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Ich bin iM EINsatz: Der Tankwart des Tankers

Incirlik, 20.09.2016.


Von Afrika bis zum Kosovo, auf zwei Weltmeeren und in Afghanistan: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten unsere Soldaten täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Mein Einsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Marcel L. betankt auf der Incirlik Air Base mit einem US-Laster unter anderem den Airbus A310 MRTT
Marcel L. betankt auf der Incirlik Air Base mit einem US-Laster unter anderem den Airbus A310 MRTT (Quelle: Bundeswehr/Jürgen S.)Größere Abbildung anzeigen

Ich bin Oberstabsgefreiter Marcel L. und Angehöriger des Taktischen Luftwaffengeschwaders 51 „Immelmann“ im schleswig-holsteinischen Kropp. Dort bin ich als Kraftfahrer für Gefahrgut eingesetzt. Zu meinen Aufgaben zählt dabei die Betankung von Kampf- und Transportflugzeugen und Hubschraubern.

Das ist meine Aufgabe im Einsatz.

Auch die Aufklärungstornados brauchen Treibstoff
Auch die Aufklärungstornados brauchen Treibstoff (Quelle: Bundeswehr/Jürgen S.)Größere Abbildung anzeigen

Im Einsatzkontingent Counter Daesh bin ich mit einem weiteren Kameraden für die Betankung der Tornados und des Tankflugzeugs, dem A310 MRTT, verantwortlich. Zusätzlich versorge ich auch die Stromaggregate im mobilen Gefechtsstand mit Kraftstoff. Dies ist bereits mein zweiter Einsatz hier in der Türkei, einen weiteren Auslandseinsatz habe ich bereits bei ISAF in Afghanistan absolviert. Unser Dienst kennt keine festen Arbeitszeiten, wir arbeiten im Schichtsystem und sind somit rund um die Uhr erreichbar.

Das macht meine Tätigkeit hier besonders.

„Daily Business“ – Wie in Deutschland betankt Oberstabsgefreiter L. regelmäßig Tornados
„Daily Business“ – Wie in Deutschland betankt Oberstabsgefreiter L. regelmäßig Tornados (Quelle: Bundeswehr/Jürgen S.)Größere Abbildung anzeigen

Anders als in Afghanistan habe ich hier einen amerikanischen Tanklastwagen als Arbeitsgerät. Natürlich bin ich gleich zu Einsatzbeginn auf dem Fahrzeug eingewiesen worden. Das Fahren mit diesem Lkw ist aufregend, weil die Ausstattung im Führerhaus eine andere ist, als bei deutschen Fahrzeugen.

Jeder Handgriff sitzt
Jeder Handgriff sitzt (Quelle: Bundeswehr/Jürgen S.)Größere Abbildung anzeigen

Im täglichen Dienst habe ich sehr viel mit den Kameraden der US Air Force auf der Base zu tun, denn bevor ich mit meiner eigentlichen Arbeit an den Luftfahrzeugen beginne, muss ich dafür sorgen, dass der 22.000 Liter-Tank meines Lasters gefüllt ist. Das erfolgt jedes Mal an der amerikanischen Füllstation auf der Base.

Das vermisse ich hier am meisten.

22.000 Liter passen in den Tank des Lasters
22.000 Liter passen in den Tank des Lasters (Quelle: Bundeswehr/Jürgen S.)Größere Abbildung anzeigen

Natürlich vermisse ich meine Familie, die aber für meine Einsätze Verständnis zeigt, weil meine Eltern auch einen beruflichen Bundeswehrhintergrund haben. Ich freue mich schon jetzt auf das Einsatzende und auf meine Freunde und Fußballkollegen.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße.

Robuste Technik – Marcel L. dokumentiert die Betankungen an seinem Arbeitsplatz
Robuste Technik – Marcel L. dokumentiert die Betankungen an seinem Arbeitsplatz (Quelle: Bundeswehr/Jürgen S.)Größere Abbildung anzeigen

Ich möchte den Einsatz erfolgreich und gesund abschließen und danach wieder die norddeutsche Meeresluft in Rendsburg genießen. Meine Grüße gehen an meine Familie, Freunde und Kameraden.


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Stand vom: 12.12.17 | Autor: Marcel L.


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