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Ich bin iM EINsatz: Als Wetterbeobachter in Mali

Gao, 11.01.2018.

Von Afrika bis zum Kosovo, auf zwei Weltmeeren und in Afghanistan: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten unsere Soldaten täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Mein Einsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Stabsfeldwebel Kersten K. ist Wetterbeobachter in Gao
Stabsfeldwebel Kersten K. ist Wetterbeobachter in Gao (Quelle: Bundeswehr/PAO MINUSMA Gao)Größere Abbildung anzeigen

Ich heiße Stabsfeldwebel Kersten K. und bin in der Heimat im Lufttransportgeschwader 62 in Wunstorf stationiert. Dort bin ich auf dem Fliegerhorst als Wetterbeobachter eingesetzt. In die Bundeswehr bin ich im Mai 1998 eingetreten. Nach den allgemeinen Lehrgängen wie Grund- und Unteroffiziersausbildung habe ich meine fachlichen Lehrgänge besucht. Danach wurde ich als Ausrüstungsmechanikerfeldwebel an dem Transportflugzeug C-160 Transall eingesetzt. Es folgte später noch eine Verwendung als Stationsausbilder für den Fachbereich Ausrüstung der Transall, bevor ich 2012 in die Ausbildung zum Wetterbeobachter nach Fürstenfeldbruck ging. Die Ausbildung habe ich 2013 abgeschlossen und bin seitdem als Wetterbeobachter, wieder in Wunstorf, eingesetzt.

Das ist meine Aufgabe im Einsatz.

Jeden Morgen steigt der Wetterballon in den Himmel und sammelt wichtige Daten für die Vorhersage
Jeden Morgen steigt der Wetterballon in den Himmel und sammelt wichtige Daten für die Vorhersage (Quelle: Bundeswehr/PAO MINUSMA Gao)Größere Abbildung anzeigen

Die Hauptaufgabe des Wetterbeobachters ist es, halbstündig Meldungen zu erstellen und weiterzugeben. Jeweils in zweier Teams, arbeiten ein Wetterberater und ein Wetterbeobachter zusammen. In zwölf Stunden Schichten bereiten wir die Briefings für die Piloten vor. Dazu wird jeden Morgen vor Sonnenaufgang ein Wetterballon gestartet. Die dabei gewonnenen Daten helfen uns, die Vorhersagen für das Flugwetter genauer zu gestalten.

Das macht meine Tätigkeit hier besonders.

Das Besondere in Mali ist zum einen natürlich das Wetter bzw. die klimatischen Bedingungen. Aufgrund der Tatsache, dass sich Gao nur ca. 1.600 Kilometer vom Äquator entfernt befindet, sind die Wolken in einer ganz anderen Höhe anzutreffen als in Deutschland. Sichteinschränkungen durch Staub oder Sand treten hier viel häufiger auf. Die Ballonaufstiege gehören im Heimatverband nicht zu meinen Aufgaben und waren für mich anfangs Neuland.

Das vermisse ich hier am meisten.

Am meisten vermisse ich ganz klar meine Familie, Freunde und die Kameraden zu Hause.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße.

Für den Rest des Einsatzes wünsche ich uns Wetterfröschen weiterhin ein schönes und angenehmes Arbeitsklima. Allen hier in Gao wünsche ich noch eine angenehme Zeit und kommt gesund heim.


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Stand vom: 11.01.18 | Autor: Kersten K.


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