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Tiger “Take Off”

Gao, 04.10.2017.

Seit über zwei Monaten war keiner der deutschen Kampfhubschrauber vom Typ Tiger im Rahmen der MINUSMA Mission in der Luft. Nun fand ein erfolgreicher Inspektionsflug statt. Die Hubschrauber können ab dem 04. Oktober den Einsatzflugbetrieb für die VN wieder aufnehmen.

Der Tiger bei der Vorflugkontrolle (Groundchecks) und den vorbereitenden Maßnahmen vor dem Erstflug

Der Tiger bei der Vorflugkontrolle (Groundchecks) und den vorbereitenden Maßnahmen vor dem Erstflug (Quelle: Bundeswehr/Andreas Döring )Größere Abbildung anzeigen

Nach dem Absturz eines Hubschraubers Tiger am 26. Juli 2017 in Mali, kann der Flugbetrieb nun unter Auflagen wieder aufgenommen werden. Diese Empfehlung basiert auf den aktuellen Erkenntnissen der noch andauernden Untersuchungen. Bei dem Unglück sind beide Piloten ums Leben gekommen.

Umso wichtiger war nun die Umsetzung der Auflagen, die eine umfassende technische Durchsicht und eine intensive Vorbereitung in den letzten Tagen erfordert hat. Zusammengefasst sind für den Flugbetrieb Einschränkungen bei der Geschwindigkeit, gekoppelt an Gewichtsgrenzen und in der Verwendung des Autopiloten die Folge.

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Grünes Licht zum Take Off

Der Tiger überprüft das Schwebeverhalten vor dem Start

Der Tiger überprüft das Schwebeverhalten vor dem Start (Quelle: Bundeswehr/Andreas Döring )Größere Abbildung anzeigen

Erst werden die Triebwerke angelassen und sogenannte „Groundchecks“ (Überprüfungen am Boden) durchgeführt. Nach wenigen Minuten geben die Systeme grünes Licht. Die Techniker prüfen ein letztes Mal die Funktionen des komplexen Fluggeräts.

Um 09:10 Uhr Ortszeit ist es dann soweit. Mit lauten Rotoren und unter den aufmerksamen Blicken des Bodenpersonals rollen die Kampfhubschrauber den Taxiway im Camp Castor entlang. Daumen hoch, signalisiert der Pilot hinter der Cockpitscheibe seinem Chefmechaniker. Am Rollfeldrand beobachtet Oberstleutnant R. die Szenerie. „Heute ist ein wichtiger und guter Tag für die Heeresflieger“, sagt der 45-Jährige, der erst vor wenigen Tagen als Kommandeur den gemischten Heeresfliegereinsatzverband hier in Mali übernommen hat. „Meine Frauen und Männer haben mit Überzeugung, viel Mühe und Engagement auf diesem Moment hingearbeitet.“

Der Tiger wirbelt reichlich Staub auf, als er vor den Zelthangars der NH90 Hubschrauber zum Ausgang des Camps rollt. Die Mannschaft des Verbandes hat sich mittlerweile mit Blick auf die Startbahn außerhalb des Camps versammelt. Jeder will einen Blick auf den startenden Kampfhubschrauber ergattern.

Verhaltener Jubel - glückliche und stolze Gesichter, als der Tiger sanft aber zügig abhebt und davonfliegt. In naher Zukunft, werden die Tiger wieder als „Air Weapons Team“ im Luftraum Nord-Malis operieren.

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„Wir alle, können es kaum erwarten.“

Der Tiger im Schwebezustand, Durchführung verschiedenster Teste

Der Tiger im Schwebezustand, Durchführung verschiedenster Teste (Quelle: Bundeswehr/Andreas Döring )Größere Abbildung anzeigen

Nach einer knappen Stunde ist das Luftfahrzeug wieder zurückgekehrt. Die Arbeit und Nachbereitung des Bodenpersonals ist im vollen Gange. Der Einsatzflugbetrieb für die VN kann nun wieder aufgenommen werden. Wann die Tigerfamilie im Camp Castor wieder auf vier Hubschrauber anwachsen wird, steht im Moment noch nicht fest. Der Kommandeur Oberstleutnant R. beschreibt den Ersatz des abgestürzten Tigers als einen wichtigen Schritt: „Wir alle können es kaum erwarten.“ Nun sind die Hubschrauber vom Typ Tiger wieder einsatzfähig und der Einsatzflugbetrieb für die VN wird wieder aufgenommen.

Ansprechpartner für die Presse: Einsatzführungskommando der Bundeswehr

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Stand vom: 04.10.17 | Autor: PAO MINUSMA


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