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Ich bin iM EINsatz: Im Austausch mit der Bevölkerung

Bamako, 21.04.2016.


Von Afrika bis zum Kosovo, auf zwei Weltmeeren und in Afghanistan: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten unsere Soldaten täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Mein Einsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Hauptmann Rachid E. ist als Sprachmittler für ein Team der EUTM in Mali tätig
Hauptmann Rachid E. ist als Sprachmittler für ein Team der EUTM in Mali tätig (Quelle: Bundeswehr/PAO EUTM Mali)Größere Abbildung anzeigen

Mein Name ist Rachid E., ich komme ursprünglich aus Casablanca in Marokko, wo ich zwei Studien (Germanistik und Übersetzungswissenschaften) erfolgreich absolviert habe. 2009 habe ich an der Universität Leipzig das Studium zum Master of Arts Konferenzdolmetschen Arabisch abgeschlossen. Seit 2008 bin ich vereidigter Dolmetscher und Übersetzer. Beim Bundessprachenamt in Hürth bin ich seit 2014 als Übersetzer für Arabisch und Französisch tätig. Der derzeitige Einsatz bei EUTM Mali ist mein dritter.

Das ist meine Aufgabe im Einsatz.

Mit kleinen Gesten Vertrauen schaffen und gleichzeitig den Schwerpunkt der Mission vermitteln
Mit kleinen Gesten Vertrauen schaffen und gleichzeitig den Schwerpunkt der Mission vermitteln (Quelle: Bundeswehr/Patrick Köhler)Größere Abbildung anzeigen

Ich bin als Sprachmittler für Französisch für ein Verbindungsteam eingesetzt. Das Team versteht sich als eine Schnittstelle zwischen der Mission und der einheimischen Bevölkerung und den Behörden. Wir sind ein kleines Team und versuchen durch unsere Arbeit das Vertrauen der Malier uns gegenüber zu stärken und der Bevölkerung den Schwerpunkt unserer Mission zu vermitteln.
Mir persönlich bereitet jedes Treffen mit Einheimischen große Freude. Die Malier sind ein sehr nettes, offenes und gastfreundliches Volk. Ich freue mich ebenso über jeden Kontakt mit der Bevölkerung und jedes Gläschen Tee, das uns bei fast jedem Treffen angeboten wird.

Das macht meine Tätigkeit hier besonders.

Der direkte Kontakt mit der Bevölkerung stellt für Rachid E. eine Bereicherung dar
Der direkte Kontakt mit der Bevölkerung stellt für Rachid E. eine Bereicherung dar (Quelle: Bundeswehr/PAO EUTM Mali)Größere Abbildung anzeigen

Ich bin ständig unterwegs und treffe dabei Malier mit unterschiedlichen Hintergründen. Diesen direkten Kontakt betrachte ich persönlich als eine Bereicherung. Durch meine Tätigkeit konnte ich viele Dinge über die Kultur und die Sprache(n) des Landes erfahren. Interessant ist ebenso zu erwähnen, dass Mali als ein Symbol für Toleranz gegenüber anderen Religionen bezeichnet werden kann. Neben den muslimischen Feiertagen werden auch die christlichen offiziell gefeiert. Die Mehrheit der Malier (circa 90 Prozent) sind Muslime, mit nur rund 5 Prozent stellt die christliche Gemeinde eine klare Minderheit dar.

Das vermisse ich hier am meisten.

Ich vermisse meine Familie, meine Freunde und meine neue Heimatstadt Leipzig.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße.

Ich möchte gerne neue Herausforderungen annehmen und wünsche mir, dass all unsere Soldaten kerngesund in die Heimat zurückkehren. Ich hoffe, dass zeitnah weltweit Frieden herrscht.


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Stand vom: 12.12.17 | Autor: Rachid E.


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