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Einsatztagebuch AF TUR Teil 4: Betreuung als gemeinsame Aufgabe

Kahramanmaras , 02.09.2015.

Über sechs Wochen bin ich mittlerweile bereits in der Türkei. Die Zeit verging für mich bisher wie im Flug. Als Chef der Unterstützungskompanie ist kein Tag wie der andere, es gibt immer etwas zu tun. Nach langen Arbeitsphasen genieße ich meine freie Zeit meistens in der Betreuungseinrichtung. Es tut gut, abends im Gespräch mit Kameraden und Freunden, den Kopf frei zu bekommen und auch mal „abzuschalten“.

Das Betreuungsteam sorgt für Abwechslung im Feierabendprogramm

Das Betreuungsteam sorgt für Abwechslung im Feierabendprogramm (Quelle: Bundeswehr/PAO AFTUR )Größere Abbildung anzeigen

Die Einrichtung und das sechs Mann starke Betreuungsteam gehören zu meinem Aufgabenbereich als Betreuungsoffizier. Hier hat jeder Soldat nach getaner Arbeit die Möglichkeit, für ein paar Stunden den Alltag hinter sich zu lassen und zu entspannen. Es ist alles vorhanden, was die Soldaten dazu brauchen. Mir ist diese Aufgabe sehr wichtig, da es gerade hier sehr viel bedeutet, die wenige Freizeit möglichst kurzweilig zu gestalten. Auf meine Jungs kann ich mich voll verlassen. Sie haben ständig neue Ideen, um den Kontingentsoldaten etwas Abwechslung zu bieten.

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Skatrunden fast wie zu Hause

In der „Skysweeper-Bar“ können Erfrischungen und Knabbereien gekauft werden.

In der „Skysweeper-Bar“ können Erfrischungen und Knabbereien gekauft werden. (Quelle: Bundeswehr/PAO AFTUR)Größere Abbildung anzeigen

Das Team organisiert regelmäßig Turniere, die am „Baseday“ – dem freien Tag hier– regen Zuspruch finden, die Kameradschaft fördern und ein schöner Zeitvertreib sind. Als passionierter Skatspieler habe ich letztens auch selbst beim Skatturnier mitgemacht. Trotz eines schlechten Blattes hat es mir richtig Spaß gemacht und mich gleichzeitig für ein paar Stunden gedanklich zurück in die Heimat versetzt. Man denkt nicht mehr an die Arbeit, und es ist fast wie bei den alten Skatrunden unter Freunden in Deutschland, nur eben etwas wärmer.

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Zurück in die Zukunft

Im Kino gibt es neben zahlreichen Filmen auch eine Spielkonsole

Im Kino gibt es neben zahlreichen Filmen auch eine Spielkonsole (Quelle: Bundeswehr/PAO AFTUR)Größere Abbildung anzeigen

Zweimal in der Woche veranstaltet das Betreuungsteam einen Kinoabend. Über 300 Filme stehen zur Auswahl. Was läuft, wird immer abgestimmt, außer am 21. Oktober, das steht jetzt schon fest. An diesem historischen Datum der Filmgeschichte, Marty McFly reist zu diesem Tag in die Zukunft, werden wir selbstverständlich, wie auch viele Kinos in der Heimat, alle drei Teile von „Zurück in die Zukunft“ zeigen.

Entspannung bei einer Runde Billard nach getaner Arbeit

Entspannung bei einer Runde Billard nach getaner Arbeit (Quelle: Bundeswehr/PAO AFTUR)Größere Abbildung anzeigen

In einem anderen Raum der Betreuungseinrichtung haben wir zwei Kicker- und einen Billardtisch. Auch die Turniere in diesem Bereich werden sehr gut besucht und an Spieltagen herrscht richtig Wettkampfstimmung unter den Kameraden. Da ich beim Kickern regelmäßig verliere, wenn ich auch bisher nicht „krabbeln“ musste, spiele ich lieber mal eine Runde Billard, um auf andere Gedanken zu kommen. „Krabbeln“ muss ein Spieler, wenn drei Spiele in Folge verloren wurden. Dann kriecht er unter den Kickertisch und unterschreibt an der Unterseite.

Nach einem „Baseday“ in der Betreuung war mein Akku immer wieder aufgeladen, um einen guten Start in den Sonntag, der hier auch Montag heißen könnte, zu haben.

Jetzt ist schon das Bergfest vorüber und somit die Hälfte meines Einsatzes geschafft. So wird mir wieder bewusst, wie schnell die Zeit vergeht - aber auch, wie lange ich dann doch schon von meinen Liebsten zu Hause getrennt bin. Durch die bundeswehrinterne Betreuungskommunikation und meine eigenen Telefonkarten, kann ich jedoch jeden Abend mit der Heimat telefonieren, was diese Zeit etwas schneller verstreichen lässt.

Beim nächsten Mal erzähle ich mehr von meinen Erfahrungen und was ich hier im Einsatz alles erlebe. Grüße aus Kahramanmaras.

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Stand vom: 02.09.15 | Autor: David H.


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