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Ich bin iM EINsatz: Schutz für den Stützpunkt

Limassol, 08.05.2015.


Von Afrika bis zum Kosovo, auf zwei Weltmeeren und in Afghanistan: In zahlreichen Einsatzgebieten leisten unsere Soldaten täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Mein Einsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Stabsgefreiter Mandy K.
Stabsgefreiter Mandy K. (Quelle: Bundeswehr/Sönke Struhalla)Größere Abbildung anzeigen

Ich bin Stabsgefreiter Mandy K. und seit Juli 2011 Soldatin. Dies ist mein zweiter Einsatz bei UNIFIL. Ich erfülle hier eine der Tätigkeiten, für die ich als Marineinfanterist beim Seebataillon in Eckernförde ausgebildet wurde. Während meines ersten Einsatzes 2013 war ich Teil eines MPE-Teams (Mobile Protection Element) auf der „Braunschweig“ und für die Sicherheit der „Braunschweig“ mitverantwortlich.

Das ist meine Aufgabe im Einsatz.

Am Checkpoint spiegelt die Soldatin unter anderem Fahrzeuge ab
Am Checkpoint spiegelt die Soldatin unter anderem Fahrzeuge ab (Quelle: Bundeswehr/Sönke Struhalla)Größere Abbildung anzeigen

In diesem Einsatz bin ich Teil des Harbour Protection Elements (HPE). Dazu gehört beispielsweise der Betrieb eines Checkpoints, die Überwachung des Hafenbereiches und unseres Stützpunktes. Darüber hinaus unterstütze ich die griechischen und deutschen Schiffe und Boote auch als Leinenpersonal beim Ein- und Auslaufen.

Stabsgefreiter Mandy K. überwacht den Hafenbereich
Stabsgefreiter Mandy K. überwacht den Hafenbereich (Quelle: Bundeswehr/Sönke Struhalla)Größere Abbildung anzeigen

Ich gehöre zu einem der beiden HPE-Teams, die sich aus Soldaten der Küsteneinsatzkompanie zusammensetzen. Die Küsteneinsatzkompanie ist Teil des neu aufgestellten Seebataillons, das die ehemalige Marineinfanterie in Form der Marineschutzkräfte (MSK) abgelöst hat.

Das macht meine Tätigkeit hier besonders.

Stabsgefreiter Mandy K. ist die einzige Frau in ihrem Team
Stabsgefreiter Mandy K. ist die einzige Frau in ihrem Team (Quelle: Bundeswehr/Sönke Struhalla)Größere Abbildung anzeigen

Als einzige Frau im Team ist es nicht immer leicht. Und natürlich gibt es manchmal unterschiedliche Ansichten. Jedoch bin ich stolz darauf, mich vor meinen männlichen Kameraden behaupten zu können und ich weiß, dass ich mich im Ernstfall 100%-ig auf sie verlassen kann.

In meinem Team wird großer Wert auf soziales Engagement gelegt. Aus diesem Grund haben wir in unserer Freizeit bei der „Theotokus Foundation“ (einer Einrichtung für behinderte Menschen) in Limassol bei Renovierungsarbeiten geholfen und Räume gestrichen. Außerdem fertige ich momentan selbstgeknüpfte Anker an, deren Erlös ich an Flüchtlingskinder im Libanon spende. Natürlich ist man bei solchen Aktionen immer ein Stück weit auf andere angewiesen. Daher möchte ich mich bei dieser Gelegenheit bei meinem Team und allen Kontingentangehörigen bedanken, besonders bei der Systemunterstützungsgruppe des 1. Korvettengeschwaders.

Das vermisse ich hier am meisten.

Am meisten fehlen mir natürlich meine Familie und mein bester Freund. Da wir während unserer Freiphasen in einer militärischen Liegenschaft der zyprischen Nationalgarde untergebracht sind, habe ich verhältnismäßig viel Privatsphäre. Das ist sehr angenehm, lediglich die Verpflegung ist ein wenig gewöhnungsbedürftig.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße.

Für den Rest des Einsatzes habe ich mir vorgenommen, weiterhin meinen Auftrag zu erfüllen und noch mehr Spendengelder für die Flüchtlingskinder im Libanon zu sammeln.


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Stand vom: 12.12.17 | Autor: Mandy K.


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