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Per Speedboot auf die „Enterprise“

In See, 16.03.2016.

Nach seinem letzten Hafenaufenthalt auf Sizilien befindet sich der Einsatzgruppenversorger „Frankfurt am Main“ derzeit wieder im Einsatzgebiet vor der libyschen Küste. Im Hafen wurde ein britischer Offizier an Bord genommen, um ihn auf das britische Mehrzweckschiff „Enterprise“, das ebenfalls Teil der Operation „Sophia“ ist, zu bringen. Auch Seeversorgungsmanöver fanden auf Hoher See statt – trotz zunächst widriger Wetterbedingungen.

Das britische Forschungsschiff „Enterprise“ in See

Das britische Forschungsschiff „Enterprise“ in See (Quelle: Bundeswehr/PAO EUNAVFOR MED)Größere Abbildung anzeigen

Im Hafen kam der britische Oberleutnant zusammen mit neuen Besatzungsmitgliedern der „Frankfurt“ an Bord. Er war von Großbritannien aus nach Sizilien geflogen, um auf der HMS „Enterprise“, einem Multifunktions-Forschungsschiff für hydrographische und ozeanographische Aufgaben der Royal Navy, seinen Dienst als Operationsoffizier zu leisten. Da der deutsche Einsatzgruppenversorger gerade im Hafen von Catania lag, bot der Kommandant, Fregattenkapitän Andreas Schmekel, an, den Briten und sein Material zu transportieren.

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Per Speedboot zur „Enterprise“

Das Speedboot der „Frankfurt am Main“ auf dem Weg zur „Enterprise“

Das Speedboot der „Frankfurt am Main“ auf dem Weg zur „Enterprise“ (Quelle: Bundeswehr/PAO EUNAVFOR MED)Größere Abbildung anzeigen

Zum späteren Transfer auf die „Enterprise“ nutzte die Besatzung der „Frankfurt am Main“ das bordeigene Speedboot. Für das sichere Aussetzen des Bootes in der aufgewühlten See musste der 20.000 Tonnen schwere Versorger auf vier Knoten (etwa 8 km/h) abgebremst werden. Dann konnte das kleine Beiboot mit seiner Besatzung ausgesetzt werden und zügig durch die hohen Wellen zum britischen Schiff fahren, um den britischen Kameraden zu übergeben.

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Tanken bei vier Metern Welle? Erstmal unmöglich

Bei ruhigerer See klappte das Postbeutelmanöver mit der Korvette „Ludwigshafen am Rhein“

Bei ruhigerer See klappte das Postbeutelmanöver mit der Korvette „Ludwigshafen am Rhein“ (Quelle: Bundeswehr/PAO EUNAVFOR MED)Größere Abbildung anzeigen

Das zurückliegende Wochenende war von Seeversorgungsmanövern geprägt. Neben zwei Postbeutelübergaben mit der ebenfalls am Einsatz beteiligten deutschen Korvette „Ludwigshafen am Rhein“, fand auch eine Kraftstoffübergabe an die spanische Fregatte „Numancia“ statt. Das Schiff hatte 300 Kubikmeter Diesel bestellt. In der sonntäglichen Mittagszeit war der Seegang jedoch zu stark für das geplante Manöver, es gab Wellenberge von bis zu vier Metern Höhe. Nach Beratung mit der eingeschifften Meteorologin wurde das Versorgungsmanöver kurzerhand um einen Tag verschoben.

Die spanische Fregatte „Numancia“ wurde mit Kraftstoff versorgt

Die spanische Fregatte „Numancia“ wurde mit Kraftstoff versorgt (Quelle: Bundeswehr/PAO EUNAVFOR MED)Größere Abbildung anzeigen

Bei ruhigerem Seegang konnte am Montag das geplante Tanken der spanischen Fregatte dann erfolgen. Langsam lief die „Numancia“ an die „Frankfurt am Main“ heran und positioniert sich etwa 60 Meter querab des 174 Meter langen deutschen Schiffes. Das zur Betankung benötigte Gerät, unter anderem der Tankschlauch, wurde übergeben und binnen anderthalb Stunden konnte die geforderte Menge Diesel in den Tanks der „Numancia“ gepumpt werden.

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Drei erfolgreiche Tage

Die letzten drei Tage waren international geprägt – nichts Neues für die deutschen Marinesoldaten

Die letzten drei Tage waren international geprägt – nichts Neues für die deutschen Marinesoldaten (Quelle: Bundeswehr/PAO EUNAVFOR MED)Größere Abbildung anzeigen

„Einen britischen Offizier transportiert, einen italienischen Admiral an Bord begrüßt und eine spanische Fregatte versorgt – das Wochenende verdeutlicht die in der Marine gängige und über Jahrzehnte gelebte multinationale Zusammenarbeit“, so Fregattenkapitän Schmekel im Rückblick auf die letzten Tage.

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Stand vom: 16.03.16


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