprofil. Dabei werden Foto- und Videoaufnahmen von verdächtigen Booten oder Camps an Land erstellt.

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Sichere Seewege

Ohne die Techniker am Boden gäbe es keinen Einsatzflug

Ohne die Techniker am Boden gäbe es keinen Einsatzflug (Quelle: Bundeswehr/Jenny Bartsch)Größere Abbildung anzeigen

Seit 2009 waren die Seefernaufklärer und ihre Crews mehr als 5.000 Stunden in über 600 Einsatzflügen in der Luft. Unterstützt werden sie von den Techniker-Teams am Boden, die die Einsatzbereitschaft der Flugzeuge garantieren und das hohe Pensum der Einsatzflüge ermöglichen. Die Soldaten in der Operationszentrale „Mission Support Centre“ in Djibouti unterstützen die „Orions“ während der Einsatzflüge. Wie ihre Kameraden an Bord der EU-Schiffe können auch die Seefernaufklärer auf eine erfreuliche Entwicklung stolz sein. Wurden im Jahr 2011 noch 176 Angriffe auf Schiffe am Horn von Afrika und 25 Entführungen gezählt, ist diese Zahl seitdem stetig gesunken. Seit 2013 wurde kein Schiff im Seegebiet mehr entführt. Während im Januar 2011 noch 736 Seeleute auf 32 Schiffen als Geiseln gehalten wurden, sind es gegenwärtig keine. Die Seewege am Horn von Afrika sind wesentlich sicherer geworden. Auch dank „Jester“. Und der kehrt im März nach Ostafrika zurück.

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Stand vom: 15.12.16 | Autor: PIZ EinsFüKdoBw Redaktion


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