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Ich bin iM EINsatz: Als Zweiter Decksmeister auf der „Augsburg“

In See, 25.02.2016.


Von Afrika bis zum Kosovo, auf zwei Weltmeeren und in Afghanistan: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten unsere Soldaten täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Mein Einsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Oberbootsmann Thomas N., Zweiter Decksmeister auf der „Augsburg“, hier bei der Materialüberprüfung
Oberbootsmann Thomas N., Zweiter Decksmeister auf der „Augsburg“, hier bei der Materialüberprüfung (Quelle: Bundeswehr/PAO Fregatte Augsburg)Größere Abbildung anzeigen

Ich bin Thomas N. und an Bord der „Augsburg“ als 2. Decksmeister eingesetzt. Ich bin 2008 in die Bundeswehr eingetreten. Zunächst war ich Decksmaat auf dem Tender „Rhein“ und war dort zwei Mal im UNIFIL-Einsatz. Schließlich entschied ich mich dazu, meinen lange gehegten Traum zu verwirklichen und bewarb mich für die Bootsmannslaufbahn. Nach dem absolvierten Lehrgangsmarathon wurde ich schließlich auf die „Wilde 13“ versetzt.

Das ist meine Aufgabe im Einsatz.

Seeversorgungsmanöver – hier bei Nacht – zählen zu den seemännischen Aufgaben an Bord
Seeversorgungsmanöver – hier bei Nacht – zählen zu den seemännischen Aufgaben an Bord (Quelle: Bundeswehr/PAO Fregatte Augsburg)Größere Abbildung anzeigen

Als Decksmeister bin ich an Bord für verschiedene Dinge verantwortlich. Mir ist der Decksabschnitt unterstellt und ich überwache die Durchführung anstehender Instandhaltungen im Oberdecksbereich. Hierzu zählen in erster Linie der Korrosionsschutz und die Sauberkeit meines Bereiches. Mein Decksabschnitt ist ebenfalls für die Durchführung aller seemännischen Manöver (Seeversorgungsmanöver, An- und Ablegen im Hafen oder das Ankern) der Fregatte zuständig. Hierbei überwache ich die fehlerfreie Durchführung.

Außerdem unterstütze ich den Decksoffizier bei der Durchführung des Dienstes im Abschnitt. Ich erledige dabei einen Großteil der administrativen Tätigkeiten, führe unter anderem die Urlaubskartei und das Krankenmeldebuch.

Decksmeister und im Hauptabschnitt 100 tätig zu sein, ist kein Job für Jedermann. Man sollte auf jeden Soldaten ganz individuell eingehen können, immer ein offenes Ohr haben, stets mit Rat und Tat zur Seite stehen und Probleme auf schnellstem und bestem Wege lösen. Dabei ist der direkte Kontakt zum Menschen sehr wichtig. Das ist auch der Grund dafür, dass ich meinen Job so liebe.

Das macht meine Tätigkeit hier besonders.

Die „Augsburg“ und die „Charles de Gaulle“ im Persischen Golf
Die „Augsburg“ und die „Charles de Gaulle“ im Persischen Golf (Quelle: Bundeswehr/PAO Fregatte Augsburg)Größere Abbildung anzeigen

Mit meinen Aufgaben ist große Verantwortung verbunden. Jeder noch so kleine Fehler kann eine große Gefahr für die Menschen an Bord darstellen. Es ist elementar wichtig, sich selbst ständig weiterzubilden und das erworbene Wissen auch an seinen unterstellten Bereich weiterzugeben.

Die Tätigkeiten bei den seemännischen Manövern erfordern immer wieder Konzentration und Aufmerksamkeit. Das ist nicht immer leicht. Es macht mich stolz, dass ich mit einer solchen Verantwortung betraut wurde, denn ein Schiff kann ohne Kraftstoff oder einen intakten Schiffskörper nicht zur See fahren. Ich habe das Gefühl, dass ich auf diese Weise meinen Beitrag dazu leisten kann, den besonderen Spirit der „Wilden 13“ hoch zu halten.

Das vermisse ich hier am meisten.

Trotz der ganzen Aufgaben denkt man natürlich ständig an die Familie und die Freunde zu Hause – das ist ganz klar. Aber jeder, der sich mit seinem Job an Bord identifizieren kann, meistert diese Hürde ohne Probleme und freut sich auf die Heimkehr und das Wiedersehen.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und grüße.

Ich wünsche mir, dass ich dem Verband noch viele Manöver unfallfrei liefern kann und gesund und munter heimkehre. Ich grüße meine Familie, meine Freunde und alle, die ich kenne ganz lieb und freue mich auf das Wiedersehen. Des Weiteren grüße ich ganz herzlich mein „11er-Team“ auf der „Augsburg“, dabei besonders Dennis K. und Stabsbootsmann Marc F. aus der Marinetechnikschule. Ohne Euch würde ich definitiv nicht da stehen, wo ich jetzt bin. Ich danke Euch für alles. Lasst es Euch gut gehen und passt auf Euch auf.


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Stand vom: 12.12.17 | Autor: Thomas N.


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