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Ich bin iM EINsatz: „Den Soldaten bei EUTM Mali auf den Zahn fühlen“

Koulikoro, 10.03.2014.


Von Afrika bis zum Kosovo, auf zwei Weltmeeren und in Afghanistan: In dreizehn Einsatzgebieten leisten deutsche Soldaten täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Mein Einsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Bei der zahnmedizinischen Behandlung (Quelle: Bundeswehr/PAO EUTM MALI )Größere Abbildung anzeigen

Ich bin Oberfeldwebel Corinna M., bin 30 Jahre alt und komme gebürtig aus Görlitz. In Deutschland leiste ich im Fachsanitätszentrum in Bonn meinen Dienst als Zahnmedizinische Fachassistentin. Als solche bin ich derzeit ebenfalls bei EUTM Mali eingesetzt. Seit Januar 2009 arbeite ich als Soldatin und dies ist mein zweiter Einsatz. Bereits im letzten Jahr war ich hier in Koulikoro.

Das ist meine Aufgabe im Einsatz.

Ich bin Teileinheitsführerin des Zahnarzttrupps. Ich kümmere mich um das Material und ich assistiere dem Zahnarzt sowohl bei konservierenden als auch bei chirurgischen Behandlungen.

Darüber hinaus bestelle ich Sanitätsmaterial in Deutschland, welches hier für die Behandlungen gebraucht wird. Ich schreibe Berichte und nehme die Prophylaxe vor. Schon jetzt bereite ich die materielle Ausstattung des nachfolgenden Kontingentes vor.

Das macht meine Tätigkeit hier besonders.

Bei der zahnmedizinischen Behandlung (Quelle: Bundeswehr/PAO EUTM MALI )Größere Abbildung anzeigen

Die Freude und Dankbarkeit der Soldaten aus den beteiligten Nationen, sowie der Soldaten der malischen Armee - die wir jedoch nur bei einem Notfall behandeln - über eine erfolgreiche Behandlung machen mich stolz. Gerade die malischen Patienten sind froh, dass Zähne nicht immer gleich gezogen werden müssen und wir Möglichkeiten einer schmerzfreien Behandlung anbieten können. Auch die Möglichkeit, Füllungen in Zahnfarbe anzufertigen, kommt gut an, weil so etwas hier keine Selbstverständlichkeit ist.

Das vermisse ich hier am meisten.

Ich vermisse meinen Vater. Mein Haustier fehlt mir auch, aber auch das deutsche Essen, hier speziell Schwarzbrot. Mir fehlen meine Freunde und die Möglichkeit einfach mal das zu machen, auf was man gerade Lust hat, wie beispielsweise fernsehen, Musik hören, Freunde treffen, ins Kino oder einfach nur mal Essen zu gehen.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße.

Es wäre schön, wenn die Lage weiterhin ruhig bleibt und die noch verbleibende Zeit möglichst schnell und ohne größere Zwischenfälle vergeht. Nach dem Einsatz möchte ich einen Halbmarathon und ähnliche Läufe bestreiten. Dienstlich strebe ich die Übernahme zum Berufssoldaten an.

Liebe Grüße sende ich an meine Eltern und ein „Dankeschön“ an meine Freunde, dass Sie so toll hinter mir stehen und vor allem an meine Kameradin Stabsunteroffizier Schmidt in Bonn.


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Stand vom: 08.01.18 | Autor: Corinna M.


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