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Ausbildungsende in Uganda

Bihanga, 06.12.2013.

Kofferpacken, Ausräumen und Aufräumen. Das beschäftigt in diesen Tagen die Soldaten im Ausbildungscamp Bihanga in Uganda. Der letzte Ausbildungsdurchgang der somalischen Streitkräfte verabschiedete sich in dieser Woche mit einer Abschlussparade. Es sind besondere Tage für die gesamte Mission.

Der irische General Gerald Aherne ist der Chef der Mission und begrüßt die europäischen und somalischen Soldaten bei der Abschlussparade in Bihanga

Der irische General Gerald Aherne ist der Chef der Mission und begrüßt die europäischen und somalischen Soldaten bei der Abschlussparade in Bihanga (Quelle: Bundeswehr/Hauke Bunks)Größere Abbildung anzeigen

Insgesamt 141 somalische Soldaten wurden in den letzten neun Wochen in zivil-militärischer Zusammenarbeit (CIMIC), militärischer Aufklärung sowie als Militärpolizisten und Kompanieführer ausgebildet. Alle haben erfolgreich die verschiedenen Prüfungen bestanden.

„Trotz teilweise schwieriger Bedingungen konnte den somalischen Kameraden wertvolles Wissen beigebracht werden. Die europäischen Ausbilder haben sehr motiviert und flexibel die Ausbildung gestaltet “, schätzt Nils Borchert die Lage ein. Der Fregattenkapitän ist der Chef der deutschen Soldaten innerhalb der Europäischen Ausbildungsmission EUTM Somalia. Eigentlich ist er im Hauptquartier in Kampala stationiert.

Der somalische Botschafter in Uganda Sayid Ahmed Sheikh Dahir bedankt sich für das internationale Engagement.

Der somalische Botschafter in Uganda Sayid Ahmed Sheikh Dahir bedankt sich für das internationale Engagement. (Quelle: Bundeswehr/Hauke Bunks)Größere Abbildung anzeigen

Für die Parade ist Fregattenkapitän Borchert gemeinsam mit vielen Politikern, Botschaftern und Offizieren in das Ausbildungscamp im Westen Ugandas angereist. Die Parade bildet nicht nur den Abschluss dieses Ausbildungsganges, sondern auch das Ende der Ausbildung in Bihanga.

Seit April 2010 sind über 3.600 somalische Soldaten durch die europäischen Soldaten hier ausgebildet worden. Das ist etwa jeder Dritte in der Armee. In den ersten beiden Jahren wurde militärisches Grundwissen vermittelt.

Hauptmann Malte S. übergibt die Urkunden und beglückwünscht einen somalischen Schüler zum bestandenen Lehrgang

Hauptmann Malte S. übergibt die Urkunden und beglückwünscht einen somalischen Schüler zum bestandenen Lehrgang (Quelle: Bundeswehr/Hauke Bunks)Größere Abbildung anzeigen

In diesem Jahr fand die Ausbildung auf einem höheren Niveau statt und wandte sich an erfahrene und ältere Soldaten. Einige der Somalier sind nach ihrer Grundausbildung ein zweites Mal in Bihanga. Das ist auf den verschiedenen Ausbildungsniveaus durchaus gewollt. Innerhalb der somalischen Armee ist das Training sehr anerkannt. „Die Somalier sind stolz teilnehmen zu dürfen, hoch motiviert und wissbegierig“, sagt Borchert.

Noch vor Weihnachten wird die Europäische Union die Ausbildungsstätten an den Eigentümer, die ugandische Armee, zurückgeben. Mit Beginn des nächsten Jahres wird die Mission in Mogadischu in Somalia fortgeführt. Ergänzend wird dann die somalische Armee im Aufbau und bei der eigenen Ausbildung durch die europäischen Soldaten vor Ort beraten.

Ziel ist und bleibt eine funktionierende und gut ausgebildete somalische Armee, die für Sicherheit im eigenen Land sorgen kann. Die drei Stufen der Ausbildung und die Inhalte werden stets eng zwischen der Europäischen Union und Somalia abgestimmt.

In den nächsten Tagen werden die Somalier und die europäischen Soldaten nach Hause fliegen. Alle werden rechtzeitig vor Weihnachten wieder zu Hause sein.

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Stand vom: 28.01.15 | Autor: Hauke Bunks


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