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Berater beim stellvertretenden Verteidigungsminister Afghanistans

Kabul, 30.08.2017.

Berater des stellvertretenden Verteidigungsministers zu sein, ist eine verantwortungsvolle Spitzenaufgabe, die Oberst Martin O. wahrnimmt. Mit Verantwortung und Akribie unterstützt er den ranghohen Politiker nach Kräften und beschreibt ihn so: „Er ist ein wirklich beeindruckender Mann. Mit 32 Jahren hat er es zum stellvertretenden Verteidigungsminister von Afghanistan geschafft!“ Wie unterstützt Oberst O. den Politiker? Und kann er Beiträge für eine erfolgreiche Sicherheitspolitik geben?

Das Rüstzeug des Beraters

Bei der morgendlichen Besprechung geht es um die Personalplanung im Verteidigungsministerium. Diese wird aktuell neu strukturiert

Bei der morgendlichen Besprechung geht es um die Personalplanung im Verteidigungsministerium. Diese wird aktuell neu strukturiert (Quelle: Bundeswehr/PAO NCO)Größere Abbildung anzeigen

Oberst Martin O. bringt reichlich Erfahrung, breites Fach- und Führungswissen für seine beratende Tätigkeit mit. In Deutschland ist er Gruppenleiter für die Einsatzplanung im Kommando Informationstechnik der Bundeswehr. Nach eigener Einschätzung kann er unter anderem aus der Tätigkeit als Referent für die Führungssysteme der Luftwaffe Erfahrungen für seine heutige Tätigkeit ableiten. Jetzt ist er mit seiner Qualifikation gefragt und bringt sich gerne ein. Sein mittlerweile dritter Afghanistan-Einsatz ist es und ein halbes Jahr lang stellt er sich Tag für Tag den Anforderungen des stellvertretenden Ministers, arbeitet zu und recherchiert proaktiv.

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Vertrauen und gegenseitiger Respekt

Vertrauliche Zusammenarbeit: Oberst Martin O. und der Stellvertretende Verteidigungsminister Tamim Asey

Vertrauliche Zusammenarbeit: Oberst Martin O. und der Stellvertretende Verteidigungsminister Tamim Asey (Quelle: Bundeswehr/PAO NCO)Größere Abbildung anzeigen

„Ich habe mittlerweile ein sehr gutes Vertrauensverhältnis zu Mister Asey aufgebaut“, so nennt Martin O. respektvoll den afghanischen Spitzenpolitiker. Die beiden arbeiten eng zusammen, sehen sich täglich bis auf den afghanischen Wochenfeiertag, der hier auf den Freitag fällt.

Nicht einmal drei Kilometer Entfernung trennen den Arbeitsplatz des stellvertretenden Verteidigungsministers von der Unterkunft seines deutschen Beraters. Doch der Aufwand für ein Treffen der beiden Männer ist groß. „Natürlich spielt der Sicherheitsfaktor hier in diesem Land eine große Rolle und das kostet Zeit. Wir sind hier schließlich an einem Ort, an dem Krieg herrscht“, rückt der Oberst die Vorstellungen davon zurecht, was man von kurzen Wegen erwarten könnte.

Dennoch ist Martin O. mit Leib und Seele bei seinem Auftrag. Das spürt man gleich in den ersten Minuten, wenn er über Tamim Asey spricht. „Dieser Mann hat eine beeindruckende Karriere hinter sich: Er hat vier Studienabschlüsse, alleine einen an der Columbia University-School of International and Public Affairs“, berichtet Martin O. mit stolzer Miene.

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Ein kleiner Beitrag zur Unterstützung Afghanistans

Generalmajor Gharib ist die rechte Hand von Tamim Asey. Durch seine guten Deutschkenntnisse ist beim Beraten durch Martin O. fast kein Übersetzer mehr nötig

Generalmajor Gharib ist die rechte Hand von Tamim Asey. Durch seine guten Deutschkenntnisse ist beim Beraten durch Martin O. fast kein Übersetzer mehr nötig (Quelle: Bundeswehr/PAO NCO)Größere Abbildung anzeigen

Deutsche Soldaten befinden sich zur Ausbildung, Beratung und Unterstützung der afghanischen Sicherheitskräfte sowohl im ‚Train, Advise, Assist Command North‘ (TAAC-N) in Nordafghanistan, als auch in Kabul. Hier ist auch der Arbeitsplatz von Martin O. Tamim Asey beschäftigt sich in seiner Tätigkeit als stellvertretender Verteidigungsminister beispielsweise mit allen internationalen Militärangelegenheiten. Weiterhin mit der Verteidigungsplanung sowie dem Haushalts- und Budgetplan für die afghanischen Streitkräfte. Gemeinsam mit Oberst O. entwickelt er nach der täglichen Morgenbesprechung mit seinen afghanischen Generalen, neue Strategien und Pläne. Darüber hinaus widmen sie sich gemeinsam der Förderung von jungen Afghanen in den Sicherheitsorganen oder auch Ministerien ihres Landes.

Oberst Martin O. betritt fast jeden Tag das afghanische Verteidigungsministerium. Direkt im Zentrum Kabuls versieht er seinen Dienst als Berater (Advisor)

Oberst Martin O. betritt fast jeden Tag das afghanische Verteidigungsministerium. Direkt im Zentrum Kabuls versieht er seinen Dienst als Berater (Advisor) (Quelle: Bundeswehr/PAO NCO)Größere Abbildung anzeigen

Die Sicherheitslage sowie Verteidigungsaspekte werden erörtert. Neue Strategien wie beispielsweise zur gemeinsamen Arbeit mit der afghanischen Polizei und dem Militär werden entwickelt. Rundum erhält der stellvertretende Verteidigungsminister die notwendige Unterstützung von seinem deutschen Berater. Oberst Martin O. leistet so einen wichtigen Beitrag für die Arbeit des afghanischen Verteidigungsministeriums.

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Stand vom: 30.08.17 | Autor: Nicole Middeldorf


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