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Ich bin iM EINsatz: Der Cash Money Feldwebel

Gao, 31.01.2018.

Von Afrika bis zum Kosovo, auf zwei Weltmeeren und in Afghanistan: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten unsere Soldaten täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Mein Einsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Ein Mann zahlt Geld aus
Hauptfeldwebel René W. bei seiner täglichen Arbeit (Quelle: Bundeswehr/Norman Möller)Größere Abbildung anzeigen

Ich bin im Oktober 2008 zur Bundeswehr als freiwillig Wehrdienstleistender gekommen. Ich habe mich dann für die Feldwebellaufbahn entschieden. Nach verschiedenen Verwendungen bin ich zum Bundeswehr Dienstleistungszentrum in Stetten am Kalten Markt gekommen. Dort bin ich als Rechnungsführer und Zahlstellenfeldwebel eingesetzt. Das 6. Einsatzkontingent MINUSMA ist mein erster Einsatz.

Das ist meine Aufgabe im Einsatz.

Ein Mann arbeitet am Computer
Hauptfeldwebel René W. erstellt täglich einen Kassenabschluss und prüft, ob die Geldbestände übereinstimmen (Quelle: Bundeswehr/Norman Möller)

In der Zahlstelle dreht sich alles um die Bargeldbestände des deutschen Kontingents MINUSMA. Bei mir können Soldaten sogenannte Bargeldhilfen in Anspruch nehmen. Das Auszahlen der Gehälter an Ortskräfte und zivile Firmen läuft ebenfalls über die Zahlstelle. Bargeldbestände, die innerhalb der Betreuungseinrichtung und des Marketenderladens anfallen, werden auch bei der Zahlstelle einbezahlt und von mir verwaltet. Ich muss täglich einen Kassenabschluss erstellen und prüfen, ob die Geldbestände übereinstimmen. Die Bestände werden zudem wöchentlich durch die Bundeskasse Weiden geprüft.

Eine Geldzählmaschine bei der Arbeit
Hauptfeldwebel René W. arbeitet wie eine Bank- nur ohne Geldautomat (Quelle: Bundeswehr/Norman Möller)Größere Abbildung anzeigen

Am einfachsten kann man meine Tätigkeit mit einer Einmannaußenstelle einer Volksbank bzw. Sparkasse auf einem Dorf vergleichen. Nur halt ohne Kartenautomat.

Das macht meine Tätigkeit hier besonders.

Das Besondere an meiner Aufgabe ist es, dass ich Kontakt mit dem ganzen Lager habe. Jeder braucht während seines Einsatzes Geld. Dann kommt er zu mir. Auch, dass ich die Gehälter der lokalen Arbeitskräfte auszahle und somit Kontakt zur Bevölkerung habe, macht diese Tätigkeit besonders. Allerdings bekommen wir bei der Bank von Afrika nur Scheine und sind darauf angewiesen, dass die Soldaten ihre Münzbestände hierher bringen.

Es macht mich stolz, das Vertrauen meiner Vorgesetzten zu haben, obwohl wir uns persönlich noch nicht so lange kennen.

Das vermisse ich hier am meisten.

Ich vermisse hier das Fußballspielen und den Sportclub Freiburg. Ebenso das Fahren mit dem Motorrad oder eine italienische Pizza. Freunde und Familie fehlen immer, doch als Rückhalt sind diese unschlagbar, deswegen sind es eher materielle Dinge, die ich vermisse. Zum Beispiel das Zocken an der Playstation.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße.

Mein Plan ist es, gut und gesund nach Hause zu kommen. Das wünsche ich natürlich allen Kameraden, die im Einsatz sind. Das nächste Ziel ist der Sprung zum Berufssoldaten und dann werden wir weiter sehen, welche Pläne die Bundeswehr mit mir noch hat.


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Stand vom: 31.01.18 | Autor: René W.


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