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Ich bin iM EINsatz: „Freude aufs Wiedersehen“

In See, 19.09.2014.


Von Afrika bis zum Kosovo, auf zwei Weltmeeren und in Afghanistan: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten deutsche Soldaten täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Mein Einsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Julia H. kümmert sich im Funkraum der „Berlin“ um die Kommunikation
Julia H. kümmert sich im Funkraum der „Berlin“ um die Kommunikation (Quelle: Bundeswehr/PAO EGV Berlin)Größere Abbildung anzeigen

Mein Name ist Obergefreiter Julia H. und ich bin 19 Jahre alt. Auf dem Einsatzgruppenversorger „Berlin“ leiste ich als Fernmeldesoldatin meinen freiwilligen Wehrdienst. Ich habe mich zunächst für 21 Monate verpflichtet und freue mich, dass ich in dieser Zeit auch an der EU-Operation „Atalanta“ teilnehmen kann.

Das ist meine Aufgabe im Einsatz.

Das Herstellen der Funkverbindung zu anderen Schiffen  gehört ebenfalls zu ihren Aufgaben
Das Herstellen der Funkverbindung zu anderen Schiffen gehört ebenfalls zu ihren Aufgaben (Quelle: Bundeswehr/PAO EGV Berlin)Größere Abbildung anzeigen

Wir im Funkraum kümmern uns um die gesamte Kommunikation im und außerhalb des Schiffes. Daher muss dieser Raum auch 24 Stunden und 7 Tage in der Woche besetzt sein. Hauptsächlich bearbeite und verschicke ich Fernschreiben. Dies sind speziell verschlüsselte Texte, die nach einem besonderen Muster aufgebaut sind. Zusätzlich kümmere ich mich um die Verteilung dienstlicher E-Mails an die Besatzung sowie um das Annehmen und Übermitteln von Telefongesprächen.

Das macht meine Tätigkeit hier besonders.

Ich trage meinen Teil dazu bei, dass die gesamte dienstliche Kommunikation von und nach Deutschland möglich ist. Dies beinhaltet auch die Betreuungskommunikation für unsere Besatzungsangehörigen. Darin liegt auch meine Motivation, denn auch ich freue mich über jedes Telefonat mit Daheim. Eine Besonderheit meiner Tätigkeit ist der Blumengruß. Unsere Soldaten können die Grüße bei uns aufgeben und ihren Angehörigen aus der Ferne so eine kleine Freude machen.

Das vermisse ich hier am meisten.

Ich vermisse meine Familie, meinen Freund und meine ganzen Freunde. Es ist schön, etwas von der Welt zu sehen und im Rahmen des Einsatzes auch mal ein fremdes Land bei einem Hafenaufenthalt kennenzulernen. Aber ich vermisse auch Deutschland sehr. Ich bin gerne Daheim und freue mich schon auf den Tag, an dem ich meine Lieben wieder in die Arme schließen kann.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße.

Für die restliche Zeit des Einsatzes wünsche ich mir, dass das gute Arbeitsklima im Team sowie das tolle Verhältnis zu meinen Kameraden bestehen bleibt. Nach dem Einsatz möchte ich erst einmal viel Zeit mit meiner Familie verbringen. Danach werde ich mich auf meine Bewerbung für das Medizinstudium bei der Bundeswehr konzentrieren, um dann hoffentlich in ein paar Jahren als Arzt wieder zur See fahren zu können. Ich möchte alle grüßen, die zu Hause sind und sich über eine E-Mail oder einen Anruf von mir freuen. Ich kann es kaum erwarten, Euch in Wilhelmshaven auf der Pier stehen zu sehen und euch dann in die Arme zu schließen. Ihr fehlt mir ganz arg.


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Stand vom: 08.01.18 | Autor: Julia H.


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