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Ich bin iM EINsatz: Als IT-Sicherheitsbeauftragter unterwegs im Cyberraum

Incirlik, 06.06.2017.


Von Afrika bis zum Kosovo, auf zwei Weltmeeren und in Afghanistan: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten unsere Soldaten täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Mein Einsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Oberleutnant Heiko Z. ist IT-Sicherheitsbeauftragter im deutschen Einsatzkontingent Counter Daesh
Oberleutnant Heiko Z. ist IT-Sicherheitsbeauftragter im deutschen Einsatzkontingent Counter Daesh (Quelle: Bundeswehr/PAO Counter Daesh)Größere Abbildung anzeigen

Ich heiße Heiko Z., wohne im Kreis Düren und bin 37 Jahre alt. In der Heimat bin ich in Köln im Luftwaffentruppenkommando als Prüfteamleiter für IT-Sicherheitsinspektionen in der Luftwaffe eingesetzt. Gestartet in der Feldwebellaufbahn begehe ich nunmehr als Offizier des Militärfachlichen Dienstes im Juli dieses Jahres mein zwanzigjähriges Jubiläum in der Bundeswehr. Bereits Ende 2015 habe ich für zwei Monate an einer einsatzgleichen Verpflichtung in Estland teilgenommen.

Das ist meine Aufgabe im Einsatz.

Regelmäßige Vorträge schulen das Verständnis der Kontingentangehörigen für das Thema IT-Sicherheit
Regelmäßige Vorträge schulen das Verständnis der Kontingentangehörigen für das Thema IT-Sicherheit (Quelle: Bundeswehr/PAO Counter Daesh)Größere Abbildung anzeigen

Auf der Air Base Incirlik bin ich als IT-Sicherheitsbeauftragter (IT-SiBe) des deutschen Einsatzkontingentes eingesetzt und somit erster Ansprechpartner des Kontingentführers in diesem Bereich. Diese Tätigkeit ist kein Neuland für mich. Ich war bereits für mehrere Jahre der IT- Sicherheitsbeauftragte des Taktischen Luftwaffengeschwaders 31 „Boelcke“ und auch im Rahmen des Verstärkten Air Policing Baltikum 2015 durfte ich diese Aufgabe wahrnehmen. Mein Auftrag ist die Herstellung und Aufrechterhaltung der IT-Sicherheit im gesamten Einsatzkontingent.

Beim Einsatz des Tornado, des A-310 MRTT sowie einer Vielzahl verschiedener IT-Systeme bedarf es zur Auftragserfüllung eines regen Austausches mit den Operateuren, den Nutzern der verschiedenen IT-Systeme sowie einer untrennbaren und intensiven Zusammenarbeit mit dem Bereich Führungsunterstützung.

Das macht meine Tätigkeit hier besonders.

Einem IT- Sicherheitsbeauftragten eilt generell der Ruf als Kontrolleur und Aufpasser voraus. Die dienstliche IT ist nun mal keine private IT und die Nutzer dürfen nicht all die Sachen an ihren Rechnern machen, welche sie aus dem privaten Bereich gewohnt sind. Umso erfreulicher ist es, wenn ich durch „Flurgespräche“ dann doch immer häufiger Verständnis für die IT-Sicherheit erzeugen kann. Denn die Gefahren im Cyberraum machen auch vor der Bundeswehr nicht Halt und erst recht nicht in einem Auslandeinsatz.

IT-Sicherheitsberatung: Oberleutnant Heiko Z. informiert auch direkt an den Arbeitsplätzen in den verschiedenen Abteilungen
IT-Sicherheitsberatung: Oberleutnant Heiko Z. informiert auch direkt an den Arbeitsplätzen in den verschiedenen Abteilungen (Quelle: Bundeswehr/PAO Counter Daesh)Größere Abbildung anzeigen

Das Schöne an meiner Tätigkeit ist die Vielseitigkeit. Ich sitze nicht nur in meinem Container des „Mobilen Gefechtstandes der Luftwaffe“, sondern muss in alle Bereiche des Kontingentes hineinschauen und mit unterschiedlichen Personen zusammenarbeiten. Manche Bereiche sind schon fast in einem Atemzug mit der IT-Sicherheit zu nennen, was die erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Bereichen der Militärischen Sicherheit und natürlich mit den Kammeraden der Führungsunterstützung zeigt.

Das vermisse ich hier am meisten.

Natürlich vermisse ich meine Frau und meine Kinder am meisten. Das Vermissen unserer Lieben vereint uns alle hier im Einsatz, unabhängig von der Dienstgradgruppe. Telefonate, Videotelefonie oder auch reger Paketaustausch zwischen Deutschland und der Türkei tun gut und halten die Motivation aufrecht. Sie ersetzen aber nicht das persönliche Gespräch oder das vertraute Miteinander. Für mich persönlich vergeht die Zeit hier wie im Fluge. Die optimalen Betreuungsmöglichkeiten sorgen auch während den Dienstunterbrechungen dafür, dass keine Langeweile aufkommt und die nötigen Dinge des täglichen Lebens fast immer in greifbarer Nähe sind.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße.

Ich freue mich weiterhin, Teil dieses wichtigen Einsatzes zu sein, auch wenn ich natürlich auf den Tag warte, an dem es wieder zurück zur Familie geht. Ich habe viele Pläne für zu Hause und möchte einiges mit der Familie nachholen, was aufgrund meiner Abwesenheit zu kurz gekommen ist. Leider stehen einige Highlights erst in den Sommerferien an. Auch das sonntägliche Fußballspielen mit meinen „Dürener Fußball Chaoten“ wird dann wieder Fahrt aufnehmen. Ich wünsche allen Kontingentangehörigen weiterhin alles Gute und eine tolle Zeit in Incirlik. Weiter so!

Beste Grüße aus der Türkei gehen natürlich in die Heimat an meine Familie, nach Köln an meine Dezernatskameraden und an alle aus der IT-SiBe Community!


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Stand vom: 12.12.17 | Autor: Heiko Z.


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