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UNIFIL – Deutsche Soldaten spendeten Blut auf Zypern

Limassol, 23.08.2017.

Als vor einer Woche in zyprischen Zeitungen zu Blutspenden aufgerufen wurde – die Blutkonserven wurden langsam knapp – da zögerten die Kameraden des deutschen UNIFIL-Einsatzkontingents nicht und spendeten fleißig. Helfen wo man gebraucht wird, das ist ihre Maxime und doch haben sie als Botschafter mit einer guten Tat auf Zypern einen Eindruck hinterlassen.

Die Kontingentangehörigen unterstützen die Zyprer mit ihren Blutspenden

Die Kontingentangehörigen unterstützen die Zyprer mit ihren Blutspenden (Quelle: Bundeswehr/Dr. Thomas Luedtke)Größere Abbildung anzeigen

Im Rahmen der dienstlichen Abkömmlichkeit suchte gleich eine Gruppe deutscher Soldaten die Blutbank des zyprischen Gesundheitsministeriums, des Department of Medical Services, in Nikosia auf. Nachdem die gesundheitliche Eignung festgestellt worden war, konnten sieben Mitglieder des Kontingentes Blut spenden. Der zuständige Leitende Sanitätsoffizier (LSO) Oberfeldarzt Dr. Thomas Luedtke überzeugte sich von einem hohen apparativen und medizinischen Standard der Blutbank. Die Mitarbeiter der Blutbank zeigten sich angesichts der saisonal bedingten Knappheit an Konserven ausgesprochen dankbar. Die anschließende Stärkung für die Blutspender war kultureller Natur: Sie machten eine Besichtigung der, jedenfalls nach Einschätzung des Autors dieses Berichts, surreal anmutenden innerstädtischen Grenzbefestigungen der letzten geteilten Stadt Europas.

Die Blutspende hat neben der guten Tat auch den Charakter der Eigen-Vorsorge für alle Fälle, denn dem Einsatzkontingent UNIFIL ist es aktuell nicht gestattet, eigene Blutkonserven für den Bedarfsfall vorzuhalten. Im Rahmen des Host Nation Support kann jedoch auf die zyprischen Konserven zugegriffen werden.

Die Blutkonserven werden dringend auf Zypern gebraucht.

Die Blutkonserven werden dringend auf Zypern gebraucht. (Quelle: Bundeswehr/Dr. Thomas Luedtke)Größere Abbildung anzeigen

Mit der Blutspendenaktion leistet das Deutsche Einsatzkontingent aber auch darüber hinaus einen wichtigen Beitrag zur Notfallversorgung auf der Insel Zypern. Verantwortliche zyprische Stellen hatten schon zu Beginn des Monats über Engpässe in der Versorgung mit Blutkonserven geklagt. Als Hintergrund wird hier die hohe Anzahl von Touristen auf der Insel und der damit verbundenen Häufigkeit von Unfällen genannt. Hinzu kommt: In der zyprischen Bevölkerung liegt in erhöhtem Maße ein Gendefekt vor, der die Erkrankung Thalassämie, die so genannte Mittelmeeranämie hervorruft. Hierbei kann es bei den Betroffenen zu einer Blutarmut kommen, die lebenslang regelmäßige Bluttransfusionen erforderlich macht.

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Stand vom: 23.08.17 | Autor: Dr. Thomas Luedtke / PIZ EinsFüKdoBw


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