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„Ich bin iM EINsatz: „Kein Besuch ist wie der andere“

Prizren, 11.09.2015, Bundeswehr.

Von Afrika bis zum Kosovo, auf zwei Weltmeeren und in Afghanistan: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten unsere Soldaten täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Mein Einsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Hauptmann Yvonne M. betreut hochrangige Gäste, die sich über den Einsatz informieren wollen

Hauptmann Yvonne M. betreut hochrangige Gäste, die sich über den Einsatz informieren wollen (Quelle: Bundeswehr/Claudia Seidenschwanz)Größere Abbildung anzeigen

Ich bin Hauptmann Yvonne M. und 38 Jahre alt. Im Jahr 2001 ging ich zur Bundeswehr und werde seit 2007 als Reserveoffizier in den verschiedensten Tätigkeiten im Bereich Personal und Controlling eingesetzt. Vor meinem Einsatz war ich in Deutschland Personaloffizier im Bundesamt für das Personalmanagement in Siegburg. Im Zivilberuf bin ich Consultant und berate mittelständische Unternehmen hinsichtlich Datenanalyse und Prozessoptimierung.

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Das ist meine Aufgabe im Einsatz.

Begleitung von MdB Thomas Hitschler (SPD) bei seinem Besuch im Kosovo

Begleitung von MdB Thomas Hitschler (SPD) bei seinem Besuch im Kosovo (Quelle: Bundeswehr/Claudia Seidenschwanz)Größere Abbildung anzeigen

Hier im Einsatz bin ich die Verantwortliche im „JVB“, dem Joint Visitors Bureau. Das meint nichts anderes als die Betreuung von hochrangigen Besuchern im Kontingent. Meine Arbeit ist wirklich sehr spannend. Die erste Herausforderung besteht darin, die Wünsche der Besucher des Kontingentes und die Möglichkeiten hier vor Ort unter einen Hut zu bringen.

Dazu nehme ich Verbindung mit den gewünschten Gesprächspartnern auf, um einen sinnvollen und abwechslungsreichen Ablauf des Besuchs zu organisieren. Oft gewünschte Programmpunkte sind dabei Treffen mit Vertretern der Deutschen Botschaft oder dem KFOR-Kommandeur im Hauptquartier. Auch ein Besuch unsere deutschen Einsatzkompanie wird oft gewünscht.

Wichtig ist mir dabei, auch neben den vielen Gesprächsrunden und Briefings, den Gästen ein realistisches Bild vom Kosovo und vom täglichen Dienst der deutschen Soldaten im Land zu vermitteln.

Kein Besuch ist dabei wie der andere. Es ist immer wieder eine Herausforderung, sich auf die verschiedenen Bedürfnisse der Besucher einzustellen. Das erfordert manchmal auch viel Geduld und Fingerspitzengefühl.

Sobald die Besucher am Flughafen von Pristina landen, wird es für mich ernst. Ich begleite sie durch das komplette Programm – bis sie wieder abfliegen. Trotz sorgfältiger Planung läuft manchmal nicht alles rund: wenn ein Briefing mal länger dauert oder die Straßen verstopft sind, braucht es einige Flexibilität und Improvisationsgeschick. In solchen Momenten bin ich froh, dass die Zusammenarbeit mit allen so gut klappt und wir immer spontan eine Alternative finden. Ich stemme diesen Job ganz allein – da bin ich für jede Unterstützung sehr dankbar.

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Das macht meine Tätigkeit hier besonders.

Bei einem Appell im KFOR-Hauptquartier: „Die Zusammenarbeit ist eine tolle Erfahrung“

Bei einem Appell im KFOR-Hauptquartier: „Die Zusammenarbeit ist eine tolle Erfahrung“ (Quelle: Bundeswehr/Claudia Seidenschwanz)Größere Abbildung anzeigen

Für mich ist diese Tätigkeit etwas Besonderes. Die Zusammenarbeit mit meiner „JVB-Familie“, im KFOR-Hauptquartier und im US-Camp Bondsteel, die aus Soldaten aus sieben Nationen besteht, ist eine tolle Erfahrung.

Der Einsatz hat mich persönlich weiter gebracht. Ich habe in den verschiedenen Camps außergewöhnliche Menschen kennenlernen dürfen, mit denen ich jederzeit wieder zusammenarbeiten würde. Ich hoffe, dass der Kontakt mit dem ein oder anderen auch über den Einsatz hinaus erhalten bleibt und dass aus Kameraden Freunde werden.

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Das vermisse ich hier am meisten.

Ich vermisse den ganz normalen „Wahnsinn“ im Alltag, mich einfach mal spontan ins Auto zu setzen und Freunde oder Familie zu besuchen. Und ich würde sehr gern mal wieder ein Softeis essen.

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Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße.

Ich hoffe, dass die Lage hier weiter ruhig bleibt und die restliche Zeit schnell vergeht. Ganz liebe Grüße an die „Daheimgebliebenen“ und Danke für eure Unterstützung, ich freue mich schon sehr auf zu Hause.

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Stand vom: 11.09.15 | Autor: Yvonne M.


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