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Oktober bis Dezember

Oktober

  • Erste Ausbildung an Handwaffen

    Weitere Peschmerga beginnen Ausbildung


    Erbil, 06. Oktober 2015 - Zwei Wochen nach der letzten Abschlussübung begann am 4. Oktober der siebte Ausbildungsdurchgang für die Peschmerga im Nordirak. Fünf Wochen wird ihr Training dauern.


  • Die Peschmerga schauen auf das von einer ILLUM beleuchtete Vorfeld

    Hören und Sehen bei Nacht


    Erbil, 20. Oktober 2015 - Abends am Rande von Erbil – es ist stockfinster. Außer den Sternen am Himmel und den schimmernden Lichtern der Stadt ist absolut nichts zu sehen. In der Ferne ist das Gemurmel einer Gruppe von Menschen zu hören. Die Stimmen werden lauter – auch die Schritte sind durch das Rascheln im Gras und das Aneinanderstoßen der Steine zu hören. „Jetzt sind sie gleich da“, sagt einer der deutschen Ausbilder.


  • Die Antonov im Landeanflug auf Erbil

    Nordirak: Winterbekleidung für die Peschmerga


    Erbil, 27. Oktober 2015 - Erwartungsfrohe Gesichter bei den Peschmerga auf dem Flugplatz in Erbil. Erneut ist eine Antonov aus Deutschland im Anflug. Sie bringt, rechtzeitig vor der kalten Jahreszeit, Winterbekleidung für die kurdischen Kämpfer in den Nordirak.


November

  • Die persönliche Ausrüstung wird in den Wohncontainern verstaut

    Mission Umzug – Alle deutschen Soldaten jetzt im Camp Erbil


    Erbil, 03. November 2015 - Am 30. Oktober um 13.00 Uhr tritt der Umzugsbeauftragte des deutschen Kontingents im Nordirak in das Dienstzimmers des amtierenden Kontingentführers: „Herr Oberstleutnant, ich melde: Alle deutschen Soldaten sind in das Feldlager umgezogen.“ Zufrieden nimmt Oberstleutnant Jan Heymann die Meldung entgegen, bedeutet dies doch die 100-prozentige Ausführung seines Befehls, dass alle deutschen Soldaten das bisher genutzte Hotel zu verlassen haben und ins Camp umzuziehen haben.


  • ABC-Schutzausstattung für Peschmerga, Medikamente für Jesiden


    Erbil, 03. November 2015 - Ein weiterer Hilfsflug aus Deutschland hat kürzlich Erbil im Nordirak erreicht. Diesmal unter anderem an Bord: ABC-Schutzausstattung und weitere Winterbekleidung für die Peschmerga, eine Rettungsstation und Staplerfahrzeuge für das errichtete Feldlager sowie eine Tonne Medikamente – gesammelt von Jesiden für Jesiden.


  • „Medical Platoon“ sichert das Überleben


    Erbil, 05. November 2015 - „Die dem Tod ins Auge sehen“ – so kann man sinngemäß die Bezeichnung Peschmerga übersetzen. Das trifft es gut, sind doch die kurdischen Kämpfer diejenigen, die sich täglich den IS-Terroristen entgegen stellen. Die schnelle und richtige Versorgung von Verwundeten spielt dabei eine Schlüsselrolle.


  • „Gleich kracht´s“ – Der zweite Durchgang lief besser

    Feuerüberfall in Erbil


    Erbil, 09. November 2015 - Hauptfeldwebel Peter K. ist die Ruhe selbst. Gelassen schreitet er über den sandigen Boden, umgeht größere Steine. Auch die tiefen Gräben eines Stellungssystems halten ihn nicht auf. Er kennt hier alles aus dem „Effeff“ – es ist „sein“ Graben. Seine Ausbildungsgruppe dagegen ist aufgekratzt. Hastig knipsen die Peschmerga noch ein paar Selfies. Das Lachen einzelner kurdischer Kämpfer soll die eigene Nervosität vielleicht etwas überdecken. Jeder hier weiß: heute wird scharf geschossen.


  • Abschlussübung: Peschmerga im Angriff


    Erbil, 10. November 2015 - Hauptmann Toni B., einer der deutschen Ausbilder im Nordirak, ist gar nicht zufrieden. „Das kann doch nicht wahr sein“, schimpft er leise vor sich hin. Der Führer des „Mobile Training Teams“ ist richtig sauer. „Das ist doch hier kein Sonntagspaziergang“, presst er durch seine zusammengebissenen Zähne und vergräbt seine Hände tief in den Taschen. Falten stehen auf seiner Stirn. Was ist passiert?


  • Knochenbrüche zwischen Ruinen – Sanitäter bilden im urbanen Terrain aus


    Erbil, 11. November 2015 - Gespenstisch weiß blenden die Bauruinen Erbils die Augen des Betrachters. Schwarz heben sich leere Fensterlöcher von den weißen Fassaden unfertiger Stadtvillen am Stadtrand ab, hier wohnt kein Mensch. Der Wind treibt Staub durch die Straßen, auf denen kein Auto fährt. Als hätte eine unsichtbare Hand alles zum Stillstand gebracht, steht ein ganzes Stadtviertel von Erbil leer.


  • Ausbildungsende nach fünf Wochen: Hauptmann Toni B. bei der Vergabe der Zertifikate an die Peschmerga

    Nordirak-Ausbilder im Interview: „Wir kämpfen hier um jede Patrone.“


    Erbil, 12. November 2015 - Hauptmann Toni B. ist seit 2004 Soldat. In Deutschland dient er in einem Panzergrenadierbataillon. Im Interview beschreibt der Führer des deutschen „Mobile Training Teams“ (MTT), wie er die letzten fünf Wochen der Ausbildung mit den Peschmerga im Nordirak erlebt hat.


  • Hauptfeldwebel Mandy H. freut sich über Post aus der Heimat

    Stehempfang bei der Post in Erbil


    Erbil, 13. November 2015 - „Das wird heute kein ruhiger Abend“, sagt sich Stabsfeldwebel Bernd L. und schließt die Tür zur Feldpoststelle im kürzlich bezogenen Camp Erbil auf. Gähnende Leere empfängt ihn. Ein Stehtisch, wie man ihn von Abendveranstaltungen kennt, dient vor dem Büro als Tresen. Die Feldpoststelle in Erbil wird eröffnet.


  • Für den Ausbildungserfolg ist Fingerspitzengefühl gefragt

    Bei den Bastlern von Erbil


    Erbil, 16. November 2015 - Die Front ist nicht weit von Erbil entfernt. Den Peschmerga gelingt es, dem sogenannten „Islamischen Staat“ Dörfer und Siedlungen zu entreißen. Doch dann erwartet sie oft das nackte Grauen: Die Terroristen hinterlassen eine Vielzahl von Sprengfallen, eine tödlicher als die andere. Die kurdischen Kämpfer müssen gegen diese Gefahren fit gemacht werden. Und genau das geschieht in der Ausbildung der deutschen Soldaten.


  • Bürgermeister Nihad Qoja im Interview

    Freude und Trauer in Erbil: Interview mit Bürgermeister Nihad Qoja


    Erbil, 17. November 2015 - Nihad Qoja ist Bürgermeister der Kurdenmetropole Erbil im Nordirak. Er ist deutscher Staatsbürger, seine Familie wohnt in Deutschland. Er selbst floh Anfang der 80er Jahre vor dem Terror Saddam Husseins. Vor einigen Jahren kehrte er zurück und lenkt seitdem die Verwaltung der Millionenstadt. Vor etwa einem Jahr gab er unserem Presseoffizier das letzte Mal ein Interview. Nun trafen wir ihn in Erbil wieder – unmittelbar nach der Befreiung der jesidisch geprägten Stadt Sinjar durch die Peschmerga und nach den schrecklichen Terroranschlägen von Paris.


  • Neuer Kontingentführer im Nordirak


    Erbil, 17. November 2015 - Das deutsche Einsatzkontingent in Erbil hat einen neuen Kommandeur. Oberst Bernd Prill führt jetzt die rund einhundert Soldaten im Nordirak.


  • Im „Tante-Emma-Laden“ denkt man heute schon an Morgen

    „Tante Emma“ in Erbil – Marketender eröffnet


    Erbil, 18. November 2015 - Endlich ist es soweit: Der langersehnte Tante-Emma-Laden im Feldlager Erbil hat eröffnet. Hier können die deutschen Soldaten für ihren täglichen Bedarf einkaufen.


  • Unter den Akkuschraubern gibt es stärkere Modelle

    „Stolz, wer‘s selber macht.“


    Erbil, 20. November 2015 - Mitten im Ausbildungslager Bnaslawa bei Erbil befindet sich ein großer, viereckiger, betonierter Platz. Damit die Peschmergaführung hier Paraden abnehmen und gut überblicken kann, steht an der Seite eine überdachte Zuschauertribüne. Auf ihr finden gut zweihundert Menschen Platz. Unter ihr haben sich drei deutsche Ausbilder eine kleine Werkstatt eingerichtet.


  • Ein massenhafter Anfall von Verwundeten

    Und plötzlich wird es ernst – Übung zu Massenanfall von Verwundeten


    Erbil, 24. November 2015 - Es hätte so eine ruhige Weiterbildung für die Einsatzersthelfer B des deutschen Kontingents im Nordirak werden können: Herrlicher Sonnenschein und angenehme Temperaturen in Erbil. Und dann das: Blut, Schmerz, Schreie. Ein Fahrzeug ist angesprengt worden, es gab einen Schusswechsel. Vier Deutsche und ein Finne erreichen schwerverwundet gerade noch so das Camp und treffen, bei der bis dato eher theoretischen Weiterbildung, auf die Ersthelfer. Die Übung beginnt.


  • Ausbildungsbeginn: Major B. begrüßt das kurdische Bataillon

    Erbil: Die Kämpfer von Sinjar beginnen weitere Ausbildung


    Erbil, 25. November 2015 - Ein Peschmerga-Bataillon tritt an: Die Uniformen bunt gemischt, der Größe nach steht auch keiner. Der deutsche Major muss seine Stimme ziemlich erheben, damit endlich Ruhe einkehrt. Doch der Eindruck darf nicht täuschen: Das sind keine Neulinge, sondern erfahrene Kämpfer. Das Bataillon, das jetzt sein Training in Erbil beginnt, hat vor wenigen Tagen in Sinjar gekämpft und gemeinsam mit verbündeten Kämpfern die Stadt befreit. Was soll man denen denn noch beibringen? Eine ganze Menge.


  • Vier Nationen – Ein Team: die Medics in Erbil

    Vier Nationen – Ein Team: Die Medics im Nordirak


    Erbil, 26. November 2015 - Im kürzlich bezogenen Feldlager Erbil entstanden nicht nur Unterkünfte und Büroräume – auch eine multinationale Rettungsstation für 400 Soldaten aus Schweden, Finnland, Norwegen, den Niederlanden und Deutschland wurde errichtet. Ein aus vier Nationen kommendes Medics-Team stellt hier die allgemein- und notfallmedizinische Versorgung sicher.


Dezember

  • Mit britischen Soldaten beim Training der Peschmerga

    Allein unter Briten – Deutscher Waffenspezialist bildet Kurden aus


    Erbil, 02. Dezember 2015 - 100 deutsche Soldaten unterstützen die Peschmerga durch Ausbildung im Kampf gegen den sogenannten „Islamischen Staat“. Ganze Bataillone wurden schon von den Deutschen ausgebildet. 1800 Tonnen Waffen, Munition und Ausrüstungsgegenstände sind aus Deutschland geliefert worden. Das alles fordert viel von den Soldaten. Und es braucht Spezialisten. Einer von ihnen ist Stabsunteroffizier Ronny H. – Waffeninstandsetzungsunteroffizier. Er zeigt den Peschmerga, wie sie ihre Gewehre pflegen und reparieren können.


  • Die Übergabe wurde von US-Brigadegeneral Marc Odom (li.), Führer der „Task Force Erbil“, vorgenommen

    Nordirak: Multinationales Trainingszentrum unter deutscher Führung


    Erbil, 07. Dezember 2015 - Seit dem 3. Dezember leitet der Führer des Deutschen Einsatzkontingentes im Nordirak, Oberst Bernd Prill, das multinationale „Kurdistan Training Coordination Center“ (KTCC). Zur Übergabe war auch der Befehlshaber des Einsatzführungskommandos bei den deutschen Soldaten in Erbil.


  • Oberst Bernd Prill, Kontingentführer im Nordirak,  eröffnet die „Oase“

    „Oase“ im Feldlager Erbil


    Erbil, 07. Dezember 2015 - Für fast 1000 Soldaten in Afghanistan, für 800 Soldaten im Kosovo – und nun auch im Nordirak. Die evangelische und katholische Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung eröffnen in Erbil eine Betreuungseinrichtung für die rund 100 deutschen Soldaten. Dieser Schritt, für ein vergleichbar kleines Kontingent ebenfalls eine „Oase“ einzurichten, wird von den Soldaten sehr geschätzt.


  • Einlaminiert und mit Kabelbindern verbunden - das hält eine Weile

    Eingeschweißte Taktik für die Peschmerga


    Erbil, 9. Dezember 2015 - Klare Befehle und taktisches „Know-How“ bilden die Grundlage, um als Vorgesetzter seine Truppe effektiv einzusetzen. Deutsche Soldaten bilden dazu im Nordirak die Zugführer der Peschmerga aus. Dazu gehört, Informationen lageabhängig auszuwerten und strukturiert weitergeben zu können. Neben taktischen Zeichen und allerhand Vorschriften nutzen die Ausbilder auch selbst erstellte Hilfsmittel.


  • Außenminister Steinmeier besucht deutsche Soldaten in Erbil


    Erbil, 8. Dezember 2015 - Am 8. Dezember besuchte Außenminister Frank-Walter Steinmeier das deutsche Einsatzkontingent im Nordirak. Kurz nach seiner Ankunft im Camp stellte der Kontingentführer, Oberst Bernd Prill, ihm die unterschiedlichen Aufgaben und Aufträge der rund 100 deutschen Soldaten bei der Ausbildung der Peschmerga in Erbil vor.



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Stand vom: 10.12.15


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