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Ich bin iM EINsatz: Vielseitiger als Bob der Baumeister

Gao, 19.07.2016.


Von Afrika bis nach Afghanistan, auf zwei Weltmeeren und über Syrien: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten unsere Soldaten täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Mein Einsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Maikel S. baut als Pionier die Unterkünfte für die deutschen Soldaten im Norden Malis auf
Maikel S. baut als Pionier die Unterkünfte für die deutschen Soldaten im Norden Malis auf (Quelle: Bundeswehr/PAO MINUSMA )Größere Abbildung anzeigen

Ich bin Stabsunteroffizier Maikel S., 27 Jahre alt und im Spezialpionierregiment 164 in Husum eingesetzt. In meinem Dienst dreht sich fast alles um die Metallbearbeitung. Zurzeit bin ich mit meinen Kameraden bei MINUSMA im Norden Malis.

Das ist meine Aufgabe im Einsatz.

Seine Hauptaufgabe ist der Innenausbau der Wohncontainer
Seine Hauptaufgabe ist der Innenausbau der Wohncontainer (Quelle: Bundeswehr/PAO MINUSMA )Größere Abbildung anzeigen

Ich sorge mit meinen Pionier-Kameraden dafür, dass die deutschen Soldaten ein Dach über dem Kopf bekommen. Ihre Wohncontainer werden hier im Einsatz flach zusammengefaltet angeliefert. Der Spezialpionierzug baut sie zusammen und stellt sie auf. Und beim Innenausbau komme ich dann ins Spiel.

Ich kümmere mich im Innenausbau-Team um die Blech-, Silikon-, Bauschaum- und Dämmungsarbeiten. Bis hin zum Aufbau der Möbel wird alles von uns erledigt. Der Aufbau der Büro- und Wohncontainer ist im wahrsten Sinne des Wortes eine schweißtreibende Arbeit. Denn hier in Gao klettert das Thermometer schon mal auf über 50 Grad.

Das macht meine Tätigkeit hier besonders.

Fast fertig – der Einbau von Türen kommt fast zu Schluss
Fast fertig – der Einbau von Türen kommt fast zu Schluss (Quelle: Bundeswehr/PAO MINUSMA )Größere Abbildung anzeigen

Eine vernünftige, klimatisierte und geschützte Unterkunft ist sehr wichtig für die Einsatzbereitschaft und die Motivation aller Kameraden. Dazu trage ich jeden Tag ein erkennbares Stück bei. Das Schöne daran ist, dass ich jeden Abend sehen kann, was ich geschafft habe. Das motiviert und hilft, den äußeren Bedingungen hier zu trotzen.

Sollte ich später noch einmal in diesen Einsatz zurückkommen, kann ich zeigen, was meine Kameraden und ich hier alles in wirklicher Pionierarbeit aufgebaut haben. Jetzt freuen sich erstmal alle deutschen Soldaten über jeden neuen fertiggestellten Wohnkomplex, weil das für jeden etwas mehr Privatsphäre bedeutet. Das ist gerade am Beginn eines Einsatzes nicht zu unterschätzen.

Das vermisse ich hier am meisten.

Am meisten vermisse ich meine Freundin, meine Familie und meine Freunde. Abends mal auf der Dachterrasse sitzen und die Zweisamkeit zu genießen oder sich einfach auf das Motorrad zu setzten, um eine schöne Tour zu fahren. Aber man vermisst hier im Camp auch schon die kleinen Sachen: Mal wieder länger unter der Dusche stehen oder das zu essen, worauf man Lust hat. Eben die kleinen Dinge, die sonst so selbstverständlich im Leben sind.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße.

Ich wünsche mir, dass meine Kameraden und ich wieder heil und gesund zu Hause ankommen und jeder von uns dann erstmal einen schönen Urlaub hat. Ich grüße ganz besonders meine Freundin, die ich über alles liebe und mit der ich nach meinem Einsatz zusammenziehen werde. Liebe Grüße sende ich auch an meine Familie und die Freunde und an meine Heimatkompanie, die 3./Spezialpionierregiment 164. Zum Schluss geht noch ein Gruß an meine beiden Mitbewohner hier: Vince F. und Micha S.


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Stand vom: 12.12.17 | Autor: Maikel S.


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