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Ich bin iM EINsatz: „Wir sind eine große Familie.“

Koulikoro, 11.04.2016.


Von Afrika bis zum Kosovo, auf zwei Weltmeeren und in Afghanistan: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten unsere Soldaten täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Mein Einsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

„Camp Major“ Lars F. bei der Durchführung einer Feueralarmübung
„Camp Major“ Lars F. bei der Durchführung einer Feueralarmübung (Quelle: Bundeswehr/PAO EUTM Mali)Größere Abbildung anzeigen

Mein Name ist Stabsfeldwebel Lars F., ich bin 45 Jahre alt, im 24. Dienstjahr und als Kompanietruppführer in der Deutsch-Französischen Brigade eingesetzt. Der jetzige Einsatz bei EUTM Mali ist mittlerweile mein fünfter.

Das ist meine Aufgabe im Einsatz.

Der 45-Jährige hat im KTC ein breites Aufgabenfeld zu meistern
Der 45-Jährige hat im KTC ein breites Aufgabenfeld zu meistern (Quelle: Bundeswehr/PAO EUTM Mali)Größere Abbildung anzeigen

Einfach beschrieben bin ich im KTC („Koulikoro Training Center“) der Kasernenfeldwebel – mit Nebenaufgaben der besonderen Art. International auch als Quartiermeister beschrieben, ist die genaue Bezeichnung meines Dienstpostens „Camp Major“.

Der Aufgabenbereich ist sehr vielfältig, ich gebe hier mal nur eine kleine Auswahl wieder: In erster Linie bin ich die rechte Hand des Kommandeurs in allen Belangen rund um das Camp. Dazu gehört vor allem, dass die Sicherheit innerhalb des Lagers aufrechterhalten wird. Wir sprechen hier von der inneren Lagersicherheit mit dem Objektschutz (englisch: „Force Protection“), bis hin zum Verhalten bei Feueralarm und der Brandbekämpfung. Außerdem bin ich für die geregelten Abläufe des täglichen Lebens im Camp zuständig. Bei 600 internationalen und den malischen Soldaten, die im KTC untergebracht sind, ist das nicht immer eine leichte Aufgabe.
Ich bilde zusammen mit dem Camp Commander das Verbindungselement zur malischen Armee. Dabei gilt es mit dem malischen „Camp Major“ all die Dinge abzusprechen, die von Bedeutung sind. So habe ich zum Beispiel alle Hubschrauberlandungen anzumelden oder spreche mit dem Schulkommandeur der malischen Offizierschule die Besuche im KTC ab.

Eine ganz besondere Aufgabe ist die Planung des sogenannten „Cohesion BBQ“. Diese Veranstaltung dient einmal im Monat als Kommunikationsplattform für die Soldaten aus 26 Nationen bei Grillfleisch, einem Bier und guter Musik. In diesem Umfeld lassen sich oft viele kleine Dinge klären und absprechen, die für den Alltag im Einsatz und im Camp wichtig und hilfreich sind.

Das macht meine Tätigkeit hier besonders.

„Mein Plan ist es, weiter hochmotiviert die Aufgaben wahrzunehmen.“
„Mein Plan ist es, weiter hochmotiviert die Aufgaben wahrzunehmen.“ (Quelle: Bundeswehr/PAO EUTM Mali)Größere Abbildung anzeigen

Meine persönliche Motivation ist es, jeden Tag vor neuen Herausforderungen zu stehen, sie zu meistern und in zufriedene und lachende Gesichter sehen zu können, wenn ich eine Lösung finden konnte.
Besonders stolz bin ich auf die Zusammenarbeit im internationalen Umfeld hier im KTC. Trotz mancher Sprachbarrieren herrscht eine gute Stimmung. Da erwähne ich auch gerne die Worte meines Kommandeurs: „Wir sind eine große Familie und das macht das Miteinander und Füreinander hier im Besonderen aus.“

Vor allem freut es mich, dass ich hier zu etwas ganz Großem gehören darf. Alle Mädels und Jungs machen einen richtig guten Job – sei es in der Sanitätseinsatzkompanie, im Bereich der Ausbilder oder der Unterstützer, die uns viele Dinge im Lagerleben vereinfachen. Nicht zu vergessen die Soldaten der Force Protection, die uns Tag und Nacht sichern.

Das vermisse ich hier am meisten.

Besonders vermisse ich natürlich meine Familie. Ich freue mich schon jetzt auf das Wiedersehen zu Hause und die erste große Familienfeier. Natürlich denke ich auch an die Kameraden zu Hause, die nun die Aufgaben der Soldaten zusätzlich übernehmen, die im Einsatz gebunden sind – Ihr seid unsere Helden in der Heimat.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße.

Mein Plan ist es, weiterhin hochmotiviert meine Aufgaben bis zum Einsatzende wahrzunehmen. Die Truppe hier macht mir dieses Vorhaben auch recht leicht. Ich wünsche mir, dass die Ausbildungsmission im nun 9. Deutschen Einsatzkontingent ein voller Erfolg wird und wir uns an die vorherigen Leistungen anschließen können, mit neuem Elan und motivierten Soldaten. Besondere Grüße richte ich an meine Kameraden aus der Stabskompanie und den Standort Müllheim. Ich freue mich, Euch bald wiederzusehen und wieder ein Teil von Euch zu sein.
Des Weiteren grüße ich alle Fans des SC Freiburg. Ich freue mich bald wieder mit Euch im Stadion zu stehen und unseren Club zu unterstützen. Ganz besonders grüße ich die Mitglieder der Klemmbach-Hexen in Müllheim, deren 1. Vorstand ich nun bin. Da freue ich mich schon auf die erste gemeinsame Veranstaltung mit Euch – haltet durch.


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Stand vom: 12.12.17 | Autor: Lars F.


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