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Ich bin iM EINsatz: Spezialausbildung der malischen Pioniere

Koulikoro, 18.11.2014.


Von Afrika bis zum Kosovo, auf zwei Weltmeeren und in Afghanistan: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten deutsche Soldaten täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Mein Einsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Stabsunteroffizier Robin M. bildet malische Soldaten aus
Stabsunteroffizier Robin M. bildet malische Soldaten aus (Quelle: Bundeswehr/PAO EUTM Mali)Größere Abbildung anzeigen

Ich bin Stabsunteroffizier Robin M. und seit 2009 bei der Bundeswehr. In meinem Stammtruppenteil, der Panzerpionierkompanie 550 in Immendingen, bin ich als Kampfmittelaufklärer, Holzbearbeitungsunteroffizier und Kraftfahrer eingesetzt. Dieses ist mein erster Auslandseinsatz.

Das ist meine Aufgabe im Einsatz.

Das deutsche Pionierausbildungskommando in Mali, in dem ich als Ausbilder eingesetzt bin, besteht aus insgesamt 14 Soldaten. Wir führen sowohl infanteristische Grundlagen- als auch Spezialausbildung der malischen Pioniere durch. Ich kümmere mich dabei um die Aus- und Weiterbildung der malischen Kampfmittelaufklärer.

Ganz nah dran - bei der Ausbildung der Kampfmittelräumer
Ganz nah dran - bei der Ausbildung der Kampfmittelräumer (Quelle: Bundeswehr/PAO EUTM Mali)Größere Abbildung anzeigen

Momentan läuft gerade die Wiederholungsausbildung der malischen Battle Group „Elou“. Dabei sind oft Improvisationstalent, sowie Flexibilität und Motivation gefragt. Das Gefühl, ansatzweise etwas bewirken zu können und die Soldaten für Ihre militärische Zukunft auszubilden, ist schon etwas ganz Besonderes.

Das macht meine Tätigkeit hier besonders.

Derzeit läuft die Wiederholungsausbildung der malischen Battlegroup „Elou“ (Elefant)
Derzeit läuft die Wiederholungsausbildung der malischen Battlegroup „Elou“ (Elefant) (Quelle: Bundeswehr/PAO EUTM Mali)Größere Abbildung anzeigen

Die Arbeit mit den malischen Soldaten bringt Spaß und es ist sehr motivierend, ihnen in der Ausbildung grundlegende und überlebenswichtige militärische Aspekte zu vermitteln. Ihre Dankbarkeit ist dabei in jedem Ausbildungsabschnitt erkennbar.
Ein besonderes Erlebnis ist für mich die gelebte Kameradschaft in meinem Ausbilder-team. Jeder ist für jeden da, und das 24 Stunden am Tag.

Das vermisse ich hier am meisten.

Das gute Essen in der Heimat, das deutsche Bier, meine Freunde und meine Familie vermisse ich sehr stark. Trotz der tollen Kameradschaft im Ausbilderteam fehlen mir meine Kameraden der Panzerpionierkompanie 550 aus Immendingen.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße.

Für die restliche Einsatzzeit hoffe ich, noch mehr Erfahrungen in der Ausbildung mit den malischen Soldaten zu sammeln, Land und Leute kennenzulernen und vor allem gesund zu bleiben. Alle Erkenntnisse aus der Zeit hier in Mali und an meinem Heimatstandort werde ich nach meiner Rückkehr nach Deutschland in die Planungen für mein künftiges berufliches Leben einfließen lassen.
Ein besonderer Gruß geht an alle Kameraden des ersten Zuges der Panzerpionierkompanie 550, sowie an meine Freunde, sowie an meine Familie und alle Bekannten.


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Stand vom: 12.12.17 | Autor: Robin M.


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