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Ich bin iM EINsatz: Immer ein offenes Ohr

Incirlik, 01.03.2017.


Von Afrika bis zum Kosovo, auf zwei Weltmeeren und in Afghanistan: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten unsere Soldaten täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Mein Einsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Die Vertrauensperson der Offiziere in Incirlik – Hauptmann Jochen N.
Die Vertrauensperson der Offiziere in Incirlik – Hauptmann Jochen N. (Quelle: Bundeswehr/Stephan Jeglinski)Größere Abbildung anzeigen

Mein Name ist Hauptmann Jochen N., ich bin 42 Jahre alt und komme aus Coburg. Ich bin verheiratet, habe einen Sohn und wohne mit meiner Familie im Bergischen Land. In Deutschland bin ich im Luftwaffentruppenkommando in Köln als Ressourcenmanager für das Waffensystem „Tornado“ tätig. Hier in Incirlik werde ich als Truppenversorgungsoffizier eingesetzt.

Das ist meine Aufgabe im Einsatz.

Abstimmung in einer Ausschusssitzung – es gilt, das soziale Gefüge auch unter Einsatzbedingungen zu erhalten
Abstimmung in einer Ausschusssitzung – es gilt, das soziale Gefüge auch unter Einsatzbedingungen zu erhalten (Quelle: Bundeswehr/Stephan Jeglinski)Größere Abbildung anzeigen

Meine eigentliche Aufgabe als Truppenversorgungsoffizier wird immer dann zu „Priorität 2“, wenn ich als gewählte Vertrauensperson oder als Sprecher der „Versammlung der Vertrauenspersonen“ gefragt bin. Dies kommt nahezu täglich vor, sei es bei der Mitzeichnung von Befehlen oder zugunsten der Teilnahme an Ausschüssen und Besprechungen. Es macht mir Freude, für die Soldaten meiner Wählergruppe einfach nur „da zu sein“, aber auch die Umsetzung der Interessen und notwendigen Belange der Kontingentführung tatkräftig zu unterstützen und im Sinne der Auftragserfüllung zu vertreten.

Das macht meine Tätigkeit hier besonders.

Für die Leute da sein – Hauptmann N. im Gespräch mit einem Soldaten
Für die Leute da sein – Hauptmann N. im Gespräch mit einem Soldaten (Quelle: Bundeswehr/Stephan Jeglinski)Größere Abbildung anzeigen

Meine persönliche Motivation für dieses Amt lässt sich von mehreren positiven Aspekten ableiten. So können die Angehörigen des deutschen Einsatzkontingents „Counter Daesh“ die in den Gremien und Ausschüssen getroffenen Entscheidungen aufgrund der kurzen Zeitlinien nahezu komplett in der Praxis erleben. Andererseits bekommt man durch die Arbeit als Vertrauensperson auch direktes Feedback, beispielsweise in der Rolle des Vermittlers bei fachlichen oder auch zwischenmenschlichen Differenzen. Deren Beilegung ist gerade im Einsatz, neben den per Soldatenbeteiligungsgesetz festgelegten Rechten und Pflichten, von übergeordneter Bedeutung. Es gilt, zum sozialen Gefüge innerhalb des Kontingents unter den gegebenen Einsatzbedingungen beizutragen.

Das vermisse ich hier am meisten.

Natürlich vermisse ich meine Familie mit „Hund und Katz‘“ und vor allem die Wochenenden im Kreise meiner Lieben und unserer Freunde. Auch auf meine Kameraden im Luftwaffentruppenkommando, die mich nach dem Motto „gelebte Kameradschaft“ während meiner Abwesenheit vorzüglich mit „Care-Paketen“ versorgen, freue ich mich schon.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße.

Ich bedanke mich für eine sehr gute und erfrischende Zusammenarbeit innerhalb des Deutschen Einsatzkontingents „Counter Daesh“ unter der Führung von Oberst Meyer. Ich wünsche allen Soldaten meines Kontingents einen erfolgreichen und sicheren Einsatz, sowie eine gesunde Rückkehr zu ihren Familien und Freunden.


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Stand vom: 12.12.17 | Autor: Jochen N.


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