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Ich bin iM EINsatz: Der (Ab-) Schlepper

Incirlik, 10.11.2016.


Von Afrika bis zum Kosovo, auf zwei Weltmeeren und in Afghanistan: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten unsere Soldaten täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Mein Einsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Abschlepp-Profi – Philipp S. mit seinem Arbeitsgerät
Abschlepp-Profi – Philipp S. mit seinem Arbeitsgerät (Quelle: Bundeswehr/PAO DEU EinsKtgt Counter Daesh)Größere Abbildung anzeigen

Ich bin Stabsunteroffizier Philipp S. und einer von zwei deutschen Schlepperfahrern auf der Incirlik Air Base. In der Mission „Counter Daesh“ schleppe ich die Tornados und Bodendienstgeräte. In Deutschland bin ich als Transportunteroffizier im Taktischen Luftwaffengeschwader 33 im rheinland-pfälzischen Büchel tätig.

Das ist meine Aufgabe im Einsatz.

Ein Tornado am Haken
Ein Tornado am Haken (Quelle: Bundeswehr/PAO DEU EinsKtgt Counter Daesh)Größere Abbildung anzeigen

Im Gegensatz zu meiner Tätigkeit in Deutschland bin ich hier mit einem weiteren Kameraden dafür verantwortlich, dass die Tornados rechtzeitig von den Luftfahrzeughallen auf die Flugbetriebsfläche geschleppt werden, damit die Warte und Techniker pünktlich ihre Vorflugkontrollen oder Instandsetzungen durchführen können. Wir arbeiten im Schichtbetrieb, da vor, während und nach den Flügen an den Tornados gearbeitet wird. Es kommt daher nicht selten vor, dass wir von morgens bis abends beschäftigt sind.

Das macht meine Tätigkeit hier besonders.

Stabsunteroffizier Philipp S. ist einer von zwei deutschen Schlepperfahrern auf der Incirlik Air Base
Stabsunteroffizier Philipp S. ist einer von zwei deutschen Schlepperfahrern auf der Incirlik Air Base (Quelle: Bundeswehr/PAO DEU EinsKtgt Counter Daesh)Größere Abbildung anzeigen

Das Schleppen der Luftfahrzeuge ist eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe. Ich muss sowohl auf die Geschwindigkeit des Schleppzuges achten, als auch Kontakt zum sogenannten „Bremser“ im Luftfahrzeug halten.

Wir haben jedoch nicht nur Tornados an der Stange. Auch Bodendienstgeräte, wie Aggregate oder die Selbstschutzanlagen der Tornados müssen geschleppt werden.

Nach Wartung und Instandsetzung geht’s für den Tornado zurück in die Halle
Nach Wartung und Instandsetzung geht’s für den Tornado zurück in die Halle (Quelle: Bundeswehr/PAO DEU EinsKtgt Counter Daesh)Größere Abbildung anzeigen

Die Besonderheit hier in Incirlik ist, dass nicht nur das der Funkkontakt zum Tower auf Englisch läuft, sondern auch in den Hallen wo unsere Luftfahrzeuge stehen, multinational gearbeitet wird.

Das vermisse ich hier am meisten.

Am meisten vermisse ich meine Frau und mein Kind. Ich bin aber froh, dass sie Verständnis für meine Arbeit und die dazugehörigen Einsätze haben. Ich freue mich schon sehr darauf, sie in ein paar Wochen endlich wiederzusehen. Neben meiner Familie und Freunden fehlt mir auch das deutsche Essen.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße.

Grüßen möchte ich meine Familie und Freunden in der Heimat. Allen Kameraden in den Einsatzgebieten wünsche ich, dass sie gesund nach Hause kommen.


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Stand vom: 12.12.17 | Autor: Philipp S.


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