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Ich bin iM EINsatz: „Bei diesem Einsatz ist alles ganz anders.“

In See, 23.07.2015.


Von Afrika bis zum Kosovo, auf zwei Weltmeeren und in Afghanistan: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten unsere Soldaten täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Mein Einsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Florent J. ist als Anästhesist bei EUNAVFOR MED im Einsatz
Florent J. ist als Anästhesist bei EUNAVFOR MED im Einsatz (Quelle: Bundeswehr/PAO EUNAVFOR MED)Größere Abbildung anzeigen

Ich bin Oberfeldarzt Florent J. und Facharzt für Anästhesie und Notfallmedizin am Bundeswehrkrankenhaus in Ulm. Ich bin seit 1996 Soldat und war bereits 2004 und 2010 in Afghanistan sowie 2013 bei der europäischen Trainingsmission in Mali.

Das ist meine Aufgabe im Einsatz.

Er hilft bei der Notfallversorgung der Menschen, die an Bord der „Schleswig-Holstein“ genommen werden
Er hilft bei der Notfallversorgung der Menschen, die an Bord der „Schleswig-Holstein“ genommen werden (Quelle: Bundeswehr/PAO EUNAVFOR MED)Größere Abbildung anzeigen

Als Anästhesist ist man für die Narkose bei Operationen, für die Notfallmedizinische Versorgung bei Unfällen sowie für die längere Versorgung bei einer medizinischen Evakuierung verletzter oder verwundeter Soldaten (MedEvac) verantwortlich, falls eine Versorgung an Bord nicht ausreicht. In meinem Team unterstützt mich ein Anästhesie- und Intensivpfleger an Bord.

Im Rahmen dieses Einsatzes arbeite ich mit dem Schiffsarzt der „Schleswig-Holstein“ Hand in Hand bei der Versorgung der geretteten Menschen. Als Anästhesist und erfahrener Notarzt bin ich dabei für die Notfallversorgung sowie den möglichen Transport von Personen verantwortlich. Wenn keine Schiffbrüchigen aufgenommen werden, helfe ich dem Schiffsarzt bei der medizinischen Versorgung der Besatzung.

Das macht meine Tätigkeit hier besonders.

Oberfeldarzt Florent J. freut sich über die gute Zusammenarbeit – auch mit den italienischen Behörden
Oberfeldarzt Florent J. freut sich über die gute Zusammenarbeit – auch mit den italienischen Behörden (Quelle: Bundeswehr/PAO EUNAVFOR MED)Größere Abbildung anzeigen

Als sogenanntes eingeschifftes Personal lernt man als Heeressoldat, der in einem Bundeswehrkrankenhaus tätig ist, eine andere Seite der Streitkräfte und deren Eigenarten kennen. Die Aufnahme an Bord ist kameradschaftlich und jeder wird gemäß seiner Spezialisierung eingesetzt.

Das Besondere an diesem Einsatz ist die Versorgung der Menschen, die wir an Bord nehmen. Dies ist im Vergleich zur medizinischen Versorgung in Deutschland oder aber auch in Afghanistan ganz anders und neu. Man hat sehr viele Untersuchungen auf einmal und in kurzer Zeit zu erfüllen. Hinzu kommt die Versorgung und Begleitung bei entsprechenden Belastungen und Erkrankungen.

Das vermisse ich hier am meisten.

Ich vermisse die Möglichkeit auch mal „raus“ zu kommen. Und, wie bei jedem Einsatz, fehlen mir die zu Hause verbliebenen Geliebten und Freunde.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße.

Als Berufssoldat habe ich noch viele Einsätze vor mir. Ich wünsche mir weiterhin diese gute Kameradschaft im Einsatz, eine starke Familie und gute Freunde im Heimatland. Ich grüße Kati, Cendrine und meine lieben Freunde.


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Stand vom: 12.12.17 | Autor: Florent J.


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