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Ich bin iM EINsatz: "Dem Südsudan wünsche ich beständigen Frieden"

Südsudan, 19.05.2014, Bundeswehr.


Von Afrika bis zum Kosovo, auf zwei Weltmeeren und in Afghanistan: In den Einsatzgebieten leisten deutsche Soldaten täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Mein Einsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Als Berater im Südsudan: Major Bernd S.
Als Berater im Südsudan: Major Bernd S. (Quelle: Bundeswehr/)Größere Abbildung anzeigen

Ich bin Major Bernd S., ich bin 46 Jahre alt, verheiratet und habe zwei Kinder. Ich bin seit 1987 bei der Bundeswehr und wurde in dieser Zeit in den verschiedensten Verwendungen eingesetzt. Zurzeit bekleide ich in Deutschland den Dienstposten als S3-Stabsoffizier im Führungsunterstützungsbataillon 282 in Kastellaun. Vor diesem Einsatz bei UNMISS war ich bereits schon 2007 im Rahmen der Vereinten Nationen unterwegs, damals noch im Süden des Sudan, der mittlerweile ein selbstständiges Land ist.

Das ist meine Aufgabe im Einsatz.

Letzter Check vor dem Patrouillenflug
Letzter Check vor dem Patrouillenflug (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Meine Tätigkeiten als Military Liasion Officer (MLO, Verbindungsoffizier) sind sehr vielfältig. Dazu gehören beispielsweise die Verbindungsaufnahmen mit dem vor Ort ansässigen Militär, Patrouillen zu Land, zu Luft und auf dem Wasser sowie Konferenzen mit den Kommandeuren.

Die Leitung und Begleitung von Konvois stehen ebenfalls regelmäßig auf der Tagesordnung. Des Weiteren stehe ich als militärischer Ansprechpartner / Berater für den zivilen Arm dieser Mission und als Berater für andere zivile Hilfsorganisationen zur Verfügung.

Ich arbeite und lebe hier in einem internationalen Umfeld, mit Soldaten und Mitarbeitern aus derzeit mehr als 20 Nationen und den unterschiedlichsten Regionen der Welt zusammen. Es ist nicht immer einfach, die Mentalitäten, Bräuche und Arbeitsweisen zu verstehen und unter einen „Hut“ zu bringen. Aber mit Geduld, Einfühlungsvermögen und vor allem Spaß an der Arbeit klappt es dann doch....

Das macht meine Tätigkeit hier besonders.

Die internationale Teamarbeit schweißt zusammen
Die internationale Teamarbeit schweißt zusammen (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Für mich ist diese Tätigkeit hier etwas Besonderes. Die Zusammenarbeit mit so vielen Nationen unter dem „Schirm“ der Vereinten Nationen zum Schutze der Zivilbevölkerung ist ein guter Beitrag für den Frieden in diesem Land. Das ist eine tolle Erfahrung, die mich auch persönlich weiterbringt. Ich habe tolle Menschen unterschiedlichster Kulturen kennenlernen dürfen, mit denen ich jederzeit überall hin in einen Einsatz gehen würde. Die Teamarbeit hier schweißt wirklich zusammen. Ich bin froh, diese Mission begleiten zu dürfen.

Spontane Begegnung mit Sean Penn (US-Schauspieler und Oskar-Preisträger)
Spontane Begegnung mit Sean Penn (US-Schauspieler und Oskar-Preisträger) (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Eine kleine Besonderheit war zuletzt das spontane Zusammentreffen mit dem US-amerikanischen Schauspieler Sean Penn hier im Land. Der zweifache Oscar-Gewinner war gerade auf der Suche nach einem geeigneten Drehort im Land und schloss sich einem unserer Konvois an. In seinem Spielfilm will er Kinder im Südsudan in den Mittelpunkt stellen, die ihre Eltern im Bürgerkrieg verloren haben. Es war eine kurze aber beeindruckende Begegnung mit dem engagierten Schauspieler, die man so schnell nicht vergisst.

Das vermisse ich hier am meisten.

Am meisten vermisse ich natürlich meine Familie. Es gibt zwar die Möglichkeit fast täglich zu telefonieren, aber es ist doch was anderes, die Lieben zu Hause in den Arm nehmen zu können.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße.

Ich wünsche mir weiterhin eine spannende und kurzweilige Zeit hier und ich möchte so viel wie möglich mit den Menschen im Land in Kontakt treten. Dem Südsudan wünsche ich endlich einen beständigen Frieden, damit dieses eigentlich „reiche“ Land im Herzen Afrikas eine gesicherte Zukunft hat.


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Stand vom: 08.01.18 | Autor: Bernd S.


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