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Einsatztagebuch AF TUR Teil 3: „Volles Tagespensum bei hohen Temperaturen.“

Kahramanmaras, 03.08.2015.

Die Tage als Chef der Unterstützungskompanie und als Betreuungsoffizier sind gut gefüllt. Bei den Zeilen für das Einsatztagebuch denkt Oberleutnant David H. an seine kühle Heimat – aber auch an die Kameraden, in den anderen Einsatzgebieten.

Nach knapp einem Monat Einsatz in der Türkei ist jeder Tag klar geregelt und vergeht recht zügig. Der Spruch „Im Einsatz ist jeder Tag ein Mittwoch“ trifft es schon ziemlich gut und rückblickend vergingen die Wochen tatsächlich wie im Flug. Nicht zuletzt weil ich viel zu tun habe: Das Führen der Soldatinnen und Soldaten der Unterstützungskompanie steht für mich vorne an und dann sind da auch die klassischen Aufgaben als Betreuungsoffizier. Mein starkes 6-Mann-Team ist gerade dabei, eine Feier und eine Besichtigung zu organisieren.

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Auf meine Soldaten ist Verlass

Der Spieß und ich

Der Spieß und ich (Quelle: Bundeswehr/PAO AF TUR)Größere Abbildung anzeigen

Was die Sache rund macht ist, dass ich mich auf meine Soldaten verlassen kann und last but not least auf meinen Spieß. Er hilft mit seiner enormen dienstlichen Erfahrung und steuert viele nützliche Ideen bei.

Es sind einzelne Ereignisse, die mich dann aber doch manchmal aus der gewonnenen Routine reißen. Wie gestern: Da gab es nahe der syrischen Grenze in der Stadt Suruc einen Anschlag mit zahlreichen Toten und Verletzten. Der Bürgerkrieg in Syrien ist eben doch nah dran, da hat man einen anderen Bezug.

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Kein Sommer wie daheim

Heiß und trocken – Kahramanmaras im Sommer

Heiß und trocken – Kahramanmaras im Sommer (Quelle: Bundeswehr/PAO AF TUR)Größere Abbildung anzeigen

Auch anders als in Deutschland: Die Temperaturen im Hochsommer. Es hat seit Längerem nicht mehr geregnet und das Thermometer ist jetzt im Juli bis auf über 40 Grad geklettert. Hinzu kommt noch: Der Wind, der sonst tagsüber wenigstens mal ein bisschen für relative Abkühlung sorgte, ist in den letzten Tagen ganz eingeschlafen. Gerade auf den Wegen zwischen den einzelnen Bereichen bin ich nach wenigen Metern durchgeschwitzt und spüre deutlich: Das ist kein Sommer wie daheim. Dieses Klima hier ist schon echt gewöhnungsbedürftig.
Unwillkürlich muss ich aber auch an die Kameraden in anderen Einsatzgebieten denken, die ebenfalls bei Hitze ihre gefährlichen Aufgaben wahrnehmen müssen.

Oberleutnant David H. auf seiner Stube

Oberleutnant David H. auf seiner Stube (Quelle: Bundeswehr/PAO AF TUR)Größere Abbildung anzeigen

Zusätzlich habe ich als Chef den Luxus einer Einzelstube. Allerdings bin ich eigentlich nur zum Schlafen auf meiner Stube. Meistens halte ich mich abends in der Betreuungseinrichtung auf. Dort unterhalte ich mich mit meinen Kameraden oder schaue in unserem kleinen Kino Filme.

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Gute Arbeitsatmosphäre

Im Gespräch mit Kameraden

Im Gespräch mit Kameraden (Quelle: Bundeswehr/PAO AF TUR)Größere Abbildung anzeigen

Mittlerweile kenne ich viele Soldaten des Kontingents persönlich. Die Kameradschaft ist sehr ausgeprägt. Wir ziehen alle an einem Strang. Wenn es Probleme gibt, werden diese gemeinsam angegangen. Ich schätze die gute Arbeitsatmosphäre im Einsatz.

Andererseits hat meine kurze Zeit im Einsatz aber auch bereits dazu geführt, dass ich Dinge in Deutschland wiederum anders ein- und wertschätzen werde, wenn ich wieder zu Hause bin. Bis dahin sind es aber noch ein paar Tage. Ich werde natürlich weiter berichten, was ich alles erlebe. Bis demnächst!

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Stand vom: 03.08.15 | Autor: David H.


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