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Ich bin iM EINsatz: Personalmanagement an Bord

In See, 29.06.2016.


Von Afrika bis zum Kosovo, auf zwei Weltmeeren und in Afghanistan: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten unsere Soldaten täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Mein Einsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Obermaat Melanie B. ist Personalunteroffizier an Bord der „Frankfurt am Main“
Obermaat Melanie B. ist Personalunteroffizier an Bord der „Frankfurt am Main“ (Quelle: Bundeswehr/Janine Pirrwitz)Größere Abbildung anzeigen

Ich bin Melanie B. und als Personalunteroffizier an Bord des Einsatzgruppenversorgers „Frankfurt am Main“ eingesetzt. Ich bin seit Februar 2014 an Bord und habe vorher meinen Dienst auf der Fregatte „Sachsen“ versehen. Bei der Bundeswehr bin ich seit März 2007. 2012 war ich mit der „Sachsen“ bereits am Horn von Afrika bei „Atalanta“ im Einsatz.

Das ist meine Aufgabe im Einsatz.

Am Schreibtisch - ihrem eigentlichen Arbeitsplatz an Bord des Einsatzgruppenversorgers
Am Schreibtisch - ihrem eigentlichen Arbeitsplatz an Bord des Einsatzgruppenversorgers (Quelle: Bundeswehr/Janine Pirrwitz)Größere Abbildung anzeigen

Im normalen Dienstbetrieb bin ich für das Personalmanagement an Bord zuständig. Dabei arbeite ich mit dem Schiffswachtmeister, dem „Spieß“ an Bord, und dem Personalbootsmann zusammen. Ich führe die Personalakten der Soldaten, bearbeite ihre Anträge und stelle die Unterlagen zusammen, wenn jemand beispielsweise auf einen Lehrgang nach Deutschland muss. Im Auslandshafen verteile ich die Post aus der Heimat und kümmere mich um die Verteilung der Pakete an die Kameraden.

Bei Seenotrettungen unterstützt Melanie B. die Feldjäger speziell bei der Durchsuchung von Frauen
Bei Seenotrettungen unterstützt Melanie B. die Feldjäger speziell bei der Durchsuchung von Frauen (Quelle: Bundeswehr/Janine Pirrwitz)Größere Abbildung anzeigen

In diesem Einsatz müssen wir immer wieder Menschen aus völlig seeuntauglichen Booten retten. Bei diesen Seenotrettungen unterstütze ich die Feldjäger, die zusätzlich bei uns an Bord sind, beim Durchsuchen der an Bord genommenen Menschen.

Das macht meine Tätigkeit hier besonders.

Meine persönliche Motivation besteht in diesem Einsatz darin, schlicht und einfach Menschenleben zu retten. Nach jeder Übernahme schaut man auf einen langen und anstrengenden Tag zurück mit dem guten Gefühl, dass die Menschen, die wir an Bord haben, jetzt in Sicherheit sind.

Das vermisse ich hier am meisten.

Eindeutig meine Familie. Es ist schwierig, bei besonderen Anlässen, wie beispielsweise Geburtstagen, wieder mal nicht zu Hause sein zu können. Aber ich habe das Glück, dass meine Familie komplett hinter mir steht und mir meine, zum Teil monatelangen Abwesenheiten nicht übel nimmt. Es ist nämlich nicht nur für die Soldaten schwierig, mit den langen Abwesenheiten klar zu kommen.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße.

Ich hoffe, dass der restliche Einsatz genau so reibungslos verläuft, wie es bis jetzt der Fall war.


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Stand vom: 12.12.17 | Autor: Melanie B.


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