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Ich bin iM EINsatz: Multitalent sucht Abwechslung – Als dezentraler Beschaffer bei Counter Daesh

Al-Asrak, 11.12.2017.


Von Afrika bis zum Kosovo, auf zwei Weltmeeren und in Afghanistan: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten unsere Soldaten täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Mein Einsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Oberleutnant Dede Ö. war bereits als Sprachmittler im Einsatz. Um neue Erfahrungen zu sammeln, meldete er sich freiwillig als dezentraler Beschaffer für den Einsatz Counter Daesh
Oberleutnant Dede Ö. war bereits als Sprachmittler im Einsatz. Um neue Erfahrungen zu sammeln, meldete er sich freiwillig als dezentraler Beschaffer für den Einsatz Counter Daesh (Quelle: Bundeswehr/PAO Counter Daesh)Größere Abbildung anzeigen

Guten Tag, ich bin Oberleutnant Dede M. Ö., 37 Jahre alt und seit 2013 bei der Bundeswehr. In Deutschland verrichte ich beim Bundeswehrdienstleistungszentzum in Koblenz im Bereich Sozialdienst meinen Dienst. Das ist mein dritter Auslandseinsatz. Im Vorhinein war ich bereits zwei Mal in der Türkei für insgesamt fast 400 Tage als geprüfter Sprachmittler im Einsatz. Jetzt werde ich seit Anfang August als dezentraler Beschaffer in der Einsatzwehrverwaltungsstelle in Jordanien verwendet. Auch dieser Einsatz führte mich zunächst nach Incirlik in die Türkei. Als einer der letzten Soldaten verließ ich den ehemaligen Stationierungsort und verlegte nach Jordanien.

Das ist meine Aufgabe im Einsatz.

Die Bandbreite der zu beschaffenden Waren ist sehr groß
Die Bandbreite der zu beschaffenden Waren ist sehr groß (Quelle: Bundeswehr/PAO Counter Daesh)Größere Abbildung anzeigen

Zu meinem Aufgabenbereich gehört es, Waren und Artikel, die außerhalb des regulären Versorgungsweges bereitgestellt werden, im Einsatzland zu kaufen. Durch meine vorangegangen Einsätze konnte ich bereits viele Erfahrungen sammeln und habe dabei einiges dazugelernt. Mit der Verwendung als „Beschaffer“ wollte ich mich in einen neuen Arbeitsbereich engagieren und so den Blick über den Tellerrand wagen. Die Waren und Güter, die ich hier beschaffen muss, sind stets sehr umfangreich und vielfältig. Die Bandbreite reicht von Büromaterial, über Kühlschränke, bis hin zu Desinfektionsmitteln, Hölzern und Einrichtungsgegenständen. Im Gegensatz zu den meisten meiner Kameraden, verlasse ich deswegen oft die Air Base. Durch meine Erfahrungen als Sprachmittler fällt es mir leichter mit den Einwohnern Jordaniens zusammen zu arbeiten – auch wenn ich kein Arabisch sprechen kann.

Das macht meine Tätigkeit hier besonders.

Intensive Vorbereitung und saubere Dokumentation vereinfacht den Beschaffungsprozess
Intensive Vorbereitung und saubere Dokumentation vereinfacht den Beschaffungsprozess (Quelle: Bundeswehr/PAO Counter Daesh)Größere Abbildung anzeigen

Da zurzeit im Einsatzland kein Sprachmittler vor Ort ist, muss ich mich auf meine „Einkaufstouren“ intensiv vorbereiten. Ich übersetze meine Aufträge ins Englische und suche für die angeforderten Artikel im Internet Fotos heraus, um die Kommunikation zu vereinfachen. Damit kann ich mit meinem Schulenglisch und den Bildern alles so schnell wie möglich finden und kaufen. Von Vorteil ist, dass ich durch meine Tätigkeit viele verschiedene Menschen kennenlerne. Ich kann von diesen Erfahrungen sicherlich auch in meiner ursprünglichen Verwendung im Sozialdienst zehren.

Das vermisse ich hier am meisten.

Ich vermisse hier im Einsatz am meisten meinen Sohn und meine Frau. Natürlich auch den Rest meiner Familie und meine Freunde. Ich freue mich darauf, sie alle bald wieder zu sehen zu können.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße.

In der verbleibenden Zeit hier in Jordanien möchte ich weiterhin meine Arbeit nach bestem Wissen und Gewissen machen. Bis dahin hoffe ich, dass meine Kameraden und ich den Einsatz heil und gesund beenden werden.
Nach dem Einsatz freue ich mich darauf, intensiv Zeit mit meiner Familie verbringen zu können. Ich möchte gerne meine Familie, meine Kolleginnen und Kollegen in meiner Dienststelle und natürlich alle anderen Kameraden grüßen. Besonders grüße ich alle die, die mich persönlich kennen.


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Stand vom: 12.12.17 | Autor: Dede m. Ö.


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