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Ernennung zum Ritter des Ordens des Heiligen Papst Silvester

Schwielowsee, 07.11.2017.


Eine besondere Ehre wurde Oberstleutnant Thomas Aßmuth auf der 57. Woche der Begegnung in Berlin zu Teil. Er wurde zum Ritter des Ordens des Heiligen Papstes Silvester ernannt. Diese Ehre erhielten in den letzten 450 Jahren weniger als 2.000 Menschen.

Oberstleutnant Thomas Aßmuth - Ritter des Ordens des Heiligen Papstes Silvester
Oberstleutnant Thomas Aßmuth - Ritter des Ordens des Heiligen Papstes Silvester (Quelle: Bundeswehr/Denny Schneider)Größere Abbildung anzeigen

Oberstleutnant Thomas Aßmuth wurde mit dem Silvesterorden des Heiligen Stuhls für sein persönliches Engagement in der katholischen Militärseelsorge sowie der römisch - katholischen Kirche ausgezeichnet. Er wird mittelbar vom Papst an Laien verliehen. Seine Ernennung zum Ritter des Orderns des Heiligen Papstes Silvester kam für den 58-jährigen überraschend. Einmal im Jahr treffen sich die Delegierten der katholischen Soldatinnen und Soldaten aus der Bundeswehr im Rahmen einer Vollversammlung zur Woche der Begegnung. Während der diesjährigen 57. Woche der Begegnung in Berlin wurde ihm die besondere Wertschätzung auf Vorschlag und durch den katholischen Militärbischof Dr. Franz-Josef Overbeck im Rahmen eines Gästeabends vor hochrangigen Gästen, darunter dem Erzbischof von Berlin, Dr. Heiner Koch, dem Inspekteur der Luftwaffe Generalleutnant Karl Müllner, dem Leiter der Abteilung Personal im Verteidigungsministerium Generalleutnant Eberhard Zorn sowie weiteren Vertretern staatlicher, gesellschaftlicher und kirchlicher Gremien verliehen.

Schon früh engagierte sich der gebürtige Westfale in der Katholischen Kirche. Das Spannungsfeld eines Soldaten in Uniform und dem Engagement als Christ versucht er seither zu vereinbaren und wird nicht müde die nötige Überzeugungsarbeit für diese Vereinbarkeit zu leisten. Gerade in einer sich schnell verändernden Welt ist es „wichtig seine Wurzeln zu kennen, um Außeneinflüssen zur widerstehen“, so der Berufssoldat aus dem Einsatzführungskommando.

In Kirche und Gesellschaft fest verankert

Bereits in seinen ersten Dienstjahren stach er durch seinen außergewöhnlichen persönlichen Einsatz im organisierten Laienapostolat hervor. Über viele Stationen wurde er 2010 zum Vorsitzenden des Katholikenrates beim Katholischen Militärbischof für die Bundeswehr gewählt. Bis heute hat er einen Sitz im Verwaltungsrat der Katholischen Soldatenseelsorge und im Beirat Zentrum für ethische Bildung in den Streitkräften. Er ist zudem engagiert in der Flüchtlings- und Nachbarschaftshilfe und setzt sich für die Verbesserung der Vereinbarkeit des Soldatenberufs mit dem Familienleben ein. Der dreifache Vater und Soldat hat seinen Platz in der Gesellschaft gefunden und kämpft für mehr Offenheit für den Soldatenberuf in Gesellschaft und Kirche.

Der heutige Silvesterorden wurde vermutlich von Papst Paul IV. im Jahre 1559 gegründet. Die Urkunde von Oberstleutnant Thomas Aßmuth trägt die Nummer N1338/ON.

2008 erhielten General Karl-Heinz Lather und General Jan Oerding den Orden des Heiligen Papstes Silvester.

Orden des Heiligen Papstes Silvester - Ordine di San Silvestro Papa

Orden des Heiligen Papstes Silvester - Ordine di San Silvestro Papa
Orden des Heiligen Papstes Silvester - Ordine di San Silvestro Papa (Quelle: Bundeswehr/Denny Schneider)Größere Abbildung anzeigen

Der Orden des Heiligen Papstes Silvester ist der fünfthöchste päpstliche Verdienstorden. Er wird an Laien für Ihre persönlichen Verdienste um die Katholische Kirche mittelbar vom Heiligen Stuhl vergeben. Der Orden hat im Gegensatz zu den anderen päpstlichen Orden nur eine zivile Klasse, die sich in vier Rangfolgen gliedert. Mit ihm verbunden sind drei Privilegien:

- sich die Silvesteruniform schneidern zu lassen und zu tragen,

- sich das Silvesterschwert schmieden zu lassen und es zu tragen,

- auf einem Pferd die Treppen zum Petersdom hinaufzureiten.

Der Ursprung des Ordens geht auf das 16. Jahrhundert zurück. 1815 wurde dieser durch Papst Pius VII. umgestaltet. Offiziell gegründet wurde er durch Papst Gregor XVI mit dem Apostolischen Schreiben „Cum hominum mentes“ vom 31. Oktober 1841. Bereits 1905 wurde er von Papst Pius reformiert. Papst Johannes Paul II. öffnete die Vergabe des Ordens 1996 für Personen weiblichen Geschlechts.

Der Orden selbst ist ein goldenes, weißemailliertes Malteserkreuz. Auf der Vorderseite befindet sich das Bild des Papstes Silvester I. (314 – 335). Die Rückseite ziert das aktuelle Papstwappen zusammen mit den beiden Daten der gregorianischen und der pianischen Reform (MDCCCXLI-MDCCCCV). Getragen wird er an einem schwarzen dreifach rot geränderten Band.


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Stand vom: 12.12.17 | Autor: Inga Dittmar


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