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Ich bin iM EINsatz: „Täglich etwas Neues erleben – als Kraftfahrer in Prizren“

Prizren, 14.08.2014.


Von Afrika bis zum Kosovo, auf zwei Weltmeeren und in Afghanistan: In sechzehn Einsatzgebieten leisten deutsche Soldaten täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Mein Einsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Wenn er mal nicht „auf Achse“ ist, erledigt Hauptgefreiter Nick K. seine Arbeiten im Stab.
Wenn er mal nicht „auf Achse“ ist, erledigt Hauptgefreiter Nick K. seine Arbeiten im Stab. (Quelle: Bundeswehr/PAO DeuEinsKtgt KFOR )Größere Abbildung anzeigen

Mein Name ist Hauptgefreiter Nick K. und ich bin der Kraftfahrer des Kommandeurs des 38. Deutschen Einsatzkontingents Kosovo Force. In meinem Heimatstandort bin ich ebenfalls sein Kraftfahrer bei der Panzergrenadierbrigade 41 in Neubrandenburg.

Meine Familie kommt ursprünglich aus Kasachstan und lebt seit 14 Jahren in Deutschland. Ich bin 24 Jahre alt und seit Anfang 2012 bei der Bundeswehr. Als Zeitsoldat habe ich mich für vier Jahre verpflichtet. Das ist mein erster Einsatz.

Das ist meine Aufgabe im Einsatz.

Gleich geht es wieder los: Nick K. ist der Kraftfahrer des Kommandeurs.
Gleich geht es wieder los: Nick K. ist der Kraftfahrer des Kommandeurs. (Quelle: Bundeswehr/PAO DeuEinsKtgt KFOR)Größere Abbildung anzeigen

Als Kraftfahrer bin ich gleichzeitig der Nahsicherer des Kommandeurs. Wenn wir mal nicht unterwegs sind, erledige ich meist Aufgaben im Stab. Das sind allgemeine Bürotätigkeiten, wie beispielsweise Formulare anfertigen, Präsentationen oder Wegeskizzen für vor uns liegende Fahrten erstellen.
In der sogenannten Kommandeurgruppe, der ich angehöre, unterstützen insgesamt fünf Soldaten den Kontingentführer. Dadurch, dass die meisten Soldaten von uns auch aus Neubrandenburg kommen und wir uns schon vorher kannten, konnten wir gleich durchstarten.

Das Gute an meiner Aufgabe ist, dass ich viel vom Kosovo sehe und auch mit Soldaten anderer Nationen Kontakte knüpfen kann. Klasse ist auch, dass mein Kommandeur mir vieles näher erläutert. So lerne ich viel über das Land und sehe es dadurch mit anderen Augen. Gewöhnungsbedürftig war jedoch die Fahrweise hier im Kosovo – sie ist mit der in Deutschland nicht vergleichbar. Und: Es gab schon die eine oder andere Schrecksekunde.

Das macht meine Tätigkeit hier besonders.

Viel Kontakt zu Land und Leuten.
Viel Kontakt zu Land und Leuten. (Quelle: Bundeswehr/PAO DeuEinsKtgt KFOR )Größere Abbildung anzeigen

Aufstehen und zu wissen, dass man etwas Neues erlebt, ist toll. Zum Beispiel war ich bei einer Brandbekämpfung durch deutsche KFOR-Kräfte in der Innenstadt von Prizren mit dabei. So etwas hatte ich bisher noch nie erlebt. Die Dankbarkeit der Menschen, dass wir ein Wohnhaus vor den Flammen gerettet haben, war ein unbeschreibliches Gefühl. Es war spannend und fordernd zugleich, meinen Kommandeur während der ganzen Operation als Nahsicherer zu schützen.

Total ungewöhnlich finde ich, dass im Kosovo die Kühe auf der Autobahn spazieren gehen. und auch die sogenannten „Kosovo-Harleys“ hier entgegen der Fahrtrichtung fahren. Das sind motorisierte Pflugmaschinen mit einem Anhänger „Marke Eigenbau“. Ich bin total gern Kraftfahrer – mir macht die Tätigkeit riesigen Spaß, sowohl hier, als auch in Deutschland.

Das vermisse ich hier am meisten.

Es ist klar, dass ich meine Familie und meine Freunde vermisse - aber auch meinen Hund Diego. Toll finde ich, dass mein Hund mich beim Skypen erkennt und immer verwundert seinen Kopf hin und her dreht, wenn ich mit ihm rede.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße.

Erst einmal möchte ich, dass wir alle heil und gesund nach Hause kommen. Aber es soll auch weiterhin so spannend bleiben wie bisher. Ich wünsche mir auch, dass ich möglichst oft die Zeit zum Sport (Fitness- und Krafttraining) habe.
Ein Urlaub nach dem Einsatz ist schon in Planung - darauf freue ich mich schon sehr. Da ich sehr viel Spaß an der Tätigkeit als Militärkraftfahrer habe, beabsichtige ich, mich noch länger bei der Bundeswehr zu verpflichten.
Zum Schluss grüße ich meine Familie und Freunde und sage: „Bis bald, Meck-Pom!“


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Stand vom: 08.01.18 | Autor: Nick K.


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