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Halbzeitfazit auf der „Frankfurt am Main“

In See, 24.01.2018.

Seit Oktober letzten Jahres befindet sich der Einsatzgruppenversorger „Frankfurt am Main“ im Rahmen der einsatzgleichen Verpflichtung SNMG 2 in der Ägäis. Die Hälfte der Zeit ist damit für Schiff und Besatzung erreicht und bietet den Anlass für ein einen Rückblick der geleisteten Arbeit.

Schon der Transit ins Mittelmeer, Ende Oktober, war eine Herausforderung. Die Biskaya zeigte sich von ihrer rauen Seite und wartete mit teils zehn Meter hohen Wellen.

Angekommen im Operationsgebiet wurde die „Frankfurt am Main“ zunächst Flaggschiff für das 5. Deutsche Einsatzkontingent. Sie löste damit die Fregatte „Lübeck“ ab, die sich bereits wieder im Heimathafen in Deutschland befindet. Im vergangenen Monat ging dann im Rahmen des Kontingentwechsels die Führung über das 6. Deutsche Einsatzkontingent an Kapitän zur See Kesten über. Mit ihm wechselte nicht nur der Kontingentführer, sondern auch der gesamte Stab. Dieser Führungswechsel stellt nur eines von zahlreichen Ereignissen während der vergangenen drei Monate dar.

Türkisches Küstenwachboot mit FRONTEX Grenzschutzboot auf Patrouille
Türkisches Küstenwachboot mit FRONTEX Grenzschutzboot auf Patrouille (Quelle: Bundeswehr/Jülg)Größere Abbildung anzeigen

Die Besatzung verfolgt den Hauptauftrag der Lagebilderstellung. Zum einen arbeitet sie eng mit den griechischen und türkischen Küstenwachen sowie den Einheiten der europäischen Grenzschutzagentur FRONTEX zusammen, um den Informationsaustausch zu verbessern. Zum anderen legt das Schiff zahlreiche Seemeilen im Operationsgebiet zwischen dem türkischen und griechischen Festland im Ägäischen Meer zurück, um ein Lagebild vor Ort befindlicher Fahrzeuge aufzubauen. Kernauftrag ist hier das Beobachten und Melden. Hierdurch  wird ein Beitrag zur Bekämpfung krimineller Schleppernetzwerke geleistet.

Die Küstenwache bei der Aufnahme von Flüchtlingen aus einem Schlauchboot
Die Küstenwache bei der Aufnahme von Flüchtlingen aus einem Schlauchboot (Quelle: Bundeswehr/Jülg)Größere Abbildung anzeigen

Im Laufe der vergangenen Monate, die sich das Schiff inzwischen im Einsatzgebiet befindet, wurden mehrere Schlauchboote durch die „Frankfurt am Main“ aufgefasst und in die Verantwortung der örtlichen Küstenwachen übergeben.

Im Rahmen der einsatzgleichen Verpflichtung legten Schiff und Besatzung seit Ablegen Wilhelmshaven insgesamt 15.554 Seemeilen zurück. Neben dem Alltag auf See werden auch immer wieder Gefechtsübungen und simulierte Notmanöver, wie Person-über-Bord, eingespielt, um die Besatzung auf einem gleichbleibend guten Ausbildungsstand zu halten. Unterstützt wurde dies ebenfalls durch einen Übungstag mit Schießübungen und Manövern in Zusammenarbeit mit der griechischen Fregatte HS Kontouriotis. Bei bestem Wetter konnten die Schützen der vier Marineleichtgeschütze 27 mm an Bord zu Beginn ihre Treffsicherheit unter Beweis stellen. Ziel war dabei eine sogenannte „Killertomate“, ein großer, quadratischer Schwimmkörper, der durch seine rote Farbe an das selbige Gemüse erinnert. Bei der folgenden Vorbeifahrt an der griechischen Einheit zeigten dann die Bereiche Funkraum, Operationszentrale sowie viele Bereiche der Brückenbesatzung, was sie gelernt haben. Bei verschiedenen Fahrmanövern, Morsen oder im taktischen Sprechfunkverkehr kam dabei für keinen Langeweile auf. Eine gelungene Abwechslung in der Seefahrtsroutine. In den nächsten Wochen sind weitere Übungen  geplant.

Insgesamt betrachtet waren die vergangenen drei Monate sehr abwechslungsreich. „Ich bin stolz auf meine Besatzung. Die Männer und Frauen der ‚Frankfurt‘ sind hoch motiviert und arbeiten Hand in Hand.“ äußerte der Kommandant, Fregattenkapitän Carsten Kauke


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Stand vom: 25.01.18 | Autor: PAO Einsatzgruppenversorger „Frankfurt am Main“


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