Startseite Bundeswehr

Sie sind hier: Startseite > Aktuelle Einsätze > Ich bin iM EINsatz: Aller Anfang ist nicht schwer.

Ich bin iM EINsatz: Aller Anfang ist nicht schwer.

In See, 26.01.2016.


Von Afrika bis nach Afghanistan, auf zwei Weltmeeren und über Syrien: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten unsere Soldaten täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Mein Einsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Leutnant zur See Philipp E. ist auf der Brücke der „Erfurt“ in der Ausbildung zum Wachoffizier
Leutnant zur See Philipp E. ist auf der Brücke der „Erfurt“ in der Ausbildung zum Wachoffizier (Quelle: Bundeswehr/PAO Atalanta)Größere Abbildung anzeigen

Mein Name ist Leutnant zur See Philipp E., ich bin 24 Jahre alt. Seit Juli 2011 bin ich Soldat der Deutschen Marine. Die Korvette „Erfurt“ ist Teil des 1. Korvettengeschwaders in Rostock. Ich bekleide auf dem Schiff den Posten des Waffenleitoffiziers. Seit rund einem Jahr gehöre ich zu dieser Besatzung, mit der ich die komplette Vorbereitung auf den Einsatz durchlaufen habe. In dieser Zeit habe ich persönlich viel gelernt und ich freue mich, dieses Wissen nun in der Praxis anwenden zu können und weitere Erfahrungen zu sammeln.

Das ist meine Aufgabe im Einsatz.

Der 24-Jährige übt die  Koordination und Leitung der Brückenwache auf der Korvette
Der 24-Jährige übt die Koordination und Leitung der Brückenwache auf der Korvette (Quelle: Bundeswehr/PAO Atalanta)Größere Abbildung anzeigen

In See ist der Großteil der Besatzung in Seewachen aufgeteilt, um sicher und durchhaltefähig zur See zu fahren. Die wichtigsten Orte sind die Brücke, der schiffstechnische Leitstand und die Operationszentrale. Ich gehöre zur Brückenbesatzung und bin dort Wachoffizierschüler. Meine Wache besteht aus fünf Personen: Dem Navigationsmeister – einem erfahrenen Stabsbootsmann als meinem Ausbilder – zwei Ausgucks, einem Rudergänger und mir. Auf einem Schiff gibt es stets eine klare Aufgabenverteilung. Funktioniert das Zusammenspiel aller Akteure, ist das ein super Gefühl und motiviert mich für die weiteren Vorhaben.

Das machst meine Aufgabe hier besonders.

Die Verantwortung als Wachoffizier auf der Brücke ist groß. Ich bin für die navigatorische Sicherheit und das Manövrieren des Schiffes verantwortlich. Diese Aufgabe ist abwechslungs- und umfangreich. Kein Tag ist wie der andere – gerade das macht den Reiz dieser Tätigkeit aus. Ich freue mich jedes Mal, wenn ein Manöver genau so klappt, wie ich es mir vorgestellt hat. Ich sammle viele Erfahrungen und lerne jeden Tag etwas dazu. Für mich persönlich ist die Abwechslung das Faszinierende, sie treibt mich an, immer neue Situationen zu meistern.

Das vermisse ich hier am meisten.

Ich vermisse mein heimisches Umfeld. Doch auch wenn es nicht immer leicht ist, mit der Heimat Kontakt zu halten, genieße ich die Zeit an Bord und freue mich über die neuen Eindrücke. Schließlich findet man nach so langer Zeit in der Besatzung so etwas wie eine zweite Familie. Man hat immer Menschen um sich herum, die man schätzt. Das hilft gegen Heimweh und macht die Zeit des Einsatzes angenehmer.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße.

Ich beabsichtige, bald den entsprechenden Leistungsnachweis zu erwerben, was bedeutet, dass ich meine Brückenwache alleine führen kann. Nach dem Einsatz möchte ich gesund zu Hause ankommen und erst einmal all das nachholen, was auf der Strecke geblieben ist. Und danach möchte ich natürlich bald wieder zur See fahren. Hiermit sende ich Grüße an die Heimat und an jeden, dem ich fehle.


Fußzeile

nach oben

Stand vom: 12.12.17 | Autor: Philipp E.


http://www.einsatz.bundeswehr.de/portal/poc/einsatzbw?uri=ci%3Abw.bwde_einsatzbw.aktuelle_einsaetze&de.conet.contentintegrator.portlet.current.id=01DB174000000001%7CA6J9TD597DIBR