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Verteidigungsministerin besucht das deutsche Einsatzkontingent im Nordirak

Erbil, 13.02.2018.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen besuchte am vergangenen Sonntag die im Irak stationierten Soldaten der Bundeswehr. Dabei informierte sie sich über den Stand der Ausbildung und den Fortschritten in den Ertüchtigungsprogrammen.

Der Kontingentführer begrüßt die Verteidigungsministerin
Der Kontingentführer begrüßt die Verteidigungsministerin (Quelle: Bundeswehr/PAO Erbil)Größere Abbildung anzeigen

Im nordirakischen Erbil machte sich Verteidigungsministerin von der Leyen ein Bild vom Einsatz der deutschen Soldatinnen und Soldaten im Rahmen der Unterstützung des Iraks. Eng verzahnt mit sieben weiteren Nationen und unter dem Dach der internationalen Koalition im Kampf gegen IS, bildet die Bundeswehr in multinationalen Trainingszentren kurdische Peschmerga aus. Deutschland steht seit Dezember 2017 in der Führungsverantwortung, die bisher halbjährlich rotierend mit Italien wahrgenommen wurde. Mit dem territorialen Sieg über den IS wurde die Ausbildung so angepasst, dass die kurdischen Peschmerga befähigt werden, langfristig und nachhaltig die erreichten Erfolge zu sichern. Im Rahmen der vielen multinationalen Akteure leistet Deutschland damit einen wichtigen Beitrag für einen stabilen und sicheren Irak. Schlagworte sind hierbei die Ausbildung von Ausbildern, Befähigung von Stäben und Führungskräften bis hin zur Beratung auf der Ebene des Ministeriums.

Die Ministerin informiert sich über die ABC Ausbildung
Die Ministerin informiert sich über die ABC Ausbildung (Quelle: Bundeswehr/PAO Erbil)Größere Abbildung anzeigen

Ursula von der Leyen besuchte dabei zunächst das Trainingszentrum M4 in der Nähe von Erbil, in welchem vorwiegend deutsche Soldatinnen und Soldaten kurdische Peschmerga mit besonderen Spezialisierungen wie Logistik, ABC-Abwehr und Sanitätsdienst ausbilden. Im Rahmen der ABC-Abwehrausbildung werden die Peschmerga befähigt, auf chemische Bedrohungen reagieren zu können. Wichtig sind dabei einerseits das Feststellen solcher Gefahren und andererseits die Fähigkeit, das Personal und Material entgiften zu können. Parallel dazu lief der „Advanced Medical Course“. Vergleichbar ist dieser Kurs mit dem Einstieg in die deutsche Rettungssanitäterausbildung. Den Höhepunkt hierbei stellte die Zertifikatsübergabe an einige Teilnehmer dar, welche von der Verteidigungsministerin persönlich vorgenommen wurde. Damit schlossen die kurdischen Kameraden die fünfwöchige Ausbildung, in der sie gelernt haben, mit den Ambulanzfahrzeugen und deren Ausrüstung umzugehen, erfolgreich ab.

Ursula von der Leyen im einem Klinikneubau
Seit mehreren Monaten beteiligt sich Deutschland am Aufbau einer Klinik im Irak (Quelle: Bundeswehr/PAO Erbil)Größere Abbildung anzeigen

Anschließend besuchte sie die Peschmerga-Klinik, welche sich seit Oktober 2017 im Aufbau befindet. Dieser erfolgt in Zusammenarbeit Deutschlands mit der Region Kurdistan. Koordiniert wird das Projekt durch die Beratergruppe des Peschmerga-Ministeriums, in welcher deutsche Stabsoffiziere dieses im Rahmen eines Reformprogrammes für die Zukunft aufstellen. Zukünftig sollen in diesem Krankenhaus verwundete und verletzte Sicherheitskräfte sowie deren Angehörige schnellst- und bestmöglich medizinisch behandelt werden. Um dauerhaft einen sicheren Betrieb zu gewährleisten, wurden auch Vertreterinnen und Vertreter des kurdischen Gesundheitsministeriums eingebunden. Dies trägt maßgeblich zur Nachhaltigkeit und Stabilität der Region bei. In ihrem Statement an der Klinik stellte sie vor allem die Bedeutung des Einsatzes im Nordirak heraus: „Es ist beeindruckend, zu sehen, welch großer Erfolg die Peschmerga-Ausbildungsmission ist“, so Ursula von der Leyen.

Erinnerungsfoto mit den Kontingentangehörigen
Erinnerungsfoto mit den Kontingentangehörigen (Quelle: Bundeswehr/PAO Erbil)Größere Abbildung anzeigen

Am Nachmittag traf Ministerin Ursula von der Leyen im multinationalen Camp Erbil ein, in welchem das deutsche Einsatzkontingent untergebracht ist. Nach der Lageeinweisung durch den Kommandeur Oberst Andreas Steinhaus richtete sie ihre Worte an das deutsche Einsatzkontingent. Dabei dankte sie den Kontingentangehörigen für ihre herausragenden Leistungen und ihr Engagement.


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Stand vom: 14.02.18 | Autor: PAO Erbil


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