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„Sie gaben dem deutschen Einsatzkontingent ein Gesicht“

Koulikoro, 09.05.2017.

Es war ein bewegender Moment, nicht nur für Michael Andritzky, sondern auch für viele seiner angetretenen Soldaten. Lang und intensiv blickte der Führer des 12. Deutschen Einsatzkontingentes EUTM Mali in die Gesichter der Soldaten, mit denen er die zurückliegenden Monate im Einsatz verbracht hat, während das Musikstück „Marsch des Soldaten Robert Bruce“ ertönte. In den zurückliegenden Wochen und Monaten begleitete dieser Marsch zahlreiche Appelle unter seiner Führung, um nach Deutschland zurückkehrende Soldaten bei Fackelschein mit der Einsatzmedaille auszuzeichnen. An diesem Abend war es nun Michael Andritzky, der von Koulikoro und seinen Kameraden Abschied nehmen musste.

„Erklärbär von Mali“

Andritzky hat der EUTM Mali in den sozialen Netzwerken ein Gesicht gegeben

Andritzky hat der EUTM Mali in den sozialen Netzwerken ein Gesicht gegeben (Quelle: Bundeswehr/Thomas Erken)Größere Abbildung anzeigen

Bei seinen Soldaten erwarb sich der 38-jährige Oberstleutnant rasch den Spitznamen „Erklärbär von Mali“, da er bei zahlreichen Veranstaltungen die Aufgabe der Mission mit viel Engagement und Herzblut erläuterte. Stets mit einem Smartphone „bewaffnet“ gab er dem deutschen Einsatzkontingent weltweit über soziale Medien, wie Instagram und Facebook ein Gesicht. Selbst im fernen Potsdam blieben diese Verdienste nicht unbemerkt, wie der Stellvertretende Befehlshaber des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr, Generalmajor Thorsten Poschwatta, in seiner Ansprache zur Übergabe lobend bemerkte.

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„Sie haben großartiges geleistet“

Der scheidende Kontingentführer dankte allen Soldaten für ihre geleistete Arbeit in Mali

Der scheidende Kontingentführer dankte allen Soldaten für ihre geleistete Arbeit in Mali (Quelle: Bundeswehr/Thomas Erken)Größere Abbildung anzeigen

Michael Andritzky blickte in seiner Ansprache auf die zurückliegenden Monate zurück, in denen innerhalb kürzester Zeit an die 400 malische Soldaten im Koulikoro Training Center ausgebildet werden konnten. „Ein herausragender Erfolg, der nur durch Ihre Mitarbeit entstehen konnte“, dankte er seinen Soldaten. „Sie haben großartiges geleistet“, ergänzte er und lud alle Soldaten dazu ein, ihren Freunden und Verwandten mit Stolz von ihrem Einsatz und ihren Erlebnissen in Mali zu berichten. Mit den Worten „Ich freue mich auf ein Wiedersehen in unserer gemeinsamen Heimat und bleiben Sie gesund“, verabschiedete sich Oberstleutnant Andritzky von seinem Kontingent.

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Die Gefährdung der Soldaten nimmt zu

10.000 malische Soldaten wurden bisher durch EUTM ausgebildet

10.000 malische Soldaten wurden bisher durch EUTM ausgebildet (Quelle: Bundeswehr/Thomas Erken)Größere Abbildung anzeigen

Generalmajor Poschwatta betonte in seiner Rede, dass es nun darum gehe, die bisherigen Ausbildungserfolge der malischen Armee zu festigen und die erforderlichen Maßnahmen in der Ausbildung umzusetzen. Hierfür sei das Mandat der Mission EUTM Mali jüngst bis zum Nigerbogen ausgedehnt worden und umfasse nunmehr auch die Standorte Gao und Timbuktu. Mit dieser Erweiterung sei auch die Gefährdungslage für die Soldaten gestiegen, so dass die Ausbildung verantwortungsvoll geplant werden müsse. Bisher sind rund 10.000 malische Soldaten durch die Europäer ausgebildet worden. Das entspricht rund zweidrittel der malischen Streitkräfte.

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Das Kommando bleibt in der Gebirgsjägerbrigade

(v.l.n.r.) Andritzky, Poschwatta und Schalin bei der Übergabe des Deutschen Einsatzkontingents EUTM Mali im Palmenhain des Koulikoro Training Centers

(v.l.n.r.) Andritzky, Poschwatta und Schalin bei der Übergabe des Deutschen Einsatzkontingents EUTM Mali im Palmenhain des Koulikoro Training Centers (Quelle: Bundeswehr/Thomas Erken)Größere Abbildung anzeigen

Generalmajor Poschwatta entband in der folgenden Zermonie Oberstleutnant Andritzky von seinem Kommando und übertrug es an Oberstleutnant Michael Schalin. Wie Michael Andritzky kommt auch Schalin aus der Gebirgsjägerbrigade 23. „Mit Ihrer Erfahrung aus den letzten Verwendungen als Operateur, unter anderem im Joint Multinational Training Center und den Einsätzen bei KFOR und ISAF , sind Sie für Ihre Aufgabe als Kontingentführer bestens vorbereitet“, bekräftigte Poschwatta. Zum Abschluss wünschte er dem neuen Kontingentführer und seinen Frauen und Männern des nunmehr 13. Einsatzkontingents Kraft und Ausdauer bei der Erfüllung ihres Auftrages und eine wohlbehaltene Rückkehr in die Heimat.

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Stand vom: 09.05.17 | Autor: Thomas Erken


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