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Ich bin iM EINsatz: Als Pantry auf der „Karlsruhe“

In See, 07.09.2016.


Von Afrika bis zum Kosovo, auf zwei Weltmeeren und in Afghanistan: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten unsere Soldaten täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Mein Einsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Hauptgefreiter Efkan E. im Ägäis-Einsatz auf der Fregatte „Karlsruhe“ (Quelle: Bundeswehr/PAO Ägäis)Größere Abbildung anzeigen

Ich bin Hauptgefreiter Efkan E. und leiste meinen Dienst an Bord der Fregatte „Karlsruhe“. Für die NATO-Aktivität in der Ägäis habe ich mich freiwillig gemeldet. Normalerweise bin ich ein Teil der Segelcrew auf dem Segelschulschiff „Gorch Fock“. Dort unterstütze ich bei der Ausbildung der Offizieranwärter.

Das ist meine Aufgabe im Einsatz.

Er sorgt unter anderem für das leibliche Wohl an Bord (Quelle: Bundeswehr/PAO Ägäis)Größere Abbildung anzeigen

Hier auf der „Karlsruhe“ bin ich ein sogenannter „Pantry“ in der Portepeeunteroffiziermesse, und unterstütze auch in der Offiziersmesse. Die Messe ist ein Aufenthaltsraum an Bord eines Schiffes. Jede Dienstgradgruppe, von den Mannschaften bis zu den Offizieren, hat ihre eigene Messe. Das bedeutet, dass ich die Messe vorbereite, das Essen ausgebe und anschließend die Messe aufräume. Zusätzlich helfe ich auch bei anderen Tätigkeiten an Bord mit, zum Beispiel an Deck bei Versorgungsmanövern.

Das macht meine Tätigkeit hier besonders.

Multinationale Gespräche waren auf der Fregatte „Karlsruhe“ keine Seltenheit (Quelle: Bundeswehr/PAO Ägäis)Größere Abbildung anzeigen

Die Fregatte „Karlsruhe“ war bis vor kurzem das Flaggschiff des NATO-Verbandes in der Ägäis. Unsere Aufgabe war es, einen Beitrag zur Lagebilderstellung zu leisten. An Bord befand sich dazu ein multinationaler Stab mit Offizieren aus sieben unterschiedlichen Nationen. Ich habe einen türkischen Migrationshintergrund und das ermöglichte es mir, leicht Kontakt zu einzelnen Mitgliedern des Stabes zu knüpfen. Zusammen mit anderen Mitgliedern der Besatzung unterstützte ich sehr gern dabei, eine Art Brücke zwischen den Nationen zu bauen.

In Pausen oder auch in der Messe unterhielt ich mich häufig mit unseren multinationalen Kameraden über Gott und die Welt. Das war sehr interessant, weil ich so bestimmte kulturelle Unterschiede kennenlernte und gleichzeitig ein Vermittler zwischen unterschiedlichen Nationen sein konnte. Unser Schiff ist relativ klein, so dass man sich häufig begegnete und dann auch miteinander ins Gespräch kam. Ich denke, dass es sehr gut und hilfreich war, wenn ich bei unserem Einsatz in der Ägäis als Ansprechpartner und Mittler fungieren konnte. Mir machte der multinationale Charakter unseres Auftrags an Bord jedenfalls eine Menge Spaß.

Das vermisse ich hier am meisten.

Grundsätzlich fehlt mir nur sehr wenig. Mir geht es sehr gut. Natürlich vermisse ich meine Freundin und mein großes, bequemes Bett. Meine Kameraden von der „Gorch Fock“ nicht zu vergessen, die vermisse ich schon.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße.

Nach der Zeit auf der „Karlsruhe“ gehe ich wieder zurück auf die „Gorch Fock“. Darauf freue ich mich schon sehr. Danach möchte ich mich bei der Marine für die Laufbahn der Portepeeunteroffiziere bewerben, weil mir der Dienst sehr viel Spaß macht. Ich habe meine Berufung fürs Leben gefunden.
Viele Grüße an meine Eltern, an meine Freundin und an die gesamte Besatzung des Segelschulschiffs „Gorch Fock“.


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Stand vom: 12.12.17 | Autor: Efkan E.


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