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Ich bin iM EINsatz: Der Mann fürs Schwere

Gao, 29.04.2016.


Von Afrika bis zum Kosovo, auf zwei Weltmeeren und in Afghanistan: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten unsere Soldaten täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Mein Einsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Stabsunteroffizier Michael C. ist einer der ersten deutschen Soldaten bei MINUSMA in Gao
Stabsunteroffizier Michael C. ist einer der ersten deutschen Soldaten bei MINUSMA in Gao (Quelle: Bundeswehr/PAO DEU EinsKtgt MINUSMA)Größere Abbildung anzeigen

Ich bin Stabsunteroffizier Michael C. (29) und in Gao als Kranbediener in der Pioniermaschinengruppe eingesetzt. Und so bin ich immer dann am Drücker, wenn Material auf-, um- oder abgeladen werden muss. Das fängt bei Paletten an und hört bei Containern und Wohnmodulen auf.

Das ist meine Aufgabe im Einsatz.

Das Team der Kranbediener – Michael C. (r.) und Frank W. – hat mit dem Aufbau der Unterkünfte gerade alle Hände voll zu tun
Das Team der Kranbediener – Michael C. (r.) und Frank W. – hat mit dem Aufbau der Unterkünfte gerade alle Hände voll zu tun (Quelle: Bundeswehr/PAO DEU EinsKtgt MINUSMA)Größere Abbildung anzeigen

Momentan bewege ich mit dem Kran fast ausschließlich die Container, aus denen in den kommenden Wochen geschützte Wohnmodule entstehen werden. Oder den Waschcontainer „San 30“, der später einmal das Badezimmer für bis zu 30 deutsche Soldaten sein wird. Wenn ich mal nicht auf dem Kran sitze und etwas Luft habe, helfe ich bei der Materialsortierung und -aufnahme aus.

Das macht meine Tätigkeit hier besonders.

Der Arbeitsplatz des Kranbedieners
Der Arbeitsplatz des Kranbedieners (Quelle: Bundeswehr/PAO DEU EinsKtgt MINUSMA)Größere Abbildung anzeigen

Hier mache ich tagtäglich das, wofür ich ausgebildet wurde. Das ist eigentlich der größte Unterschied zum Dienst zu Hause. Dort bin ich auch Kranbediener, allerdings habe ich dort nie so viele Aufträge dieser Art und in einem solchen Umfang.
Zusätzlich kann ich hier in Mali viel selbstständiger arbeiten. Das heißt, ich bin gemeinsam mit einem weiteren Stabsunteroffizier für den Kran verantwortlich und wir machen unsere Diensteinteilung in eigener Verantwortung. Das klappt super und ich finde dieses Vertrauen in unsere Arbeit echt bemerkenswert.

Das vermisse ich hier am meisten.

Also, an erster Stelle vermisse ich meine Familie, meine Freundin, ist ja klar. Doch hier im Camp vermisse ich noch nicht so viel. Wobei, vernünftig waschen, mal wieder richtig lange und ausgiebig duschen, das wäre super. Durch den ganzen roten Staub wird man nie richtig sauber oder staubt innerhalb von wenigen Minuten wieder ein, gerade wenn man – so wie wir – immer wieder draußen arbeitet.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße.

Ich wünsche mir, dass meine Kameraden und ich gesund zurück nach Hause kommen. Und dass ich meinen Auftrag hier so gut wie nur irgend möglich erfülle. Wen ich grüße? Natürlich meine Freundin, die Freunde und meine Familie. Und den Fußballklub DJK im Norden Deutschlands sowie Stabsunteroffizier Frank W., meinen Kranbediener-Partner hier im Einsatz.


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Stand vom: 12.12.17 | Autor: Michael C.


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