Startseite Bundeswehr

Sie sind hier: Startseite > Einsatzführungskommando > Totengedenken im „Wald der Erinnerung“

Totengedenken im „Wald der Erinnerung“

Schwielowsee, 17.11.2017.

Vor drei Jahren, am 15. November 2014, wurde auf dem Gelände des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr der „Wald der Erinnerung“ eingeweiht. Er ist als Gedenkstätte allen Angehörigen der Streitkräfte gewidmet, die im Einsatz oder sonst in Ausübung ihres Dienstes zu Tode gekommen sind. Die Angehörigen des Einsatzführungskommandos gedenken kurz vor dem Volkstrauertag aller im Dienst Verstorbenen und besonders der in den Einsätzen ums Leben gekommenen Soldaten.

Der Befehlshaber des Einsatzführungskommandos, Generalleutnant Erich Pfeffer, richtet seine Worte an die geladenen Gäste

Der Befehlshaber des Einsatzführungskommandos, Generalleutnant Erich Pfeffer, richtet seine Worte an die geladenen Gäste (Quelle: Bundeswehr/Marc Tessensohn)Größere Abbildung anzeigen

In seiner Rede würdigt der Befehlshaber des Einsatzführungskommandos, Generalleutnant Erich Pfeffer, das Opfer, welches die Gefallenen und Verstorbenen für unser Land und die Menschen in den Einsatzländern gebracht haben. Ausgehend von dem tief empfundenen Dank und Respekt für diese Kameraden und Angehörige der Bundeswehr betont Generalleutnant Erich Pfeffer:
„Wir sind dafür verantwortlich, alles in unserer Macht stehende zu tun, dass bei der Erfüllung des Auftrags das Erleiden von Gewalt, nach besten Kräften gering gehalten wird und nicht in Tod oder Verwundung mündet. Genau hier liegt unsere besondere Verantwortung als vorgesetzte Dienststelle, die die Einsätze der Bundeswehr führt.“

Er wendet sich an die geladenen Gäste aus Politik und Gesellschaft mit den Worten: „Stellvertretend bedanke ich mich bei Ihnen, Frau Hoppe und Herr Exner, bei unserer Garnisonsgemeinde Schwielowsee und der Stadt Potsdam, sehr herzlich auch für die Stiftung eines der Kränze.“

nach oben

Bewegende Worte

Der Befehlshaber bittet die Teilnehmer, sich für ein stilles Gebet zu erheben

Der Befehlshaber bittet die Teilnehmer, sich für ein stilles Gebet zu erheben (Quelle: Bundeswehr/Marc Tessensohn)Größere Abbildung anzeigen

In diesem Jahr ist der Tod zweier Kameraden zu beklagen, die im Juli bei einem Hubschrauberabsturz in Mali ums Leben gekommen sind:
„Sie haben in ganz besonderer Weise Verantwortung übernommen. Sie sind in ganz besonderer Weise eingestanden für unsere höchsten Werte: für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit. Sie haben sich für die Menschen in Mali, aber eben auch für ihre Mitbürger hier in Deutschland, und damit für uns alle, eingesetzt und mit ihrem höchsten Gut, dem eigenen Leben, bezahlt.“, so hebt der Befehlshaber den bedeutenden Einsatz beider Soldaten hervor und bittet die Teilnehmer, sich für ein stilles Gebet zu erheben.

Bevor Generalleutnant Pfeffer seine Rede schloss, wirbt er mit Nachdruck um die gesellschaftliche Anerkennung des Auftrags, für den die gefallenen Kameraden ihr Leben gegeben haben:
„Eine Gesellschaft, die in ihrer Gänze von Frieden, Freiheit und Wohlstand profitiert, schuldet denjenigen, die genau für diese Werte eintreten und dafür ihr Leben gelassen haben, ein würdiges und vor allem auch ein institutionalisiertes gesamtgesellschaftliches Gedenken."

nach oben

In stillem Gedenken

Der evangelische Militärdekan Bodo Winkler und der katholische Militärpfarrer Stephan Frank hielten ein ökunemisches Gebet im Wald der Erinnerung

Der evangelische Militärdekan Bodo Winkler und der katholische Militärpfarrer Stephan Frank hielten ein ökunemisches Gebet im Wald der Erinnerung (Quelle: Bundeswehr/Marc Tessensohn)Größere Abbildung anzeigen

An das feierliche Gedenken im Standortoffizierheim schloss sich für alle der gemeinsame Weg zum „Wald der Erinnerung“ an. Der evangelischen Militärdekan Bodo Winkler und der katholischen Militärpfarrer Stephan Frank hielten ein ökumenisches Gebet. Die Kranzniederlegung zu Ehren der in den Einsätzen Gefallenen und im Dienst Verstorbenen beschloss die gemeinsame Veranstaltung.

Bereits zum dritten Mal seit der Eröffnung jährt sich das Gedenken und die Kranzniederlegung im „Wald der Erinnerung“. Wieder fand es rege Anteilnahme seitens der Gäste des öffentlichen Lebens.

nach oben

Mehr als 32.000 Besucher

Die Gedenktafeln im Wald der Erinnerung

Die Gedenktafeln im Wald der Erinnerung (Quelle: Bundeswehr/Marc Tessensohn)Größere Abbildung anzeigen

Zahlreiche Hinterbliebene haben in der Vergangenheit die Möglichkeit, den Wald der Erinnerung zu besuchen, genutzt. Das belegen die hohen Besucherzahlen und die vielen kleinen Erinnerungsbeweise, wie ganz private Andenken und Blumen, die immer wieder an den Namenstafeln und Steinen niedergelegt werden. Angehörige hinterließen mittlerweile an 73 Bäumen persönliche Zeilen und Andenken zur individuellen Erinnerung an die Verstorbenen.

nach oben


Fußzeile

nach oben

Stand vom: 21.11.17 | Autor: Anica Kuyumdjan/ Frank Paehr


http://www.einsatz.bundeswehr.de/portal/poc/einsatzbw?uri=ci%3Abw.bwde_einsatzbw.einsfuekdobw&de.conet.contentintegrator.portlet.current.id=01DB174000000001%7CAT7DWF283DIBR