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Ich bin iM EINsatz: Aus Friesland nach Nordmali

Gao, 22.03.2017.


Von Afrika bis zum Kosovo, auf zwei Weltmeeren und in Afghanistan: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten unsere Soldaten täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Mein Einsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Hauptgefreiter Jens M. ist in Gao Teil der Force Protection
Hauptgefreiter Jens M. ist in Gao Teil der Force Protection (Quelle: Bundeswehr/PAO MINUSMA)Größere Abbildung anzeigen

Mein Name ist Hauptgefreiter Jens M., ich bin gelernter Bürokaufmann und 25 Jahre alt. Meine militärische Heimat ist das Objektschutzregiment der Luftwaffe "Friesland" in Schortens. Hier bei MINUSMA, dem UN-Einsatz im Norden Malis, bin ich in der Force Protection – der Objektschutzkompanie – eingesetzt.

Das ist meine Aufgabe im Einsatz.

Auf Patrouille: Jens und ein Kamerad der Objektschutzkompanie im Norden Malis
Auf Patrouille: Jens und ein Kamerad der Objektschutzkompanie im Norden Malis (Quelle: Bundeswehr/PAO MINUSMA)Größere Abbildung anzeigen

Die Force Protection ist für die Sicherheit des Feldlagers und des angrenzenden Flughafens zuständig. Wir betreiben die Wachtürme, sichern die Hauptzufahrt zum Camp Castor und führen Patrouillen durch. Darüber hinaus sprechen wir mit Einheimischen zur Gewinnung von Informationen und stellen zudem Soldaten, die in ständiger Bereitschaft sind und bei besonderen Vorkommnissen innerhalb kürzester Zeit eingesetzt werden können. Unser Hauptauftrag ist es, die Einflugsektoren deutscher Luftfahrzeuge bei Tag und Nacht zu sichern. Dabei soll ein möglicher Beschuss der Luftfahrzeuge verhindert werden. Durch die Vielseitigkeit der Aufgaben habe ich einen abwechslungsreichen Auftrag, aber auch einen unberechenbaren Tagesablauf. Planbare freie Zeit gibt es dabei kaum.

Als Melder bin ich auf den Umgang mit verschiedenen Funkgeräten spezialisiert, mit denen ich die Verbindung zur Operationszentrale halte. Meist trage ich dazu eines der Geräte in meinem Rucksack. Dabei muss ich Routinemeldungen, oder dringliche Ereignisse melden, die beispielsweise einen Bergetrupp oder Unterstützung aus der Luft erfordern.

Das macht meine Tätigkeit hier besonders.

Auf dem Wachturm: Die Force Protection sichert auch das Camp Castor
Auf dem Wachturm: Die Force Protection sichert auch das Camp Castor (Quelle: Bundeswehr/PAO MINUSMA)Größere Abbildung anzeigen

Durch unsere Tätigkeit stellen wir einen reibungslosen Arbeitsablauf und Flugbetrieb im Feldlager sicher. Dabei arbeiten wir auch oft mit internationalen Kräften zusammen.

Das vermisse ich hier am meisten.

Am meisten vermisse ich die Privatsphäre und die innere Ruhe. Die Nächte der Force Protection sind oft kurz und unregelmäßige Ruhezeiten sind über den Tag verteilt. Dazu kommt die ständige Bereitschaftsphase, die einen stetigen Stress verursacht.
Neben einem kalten Hefeweizen freue ich mich darauf, zu Hause ins Bett gehen zu können, ohne den Wecker stellen zu müssen.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße.

Nach diesem fordernden Einsatz am Rande der Sahara, möchte ich einen ausgedehnten Winterurlaub im Norden Schwedens machen. Dabei wird mich mein bester Kamerad M., der hier alle Entbehrungen mit mir teilte und zu einem guten Freund geworden ist, begleiten.


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Stand vom: 12.12.17 | Autor: Jens M.


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