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Hand in Hand – Bundeswehr-Feuerwehr unterstützt kosovarische Kameraden

Prizren, 13.12.2017.

Was sich so dramatisch anhört, ist zum Glück nur eine gemeinsame Übung der Feuerwehr Prizren mit dem dort stationierten Deutschen Einsatzkontingent der Kosovo Force (KFOR). Geplant wurde die Übung durch den für zivil-militärische Zusammenarbeit zuständigen Offizier des 48. Deutschen Einsatzkontingent KFOR, Kapitänleutnant Michael L. Die Zusammenarbeit mit Einrichtungen der Zivilgesellschaft, dazu gehört zum Beispiel die städtische Feuerwehr, liegt in der Zuständigkeit des Offiziers.

Gemeinsame Übungskoordination: Kapitänleutnant Svenja E. und Kapitänleutnant Michael L.

Gemeinsame Übungskoordination: Kapitänleutnant Svenja E. und Kapitänleutnant Michael L. (Quelle: Bundeswehr/PAO DEU EinsKtgt KFOR)Größere Abbildung anzeigen

Vor Ort wird er durch Kapitänleutnant Svenja E. unterstützt. Die Kompaniechefin der Stabs- und Versorgungskompanie des Deutschen Einsatzkontingents stellt den größten Teil der Übungstruppe vor Ort. Neben einem Kranwagen und einem Tieflader für die „Unfallautos“, gehört vor allem die Feldlagerfeuerwehr Prizren dazu.

Denn – zurück im Übungsgeschehen – der Feuerwehr Prizren wird schnell klar, bei einem so schweren Unfall muss Unterstützung her; zumal, so sieht es das Übungsszenario vor, ein Teil der Feuerwehrkräfte bei einem Brand in einem anderen Stadtteil gebunden sind.

Der Leiter der Feuerwehr Prizren, Adem Krasniqi (re.) im Gespräch mit dem Chef des Stabes des 48. Deutschen Einsatzkontingent KFOR

Der Leiter der Feuerwehr Prizren, Adem Krasniqi (re.) im Gespräch mit dem Chef des Stabes des 48. Deutschen Einsatzkontingent KFOR (Quelle: Bundeswehr/PAO DEU EinsKtgt KFOR)Größere Abbildung anzeigen

Die Feuerwehr der 200.000 Einwohnerstadt Prizren ist eine Berufsfeuerwehr. Die 26 Feuerwehrleute tragen die Spezialbekleidung mit der Aufschrift „Zjarrfikësit E Kosovës/ Feuerwehr des Kosovo“ mit sichtlichem Stolz. Sie wissen aber auch, dass sie bei Großbränden oder Unglücksfällen auf Hilfe angewiesen sind. Zuletzt war dies im Sommer der Fall, als unmittelbar neben dem deutschen Feldlager ein Haus brannte. „In den vergangenen Jahren brauchten wir nie Hilfe aus anderen Regionen des Kosovo anfordern, weil wir uns immer auf die Hilfe unserer Feuerwehrkameraden aus dem deutschen Feldlager verlassen konnten“, sagt dann auch Adem Krasniqi, der Leiter der Feuerwehr Prizren. Kapitänleutnant Michael L. kann das bestätigen. Der für zivil-militärische Zusammenarbeit zuständige Offizier ist die Kontaktperson, über die die Feuerwehr Prizren Hilfe von der Feldlagerfeuerwehr anfordern kann.

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Hand in Hand

Zügig am „Unfallort“: Die Berufsfeuerwehr Prizren

Zügig am „Unfallort“: Die Berufsfeuerwehr Prizren (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

In das Übungsgeschehen greifen dann auch die Feuerwehrleute aus dem Feldlager ein. Mit zwei Einsatzfahrzeugen unterstützen sie ihre kosovarischen Kameraden. Routiniert werden die Aufgaben am Unfallort aufgeteilt. Das funktioniert übrigens ganz ohne Dolmetscher. Feuerwehrleute verstehen sich offensichtlich auch über Sprachbarrieren hinweg. Mit professioneller Ruhe und fast im Gleichtakt werden Verletzte betreut und für die Rettung vorbereitet.

Mit schwerem Gerät den „Verletzten“ befreien: Die Bundeswehrfeuerwehr aus dem Feldlager Prizren

Mit schwerem Gerät den „Verletzten“ befreien: Die Bundeswehrfeuerwehr aus dem Feldlager Prizren (Quelle: Bundeswehr/PAO DEU EinsKtgt KFOR)Größere Abbildung anzeigen

Beide Feuerwehren setzen dabei schweres Gerät, wie hydraulische Scheren und Spreizer ein. Binnen Minuten sind die Verletzten befreit und werden durch ein Notarztteam der Stadt Prizren betreut. Der Notarzt freute sich sichtlich über die Übungsmöglichkeit: „Alles war sehr gut vorbereitet und sehr realistisch“. Das lag mit Sicherheit auch an den beiden „Schwerverletzten“, die durch deutsche Sanitätssoldaten professionell geschminkt worden waren.

Schweres Gerät kommt auch bei der Feuerwehr Prizren zum Einsatz

Schweres Gerät kommt auch bei der Feuerwehr Prizren zum Einsatz (Quelle: Bundeswehr/PAO DEU EinsKtgt KFOR)Größere Abbildung anzeigen

„Die Übung hat gezeigt, wie wichtig und notwendig zivil-militärische Zusammenarbeit ist und wie wunderbar es dann auch funktioniert“, lautet die zufriedene Bilanz von Michael L. Und auch der Chef der Prizrener Feuerwehr, Adem Krasniqi, würde sich über eine weiterhin gute Zusammenarbeit mit der Bundeswehrfeuerwehr sehr freuen. Im Gespräch erzählt er stolz, dass die deutsche Feldlagerfeuerwehr seit 1999 bei jedem „Tag der Feuerwehr“, den die Stadt Prizren am 26. Juni feiert, dabei war.

Darf zum Abschluss einer gelungenen Übung nicht fehlen: Das Gruppenbild mit allen Übungsteilnehmern

Darf zum Abschluss einer gelungenen Übung nicht fehlen: Das Gruppenbild mit allen Übungsteilnehmern (Quelle: Bundeswehr/PAO DEU EinsKtgt KFOR)Größere Abbildung anzeigen

Zum Schluss äußerte er noch einen Wunsch für die Zukunft: Die Stadt Prizren unterhält eine Städtepartnerschaft mit der Stadt Bingen. Von dort hatte man auch ein Feuerwehrauto erhalten, für das die kosovarischen Feuerwehrleute sehr dankbar sind. Über die materielle Unterstützung hinaus, würde er sich über eine Partnerschaft mit der dortigen Feuerwehr freuen. Ganz so wie mit der Feldlagerfeuerwehr des Deutschen Einsatzkontingent KFOR.

Mehr zum Geschehen im Video:

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Stand vom: 13.12.17 | Autor: PAO DEU EinsKtgt KFOR


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