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Ich bin iM EINsatz: „Sauerstoff für den Ernstfall“

Dakar/Bamako, 24.03.2014.


Von Afrika bis zum Kosovo, auf zwei Weltmeeren und in Afghanistan: In dreizehn Einsatzgebieten leisten deutsche Soldaten täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Mein Einsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Stabsunteroffizier Kai-Michael P. in Dakar (Quelle: Bundeswehr/PAO MINUSMA)Größere Abbildung anzeigen

Ich bin Stabsunteroffizier Kai-Michael P., 24 Jahre alt, geboren in Neustadt am Rübenberge und seit April 2010 Soldat der Bundeswehr. Ausgebildet wurde ich zum Fluggerätemechaniker für den Bereich Flugausrüstung Transport und Hubschrauber/Rettungs- und Sicherheitsgeräte ("Ausrüster") beim Lufttransportgeschwader 62 in Wunstorf. Das ist mein zweiter Einsatz, denn bereits im vergangenen Sommer war ich Teil von MINUSMA.

Das ist meine Aufgabe im Einsatz.

Am Testkoffer für die Überprüfung der Funkgeräte (Quelle: Bundeswehr/PAO MINUSMA)Größere Abbildung anzeigen

Als "Ausrüster" bin ich für die Zusatzausrüstung der drei deutschen Transportflugzeuge im Einsatzgebiet zuständig.

Regelmäßig überprüfe ich die „Höhenatmer“ (Sauerstoffgeräte) sowie die Rettungswesten. Dabei geht es insbesondere darum, dass alles zuverlässig funktioniert, die Füllstände passen und jedes Teil an seinem Platz ist. Dazu kommt die sogenannte „30-Tage-Inspektion“ der Funkgeräte und der Rettungswesten. Vor und nach jedem Flug checke ich die Rettungsfallschirme. Für Ernstfälle hat jedes Flugzeug Wüsten- und Polarkisten an Bord. In diesen Kisten sind u.a. Zelte, Signalpistole mit Munition, Kochsets, Reinigungstabletten, eine Erste-Hilfe-Ausstattung und Wasser. Damit kann die Besatzung, beispielsweise nach einer Notlandungen, bis zu ihrer Rettung überleben.

Das macht meine Tätigkeit hier besonders.

Es ist eine besondere Herausforderung, die drei Flugzeuge an zwei Standorten zu betreuen. Wir Techniker müssen jederzeit bereit sein, nach Bamako zu fliegen um dort den Flugbetrieb zu gewährleisten. Das funktioniert gut und ist auch spannend.

Eine große Verantwortung – die Überprüfung der Rettungswesten (Quelle: Bundeswehr/PAO MINUSMA)Größere Abbildung anzeigen

Ich trage eine große Verantwortung, denn ich entscheide mit, ob die Transall fliegen kann und darf oder eben nicht. Sollte etwas mit der Ausrüstung nicht in Ordnung sein, bekommt das Flugzeug keine Freigabe.

Das vermisse ich hier am meisten.

Natürlich vermisse ich mein Umfeld hier. Die häufigen Einsätze sind schon eine Belastung für mich, meine Familie, meine Freunde und meinen Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr zu Hause. Doch das Verständnis und die Unterstützung dieser Menschen helfen mir so manchmal über traurige Momente der Trennung hinweg.
Ich bin viel unterwegs, sehe viele spannende Orte, erlebe fremde Kulturen und exotisches Essen. Und nach jeder Rückkehr freue ich mich auf die gute Küche zu Hause.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße.

Natürlich hoffe ich, dass dieser Einsatz ohne Schaden für jeden Soldaten zu Ende geht. Dies gilt natürlich auch für die Soldaten in den anderen Einsatzgebieten, die ich neben meiner Familie, meinen Freunden und Bekannten besonders grüßen möchte.
Wenn ich wieder zurück bin, dann werde ich meine Freizeit genießen, an der Leine sitzen, angeln und den Einsatz Revue passieren lassen.


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Stand vom: 08.01.18 | Autor: Kai-Michael P.


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