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Ich bin iM EINsatz: Mit dem richtigen Durchblick

Gao, 15.05.2017.


Von Afrika bis zum Kosovo, auf zwei Weltmeeren und in Afghanistan: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten unsere Soldaten täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Mein Einsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Stabsfeldwebel Thorsten G. ist für die Überwachungstechnik im Camp Castor zuständig
Stabsfeldwebel Thorsten G. ist für die Überwachungstechnik im Camp Castor zuständig (Quelle: Bundeswehr/Marc Tessensohn)Größere Abbildung anzeigen

Hallo, ich bin Stabsfeldwebel Thorsten G., 51 Jahre jung, und lebe im Berliner Umland. Vor zwei Jahren habe ich mich nach zahlreichen Reservistendienstleistungen dazu entschieden, wieder zur Bundeswehr zu gehen und wurde tatsächlich auf den Tag genau 25 Jahre nach meinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst wiedereingestellt. Meine Stammeinheit in Deutschland ist das Bataillon Elektronische Kampfführung 931 in Daun/Eifel, wo ich in der militärischen Sicherheit eingesetzt bin. In der Vergangenheit habe ich bereits fünf Einsätze in Afghanistan geleistet, bei denen ich an verschiedenen Standorten eingesetzt war. Kurz bevor ich hier in Mali gelandet bin, war ich im 7. Kontingent Kurdistan Training Coordination Center im irakischen Erbil und habe dort bereits den Aufbau der mobilen Überwachungstechnik geplant und zum großen Teil selber umgesetzt. Im Anschluss ging es dann mit einem Zwischenstopp in Berlin weiter nach Gao.

Das ist meine Aufgabe im Einsatz.

Stabsfeldwebel Thorsten G. überprüft die Einstellungen bei der mobilen Überwachungstechnik
Stabsfeldwebel Thorsten G. überprüft die Einstellungen bei der mobilen Überwachungstechnik (Quelle: Bundeswehr/Marc Tessensohn)Größere Abbildung anzeigen

Ich betreue die mobile Überwachungstechnik im Camp Castor hier in Gao, um den Schutz der Kameraden zu gewährleisten. Aufgrund meiner früheren Einsätze, in denen ich Vorschläge zur Verbesserung des Absicherungskonzeptes abgegeben habe, wurde ich Anfang dieses Jahres gefragt, ob ich nicht in Erbil und in Gao jeweils die mobile Überwachungstechnik installieren könnte. Nach kurzer Bedenkzeit war mir sofort klar, dass ich die Herausforderung sehr gerne annehmen wollte.

Um der Hitze des Nachmittages, die teilweise bis zu 65 Grad Celsius beträgt, zu entgehen, beginnt die Arbeit von meinem Hauptgefreiten und mir bereits in den frühen und kühlen Morgenstunden. Eines unserer Großprojekte war vor kurzem die Ausstattung der Westerweiterung des Camps.

Insbesondere bei Projekten, wie der Westerweiterung der Camps, sind wir abhängig von der Zusammenarbeit mit den Kameraden der Spezialpioniere, die hauptverantwortlich für den Ausbau sind. Doch genau das ist es, was die Arbeit in einem Auslandseinsatz ausmacht und bei dem wir Spaß und Freude erfahren, wenn am Ende des Tages die Projekte zusammen abgeschlossen werden können.

Das macht meine Tätigkeit hier besonders.

Gemeinsam mit seinem Hauptgefreiten überprüft Stabsfeldwebel G. regelmäßig die Anlagen
Gemeinsam mit seinem Hauptgefreiten überprüft Stabsfeldwebel G. regelmäßig die Anlagen (Quelle: Bundeswehr/Marc Tessensohn)Größere Abbildung anzeigen

Die größte Besonderheit für mich ist, dass ich innerhalb kürzester Zeit in zwei Einsatzgebieten der Bundeswehr eingesetzt bin. Hier vor Ort ist nicht nur für mich die Hitze einer der größten Probleme, sondern vor allem eine Herausforderung für die Technik, die ebenfalls den hohen Temperaturen ausgesetzt ist. Deshalb kontrolliere ich regelmäßig die Geräte auf ihre Funktionalität.

Das vermisse ich hier am meisten.

Am meisten vermisse ich hier natürlich meine Frau, aber auch unsere Töchter und meine Enkelin. Zudem vermisse ich bei der drückenden Hitze einfach mal einen Sprung in ein kühlendes Schwimmbecken.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße.

Die Überwachungstechnik wird von den zwei Soldaten rund um das Camp installiert
Die Überwachungstechnik wird von den zwei Soldaten rund um das Camp installiert (Quelle: Bundeswehr/Marc Tessensohn)Größere Abbildung anzeigen

Zuerst möchte ich die noch offenen Aufträge hier in Gao abschließen. Dann freue ich mich auf den Aufbau der mobilen Überwachungstechnik in Koulikoro. Sobald ich meine dritte Anlage in knapp einem halben Jahr aufgebaut habe, werde ich nach der Rückkehr aus dem Einsatz meiner Frau unter die Arme greifen, die zurzeit unseren Hausbau komplett managt.

Meine Grüße gehen an meine Familie in der Heimat und meine daheimgebliebenen Kameraden.


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Stand vom: 12.12.17 | Autor: Thorsten G.


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