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Schloss Ludwigsburg im Kürbiswahn

Bruchsal, 21.10.2017.

Nach 2000 Jahren erwachte das römische Weltreich in Ludwigsburg im „Blühenden Barock“ aus 1500 Tonnen Kürbissen zu neuem Leben. Um diesem Spektakel hautnah beizuwohnen, lud das Familienbetreuungszentrum (FBZ) Bruchsal seine Familienangehörigen ein.

FBZ Bruchsal mit seinen Angehörigen vor dem neuen „Corps de Logis“ (Quelle: Bundeswehr/Norbert Bös)Größere Abbildung anzeigen

Das Residenzschloss Ludwigsburg entstand in den Jahren 1704 bis 1733 unter der Herrschaft von Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg. Er war ein Verfechter des barocken Stils. Dieses imposante und prunkvolle Anwesen mit seinen 452 Räumen, war seinerzeit als einer der prächtigsten europäischen Höfe bekannt.

Familienführung – eine Gruppe vor einem Abbild von König Erhard Ludwig (Quelle: Bundeswehr/Maria Mirschel)Größere Abbildung anzeigen

Mit rund 60 Angehörigen der im Auslandseinsatz befindlichen Soldatinnen und Soldaten, ging es mit zwei Schlossführungen durch die Gemächer von König Friedrich I. und seiner Frau Königin Charlotte Mathilde. Sie übernahmen nach dem Tod von Herzog Eberhard Ludwig die Residenz.

Vom Garde- und Marmorsaal gelangten die Familien in das Vorzimmer des Räumlichkeiten von König Friedrich I.. Besonders in diesem Zimmer waren viele Elemente und Gemälde der Jagd vorzufinden. Die Jagd war zu Zeiten des Barock eine königliche Disziplin und symbolisierte patriarchalische Stärke.

Die zweite Gruppe auf dem Weg zu den königlichen Gemächern. (Quelle: Bundeswehr/Thomas Räffle )Größere Abbildung anzeigen

Im Anschluss besichtigten die Gruppen den Thronsaal und das Schlafgemach des Königs und der Königin.

Um den Wohlstand und die Macht darzustellen, wurde das Schloss reichlich mit goldenen Verzierungen, Skulpturen, prächtigen Kronenleuchtern und Deckenmalereien geschmückt.

Anschauliche Geschichten über die Lebensweisen und Familienverhältnisse brachten das Leben des Adels den Familien näher. Die eine oder andere Erzählung amüsierte die Angehörigen. Die Kinder durften an der königlichen Glocke läuten, mit der die Königin und der König ihre Dienerschaft für ihre sämtlichen Belange zu sich riefen.

Parkanlage
Kürbisaustellung im „Blühenden (Quelle: Bundeswehr/Thomas Räffle)Größere Abbildung anzeigen

„Blühendes Barock“

Der spätere König Friedrich I. fand seinen Schlossgarten nicht zeitgemäß. Daher veranlasste er 1798 eine Umgestaltung des Parks in einen symmetrischen Barockgarten nach französischem Vorbild. Dieser wurde mit künstlich angelegten Grotten und Wasserfällen kunstvoll gestaltet.

Für seine Frau und sich gab es zwei kleine Privatgärten im englischen Stil. Der gesamte Schlosspark erstrahlte in einer faszinierenden Blütenvielfalt. Aus diesem Grund bekam der Schlossgarten den Namen „Blühendes Barock“ und ist Deutschlands größte barocke Parkanlage.

Im Schlossgarten fand die alljährlich sehenswerte Kürbisausstellung statt. Diese hielt viele Überraschungen für die Angehörigen bereit.

Obelix mit seinem Hinkelstein (Quelle: Bundeswehr/Thomas Räffle)Größere Abbildung anzeigen

Kürbisausstellung

Kürbisse, soweit das Auge reicht. Über 800 verschiedene Sorten in sämtlichen Farben und Formen reihten sich zu riesigen Motiven zum Thema Rom an. Die Familien bestaunten die übergroßen Figuren von Obelix mit seinem Hinkelstein, Asterix im Kampf mit einem römischen Soldaten, Steinkatapulte, Cäsar auf seinem Streitwagen oder die römischen Legionäre in der Schildkrötenformation.

Während des Rundgangs durch die Parkanlage lauschten die Angehörigen den Klängen der Band, schnitzten mit ihren Kindern Kürbisse für Halloween oder genossen das herbstliche Flair. Die Kleinsten ließen sich vom Märchenerzähler in der „Strohballenarena“ verzaubern, spielten in Heubergen oder erkundeten mit ihren Eltern den anliegenden Märchengarten mit Spielplatz, Karussellen und der bekannten Emichburg mit Turm.

An Ständen konnten außergewöhnliche Kürbiskreationen probiert werden. Von Kürbisburgern und –bratwürsten, über Muffins und Marmelade, bis hin zur Kürbissuppe - für jeden war etwas dabei. Die Gourmets unter den Familien holten sich Tipps von den Profis und ließen es sich anschließend schmecken.

Auf dem Rückweg
(Quelle: Bundeswehr/Thomas Räffle)Größere Abbildung anzeigen

Der Duft gebrannter Kürbiskerne weckte bei den Kindern schon die Vorfreude auf den Weihnachtsmarkt. Mit einem freudigen: „Mama, es duftet nach Weihnachten.“, ging es direkt zum Verkaufsstand, wo gleich mehrere Tüten mitgenommen werden mussten. Gewappnet mit neuem Proviant trat das FBZ mit seinen Familien die Rückreise nach Bruchsal an.

Zu Beginn der Veranstaltung war den Angehörigen der Einsatzsoldaten die Familienbetreuungsorganisation mit ihren Netzwerkpartnern bereits vorgestellt worden.

Der Leiter des FBZ, Oberstabsfeldwebel Räffle, hatte den Aufgabenbereich des Familienbetreuungszentrums und seiner hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiter vorgestellt und im Anschluss wurde durch Hauptfeldwebel Robert Wolf, derzeit stellvertretender Leiter des FBZs Bruchsal, ein Lagevortrag über alle Einsatzländer vorgetragen.

Die Erzieherin Martina Penshorn sorgte in dieser Zeit mit bewährtem Engagenemt für Spiel und Spaß bei den Kleinsten. Natürlich durfte Kaffee und Kuchen nicht fehlen, bei dem sich alle reichlich bedienten.

Wie auf der Hinreise, wurde auch auf der Rückreise viel gelacht und sich untereinander ausgetauscht. Alle erlebten einen schönen und ereignisreichen Tag und verließen mit glücklichen Gesichtern die Kaserne.


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Stand vom: 23.01.18 | Autor: FBZ Bruchsal


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