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Einsatztagebuch EUTM Mali Teil 5: Das Beste zum Schluss

Koulikoro, 19.05.2016.

Seit Anfang des Jahres ist Feldwebel Andre B. als Ausbilder im Einsatz bei der EUTM Mali. In regelmäßigen Abständen berichtet der Infanterie-Truppführer von seinen Eindrücken. Im fünften Teil seines Einsatztagebuchs neigt sich seine Zeit in Mali dem Ende entgegen. Eine dreitägige Übung bildete den Abschluss der Ausbildung der malischen Soldaten. Daneben freuten sich einige von ihnen über ein ganz besonderes Geschenk aus Deutschland.

Malische Soldaten auf dem Weg zur Ausbildung

Malische Soldaten auf dem Weg zur Ausbildung (Quelle: Bundeswehr/PAO EUTM Mali)Größere Abbildung anzeigen

Horrido,
hier ist wieder Feldwebel B. und ich melde mich aus meinem Einsatz in Mali. Mittlerweile sind gut vier Monate im Einsatzland vergangen und das Ende naht mit großen Schritten. Dies ist somit auch mein vorletzter Bericht, jedoch der letzte direkt aus dem Einsatzland.

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Eine besondere Würdigung vom Inspekteur des deutschen Heeres

Die „Goldmedaille“ des Generals – der Coin des Inspekteurs des Heeres für hervorragende Leistungen

Die „Goldmedaille“ des Generals – der Coin des Inspekteurs des Heeres für hervorragende Leistungen (Quelle: Bundeswehr/PAO EUTM Mali)Größere Abbildung anzeigen

In den letzten Wochen haben wir den malischen Soldaten nochmals alles abverlangt. Das Niveau des Trainings wurde stetig gesteigert. Ein besonderes Highlight war der Besuch des Inspekteurs des Heeres, Generalleutnant Jörg Vollmer. Er überzeugte sich bei der Ausbildung „Verhalten im Hinterhalt“ persönlich vom Können der malischen Soldaten. Der General war so begeistert von den gezeigten Leistungen, dass einige „unserer“ Schützlinge nun stolze Besitzer des Coins des Inspekteurs des Heeres sind.

Ein Coin ist eine limitierte und besonders geprägte Gedenkmünze – in diesem Fall mit der Widmung von General Vollmer - welche zum Beispiel als Wertschätzung für ausgezeichnete Arbeit vergeben wird. Man muss wissen, dass Geschenke hierzulande einen noch viel größeren Stellenwert besitzen, als das bei uns Zuhause der Fall ist. Die malischen Soldaten sind somit äußerst stolz auf diese Würdigung ihrer Leistung. Ein bisschen fühlt es sich an, als habe jeder von ihnen eine Goldmedaille erhalten.

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Dreitägige Abschlussübung, bei der alles abverlangt wird

Auf der Abschlussübung wurde den malischen Soldaten noch einmal alles abverlangt

Auf der Abschlussübung wurde den malischen Soldaten noch einmal alles abverlangt (Quelle: Bundeswehr/PAO EUTM Mali)Größere Abbildung anzeigen

Abgeschlossen wurde die 12-wöchige Ausbildung mit einer dreitägigen Übung, in der wir alle bisher ausgebildeten Themen zusammenhängend abgefordert haben. Seien es zum Beispiel die Themen Checkpoint, Verhalten bei Sprengfallen und Hinterhalten oder das Einnehmen einer Verteidigungsstellung.
Insgesamt haben „unsere“ Soldaten die an sie gestellten Erwartungen sogar noch übertroffen. Es freut mich, nach den vielen Ausbildungstagen sehen zu können, wie sich ihre Fähigkeiten entwickelt haben. Das macht mich stolz. Beim Schießen gibt es zwar noch Luft nach oben, aber dafür bräuchten wir einfach noch mehr Zeit.

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Der Abschied fällt schwer

Abschlussantreten nach der 12-wöchigen Ausbildung

Abschlussantreten nach der 12-wöchigen Ausbildung (Quelle: Bundeswehr/PAO EUTM Mali)Größere Abbildung anzeigen

Nach der Abschlussparade hieß es dann, Abschied zu nehmen. Ich muss schon sagen, dass mir das schwerer fiel, als ich es mir vorgestellt habe. Hinter den Namen stecken Menschen und Persönlichkeiten und manche Geschichten, die wir hier zusammen erlebt haben. Ohne gefühlsduselig zu werden, kann ich schon behaupten, dass mir der eine oder andere sehr ans Herz gewachsen ist. Ich frage mich, was aus ihnen – auch in Anbetracht der Sicherheitslage im Norden – werden wird.

Die malischen Soldaten sind auf ihre kommenden Aufgaben vorbereitet

Die malischen Soldaten sind auf ihre kommenden Aufgaben vorbereitet (Quelle: Bundeswehr/PAO EUTM Mali)Größere Abbildung anzeigen

Ich hoffe einfach, dass sie das erlernte Wissen umsetzen werden und ich meinen Beitrag dazu leisten konnte, mit ihnen das Land ein Stück sicherer zu machen. Wir haben Geschenke zum Abschied von ihnen erhalten, was ich aufgrund ihres sehr geringen Einkommens schon mehr als bemerkenswert finde.


Damit sende ich nun Abschiedsgrüße aus Koulikoro und melde mich noch einmal, sobald ich wieder zu Hause bin.

Bis dann,

Euer Feldwebel B.

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Stand vom: 19.05.16 | Autor: Feldwebel B.


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