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Ich bin iM EINsatz: „Hier kommt die Sonne.“

In See, 09.06.2015.


Von Afrika bis zum Kosovo, auf zwei Weltmeeren und in Afghanistan: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten unsere Soldaten täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Mein Einsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Obergefreiter Tim K. ist zurzeit auf der Fregatte „Bayern“ am Horn von Afrika im Einsatz
Obergefreiter Tim K. ist zurzeit auf der Fregatte „Bayern“ am Horn von Afrika im Einsatz (Quelle: Bundeswehr/PAO Atalanta)Größere Abbildung anzeigen

Mein Name ist Tim K., ich bin Obergefreiter und leiste seit Oktober 2014 meinen Dienst auf der Fregatte „Bayern“. Unsere Beteiligung an der Operation „Atalanta“ ist gleichzeitig mein erster Einsatz.

Das ist meine Aufgabe im Einsatz.

Tim K. ist als Seewächter auf der Brücke der Fregatte „Bayern“ eingesetzt
Tim K. ist als Seewächter auf der Brücke der Fregatte „Bayern“ eingesetzt (Quelle: Bundeswehr/PAO Atalanta)Größere Abbildung anzeigen

Auf der „Bayern“ bin ich als Seewächter auf der Brücke tätig. Ich melde Wetterveränderungen, auffällige Objekte, Fahrzeuge oder Treibgut an den Wachhabenden Offizier, oder steuere am Ruder in seinem Auftrag das Schiff.

Zur Abwehr von möglichen Angriffen, die beispielsweise per Speedboot erfolgen könnten, bediene ich im Fall des Falles das Maschinengewehr. Im Tagesdienst kümmere ich mich außerdem um Farbarbeiten an Deck und um verschiedene seemännische Tätigkeiten. So werde ich bei der Versorgung in See , beispielsweise beim Tanken von einem Versorgungsschiff, in der Leinenführung des Versorgungsgeschirrs eingesetzt oder bin beim Ankern als Posten auf der Back verantwortlich für die Kontrolle des Ankers.

Das macht meine Tätigkeit hier besonders.

Ausguck: das Meer fasziniert immer wieder
Ausguck: das Meer fasziniert immer wieder (Quelle: Bundeswehr/PAO Atalanta)Größere Abbildung anzeigen

Der tägliche Blick auf das Meer ist für mich immer wieder etwas Besonderes. Wenn ich als Ausguck in den Nocken des Schiffes stehe und die Auf- und Untergänge der Sonne sehen kann, hat das etwas Beruhigendes. Es belohnt für die vielen Anstrengungen und Entbehrungen, die der Beruf nun mal mit sich bringt.

Das besondere an meiner Tätigkeit ist, dass ich als Marinesoldat sehr viel von der Welt sehen kann. Die verschiedenen Häfen und Orte in denen wir anlegen, beeindrucken mich immer wieder aufs Neue.

Das vermisse ich hier am meisten.

Am meisten vermisse ich meine Freunde, meine Familie und mein Bett. Ebenso fehlen mir meine Kameraden aus der Grundausbildung, denn die ist ja noch gar nicht so lange her.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße.

Ich werde die letzten Wochen hier an Bord genießen und nach meinem Einsatz einen Antrag auf Übernahme in die Offizierlaufbahn stellen. Ich möchte dabei gerne Nautik studieren – dieser Bereich interessiert mich besonders. Ich sende liebe Grüße an meine Familie, meinen Nachbarn und meine Kameraden aus der Grundausbildung.


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Stand vom: 12.12.17 | Autor: Tim K.


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