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Schwerer Stahlschrank in der Schwebe

Prizren, 22.11.2017.

Wer selbst schon einmal umgezogen ist der weiß, Kälte und Nässe sind nicht das ideale Wetter, um das Hab und Gut von A nach B zu bewegen. Und was für den privaten Umzug gilt, dass gilt auch für einen dienstlichen Umzug – zumal, wenn es sich um einen mehrere hundert Kilo schweren Stahlschrank handelt. So ein ungewöhnlicher Umzug bei schlechtem Wetter fand vor kurzem in der Einsatzliegenschaft der Bundeswehr im kosovarischen Prizren statt. Erschwerend hinzu kam, das schwere Umzugsgut stand im dritten Stockwerk des Stabsgebäudes.

Aller Anfang ist „schwer“, so musste ein Kran einen alten Schrank heben um Platz zu schaffen für den ungewöhnlichen Austausch

Aller Anfang ist „schwer“, so musste ein Kran einen alten Schrank heben um Platz zu schaffen für den ungewöhnlichen Austausch (Quelle: Bundeswehr/PAO DEU EinsKtgt KFOR)Größere Abbildung anzeigen

Kalt, nass und nebelig ist es an diesem Herbstmorgen im Südwesten des Kosovo. Mit laut dröhnendem Dieselmotor und leuchtend gelben Rundumleuchten nähert sich ein Bundeswehrkranwagen dem Stabsgebäude des Deutschen Einsatzkontingentes. Routiniert macht der Kranführer sein Gefährt klar für einen ungewöhnlichen Umzug. Ein mehrere hundert Kilo schwerer Stahlschrank muss aus dem dritten Stock des Stabsgebäudes gehoben und durch einen Neuen ersetzt werden.

Die Vorbereitungen für den Umzug begannen bereits am Vortag. Angehörige des Technischen Gebäudemanagements in Prizren bereiteten nicht nur den Stahlkoloss, sondern auch das Gebäude für den Umzug vor. Dazu mussten zwei Balkone abgestützt werden, um die gut 330 Kilogramm des Panzerschrankes aufzunehmen und Schäden am Gebäude zu vermeiden.

Dank der guten Planung ging dann, der Witterung zum Trotz, alles recht schnell und reibungslos. Zügig hing der alte Stahlschrank am Haken und machte Platz für ein neueres Modell.

Warum der alte Stahlschrank ausgetauscht werden musste, erläuterte Hauptfeldwebel Daniel M.: „Der alte Schrank war defekt und ließ sich schlichtweg nicht mehr öffnen. Deshalb haben wir ihn gegen einen neuen Schrank ausgetauscht.“

Die Funken fliegen beim Durchtrennen der Scharnierbolzen

Die Funken fliegen beim Durchtrennen der Scharnierbolzen (Quelle: Bundeswehr/PAO DEU EinsKtgt KFOR)Größere Abbildung anzeigen

Um an die Inhalte des Schrankes zu gelangen, musste dann noch die Bundeswehrfeuerwehr der Einsatzliegenschaft Prizren hinzu gezogen werden. Mit „schwerem Gerät“ – darunter hydraulischer Spreizer und Trennschneider – rückte sie dem ungewöhnlichen Umzugsgut zu Leibe und konnte ihn schlussendlich öffnen und für einen Umzug mit Happy End sorgen.

Nach knapp 2 Stunden war es endlich soweit, die Tür ließ erste Einblicke hoffen und schon bald war er geknackt. Die Kameraden der Liegenschaftsbrandschutzgruppe waren sichtlich erschöpft aber auch glücklich, Ihren ersten und vielleicht einzigen Tresor geknackt zu haben. Für die Männer war das ebenfalls ein nicht alltäglicher Einsatz vor dem Sie da standen. Der Inhalt des Schrankes nahm selbstverständlich keinen Schaden und konnte in den neuen Stahlschrank verbracht werden der nun an derselben Stelle wie zuvor der alte stand.

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Stand vom: 22.11.17 | Autor: PAO DEU EinsKtgt KFOR


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