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Wir sind iM EINsatz: Das „Team OPZ“ der „Frankfurt am Main“

In See, 02.05.2016.


Von Afrika bis zum Kosovo, auf zwei Weltmeeren und in Afghanistan: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten unsere Soldaten täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Mein Einsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Ein Teil des Teams der OPZ der „Frankfurt am Main“
Ein Teil des Teams der OPZ der „Frankfurt am Main“ (Quelle: Bundeswehr/PAO EGV Frankfurt am Main)Größere Abbildung anzeigen

Der Operationsdienstabschnitt des EGVs „Frankfurt am Main“ besteht aus insgesamt 13 Soldaten und wird vom Schiffseinsatzoffizier geführt. Neben dem Hauptabschnittsleiter arbeiten hier der Schiffsoperationsoffizier, der als Abschnittsleiter fungiert, drei Radarmeister, vier Unteroffiziere sowie vier Mannschaftsdienstgrade. Für den Großteil der OpZ-Besatzung ist die Operation „Sophia“ der erste Einsatz und für einige von ihnen sogar die erste „große“ Seefahrt.

Das ist unsere Aufgabe im Einsatz.

Mit dem Radar erfolgt die Seeraumüberwachung im umliegenden Bereich
Mit dem Radar erfolgt die Seeraumüberwachung im umliegenden Bereich (Quelle: Bundeswehr/PAO EGV Frankfurt am Main)Größere Abbildung anzeigen

Die Hauptaufgabe der Operationszentrale (OpZ) ist es, ein sogenanntes Taktisches Lagebild des Seeraumes – um das Schiff herum und weit über den Horizont hinaus – mit allen verfügbaren Sensoren zu erstellen. Dieses Lagebild hilft dem Kommandanten die operative Situation im Einsatzraum überblicken und einschätzen zu können. Im Ernstfall oder im operativen Einsatz wird der Kommandant zu seinem weiteren Vorgehen von hier aus beraten.

Die jeweilige Besetzung der OpZ ist von der sogenannten Marschstufe abhängig. Im Übungs- und Einsatzmarsch wird die OpZ mit einem Wachleiter, einem Unteroffizier sowie einem Mannschaftssoldaten besetzt, während sie bei „auf Gefechtsstation“ mit allen Soldaten besetzt sein muss.

Eines der vier Marineleichtgeschütze, die aus der OPZ  bedient werden
Eines der vier Marineleichtgeschütze, die aus der OPZ bedient werden (Quelle: Bundeswehr/PAO EGV Frankfurt am Main)Größere Abbildung anzeigen

Besonders der Aufbau des Lagebildes am Radar oder auch das Bedienen von großkalibrigen Waffen, an denen wir während des Tagesdienstes ausgebildet werden, gestaltet die Arbeit hier sehr abwechslungsreich. Die drillmäßige Ausbildungen an den Waffen und an der Lagebilddarstellungskonsole werden täglich geübt, um im Ernstfall gewappnet zu sein. Denn der Einsatz der vier an Bord befindlichen Marineleichtgeschütze (Hauptbewaffung des Einsatzgruppenversorgers) erfolgt aus der OpZ heraus.

Die Operationszentrale wird oft auch als „das Hirn“ des Schiffes genannt, da hier das komplette operative Wissen einläuft und das interne- und externe Lagebild geführt wird. In unserem derzeitigen Einsatz bei EUNAVFOR MED „Sophia“ ist es besonders wichtig, alle Informationen zu sammeln und mit der Brücke zu teilen, da diese zum Beispiel im Falle einer Seenotrettung als Entscheidungsträger fungiert.

Das macht unsere Tätigkeit hier besonders.

Der Zusammenhalt innerhalb der Operationszentrale macht uns besonders stolz. Wir sind ein Team und die Tatsache, dass sich jeder auf jeden verlassen kann, fast wie in einer kleinen Familie, lässt uns auch die unausweichlichen, zähen und anstrengenden Momente besser ertragen.

Das zeichnet uns aus.

Der Einsatzgruppenversorger „Frankfurt am Main“ ist seit Ende Januar Teil der EU-Operation „Sophia“ im Mittelmeer
Der Einsatzgruppenversorger „Frankfurt am Main“ ist seit Ende Januar Teil der EU-Operation „Sophia“ im Mittelmeer (Quelle: Bundeswehr/PAO EGV Frankfurt am Main)Größere Abbildung anzeigen

Professionelles Handeln sowie eine schnelle Entscheidungsfindung in prekären Situationen. Dennoch ist für jeden einzelnen Soldaten an Bord dieser Einsatz aufgrund seiner Besonderheiten und denen für uns oft ungewöhnlichen Aufgaben belastend. All das ist nur durch eine feste und intakte Verbindung zur Familie und zu Freunden leistbar.

Das sind unsere Pläne, unsere Wünsche und Grüße.

Wichtig ist es uns, den Einsatz heil und unbeschadet zu überstehen. Zuhause geht es dann erstmal für längere Zeit in den Urlaub, den jeder Soldat für sich in Anspruch nimmt und genießt. Die Planungen für den Rest des Jahres sind überschaubar, da wir voraussichtlich noch einmal zur See fahren werden.


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Stand vom: 12.12.17 | Autor: Team OPZ „Frankfurt am Main“


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