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Aus der Wüste direkt auf die Piste

Winklmoosalm, 16.02.2018.

Aus dem heißen Westen Afrikas direkt in das eiskalte Skigebiet inmitten der Chiemgauer Alpen. Nach 4 Monaten Einsatz in Westafrika lud das Familienbetreuungszentrum (FBZ) Bad Reichenhall die Einsatzsoldaten mit ihren Familien in der Faschingsferienwoche zur Skifreizeit auf die Winklmoosalm ein. Die Faschingsgaudi sollte dabei auch nicht zur kurz kommen.

Winklmoosalm, mit nur einer Stunde Autofahrt ist es von München aus das erste große Skigebiet (Quelle: Bundeswehr/Ulrike Gansauge)Größere Abbildung anzeigen

Die Winklmoosalm, ein Skigebiet inmitten der Chiemgauer Alpen! Dorthin ging es zur Skifreizeit mit den gerade zurückgekehrten Einsatzsoldaten und ihren Familien. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, der Bus der Teilnehmer steckte bei starkem Schneetreiben im Stau fest, kamen alle Teilnehmer erwartungsvoll am Reichenhaller Haus an. Das Reichenhaller Haus, ein Ausbildungsstützpunkt der Gebirgsjägerbrigade 23 auf der Winklmoosalm, bildete den Rahmen für die Skifreizeit und den gegenseitigen Austausch. Die Hütte liegt auf einer Höhe von 1170 Metern und bietet einen herrlichen Ausblick auf das angrenzende Skigebiet Winklmoosalm und die Alpen Österreichs.

für die passende Ausrüstung war gesorgt (Quelle: Bundeswehr/Ulrike Gansauge)Größere Abbildung anzeigen
Rosenmontag, da dürfen die Faschingsmasken nicht fehlen (Quelle: Bundeswehr/Ulrike Gansauge)Größere Abbildung anzeigen
„Test-Polonaise“ für die Faschingsgaudi (Quelle: Bundeswehr/Ulrike Gansauge)Größere Abbildung anzeigen

Im Sturm erobert

Nachdem alle Teilnehmer eine lange Zeit im Bus verbracht hatten, wurde das Reichenhaller Haus, besonders von den Kindern, sofort neugierig erkundet. Während die Eltern noch mit dem Verstauen der vielen Gepäckstücke beschäftigt waren, bastelten die Kinder mit den Kinderbetreuerinnen schon die ersten Faschingsmasken. Im Anschluss an das Abendessen wurden diese, schließlich war es Rosenmontag, mit einer Polonaise allen Teilnehmern vorgeführt.

letzter Materialcheck bevor es auf die Skipiste geht (Quelle: Bundeswehr/Thomas Rager)Größere Abbildung anzeigen
bis zum letzten Sonnenstrahl wurde die Zeit im Neuschnee genutzt (Quelle: Bundeswehr/Ulrike Gansauge)Größere Abbildung anzeigen
Vorbereitungen für die Schneeschuhwanderung (Quelle: Bundeswehr/Thomas Rager)Größere Abbildung anzeigen

Ab auf die Piste!

Nachdem es in der Nacht Neuschnee gegeben hatte und am Morgen der Himmel sein schönstes Blau zeigte, schnallte am nächsten Tag wer konnte seine Ski an und nutzte den Tag um die Pisten des Skigebietes rund um das Reichenhaller Haus zu erkunden. Die von der 1.Kompanie des Gebirgsjägerbataillons 231 abgestellten Skilehrer hatten dabei alle Hände voll zu tun. Bis zum letzten Sonnenstrahl wurde jede Möglichkeit genutzt Zeit im Schnee zu verbringen. Die vom FBZ mitgebrachten „Popo-Rutscher“ durften dabei nicht fehlen.

Auch der Mittwoch wurde zum Skifahren genutzt. An diesem Tag hatten die Teilnehmer die Möglichkeit die Steinplatte, ein angrenzendes Skigebiet auf der österreichischen Seite, zu erkunden.

Für die Nichtskifahrer wurde eine Schneeschuhwanderung angeboten. „Toll nach so langer Abwesenheit die Möglichkeit zu haben, Zeit mit meiner Familie zu verbringen und gleichzeitig meinen Hobbys nachgehen zu können. Bei eurem Programm ist für jeden was dabei.“, war nicht nur die Meinung von Oberfeldwebel Martin N., der erst vor kurzem aus dem Einsatz zurückgekehrt war. Auch die weiteren Teilnehmer der Schneeschuhwanderung waren einhellig der gleichen Meinung.

das rote Pferd, Cowboy und Indianer und auch der Froschkönig hatten Spaß bei der Faschingsgaudi (Quelle: Bundeswehr/Ulrike Gansauge)Größere Abbildung anzeigen
bei Musik und Spielen hielt es niemanden mehr auf den Stühlen (Quelle: Bundeswehr/Ulrike Gansauge)Größere Abbildung anzeigen
fast keiner kam ohne Verkleidung zur abendlichen Faschingsgaudi (Quelle: Bundeswehr/Ulrike Gansauge)Größere Abbildung anzeigen

Die Narren sind los

Bei „Atemlos“, „Hulapalu“ und „Polonaise Blankenese“ konnte auch der letzte Faschingsmuffel nicht sitzen bleiben, als am Abend die Kinderbetreuerinnen zur Faschingsgaudi anstimmten. Da wurde aus einem gestandenen Oberfeldwebel mit ein paar Accessoires schnell Lenny Kravitz im Glitzerhemd.

Spiele wie die „Reise nach Jerusalem“, „Luftballontanz“ oder „Zeitungstanz“ durften an diesem lustigen Abend nicht fehlen. Die extra für diese Freizeit engagierten Kinderbetreuerinnen waren mit großer Freude dabei und sorgten 2 Stunden durchgehend für die Belustigung aller. Der 7-jährige Tim meinte: “Vor zwei Wochen war ich erst bei eurem Kinderfasching und heute ist schon wieder eine Faschingsfeier. Das finde ich klasse.“

Den Abschluss machte die Prämierung der Kostüme, bei der keines der Kinder leer ausgehen sollte. Froschkönig, Drache, Pirat und Indianer … alle Kostüme hatten einen Preis verdient.

Dozent Dr. Peter Wendl bezieht alle Teilnehmenden in seinen Vortrag ein (Quelle: Bundeswehr/Ulrike Gansauge)Größere Abbildung anzeigen
während die Erwachsenen dem Vortrag lauschten, war für die Kleinsten bestens gesorgt (Quelle: Bundeswehr/Ulrike Gansauge)Größere Abbildung anzeigen

100 Fragen, die ihre Beziehung retten

Der letzte Tag der Skifreizeit stand ganz unter dem Thema „Was macht eine erfüllende Beziehung aus?!“ Dazu hatte das FBZ Herrn Dr. Peter Wendl eingeladen, der gerne den Weg von München bis ins Chiemgau auf sich nahm.

Dr. Peter Wendl studierte Diplomtheologie und absolvierte eine Ausbildung zum Einzel-, Paar- und Familientherapeuten. Er promovierte mit einer Dissertation über die Herausforderungen von Soldatenfamilien im Kontext von Auslandseinsätzen. Er führte bisher mehr als 300 Intensivveranstaltungen mit Soldaten und ihren Angehörigen im Kontext von Auslandseinsätzen und Wochenendbeziehungen durch.

Von ihm sind zahlreiche Publikationen, wie „100 Fragen, die ihre Beziehung retten“, zu den Themen Partnerschaft und Familie erschienen. Dr. Wendl weiß somit wovon er spricht und schaffte es durch seine offene und kommunikative Art, schnell die Aufmerksamkeit aller zu gewinnen. Anstatt einem trockenen Vortrag zu folgen, konnten die Teilnehmer miterarbeiten, was eine erfüllende Beziehung ausmacht. Während die Erwachsenen dem Vortrag lauschten und interessiert mitarbeiteten, wurden die Kinder bestens von den Kinderbetreuerinnen versorgt. Für Simone N., Ehefrau eines Hauptfeldwebels, stellte Dr. Wendls Vortrag einen sehr wichtigen Beitrag für die Verarbeitung der Einsatzabwesenheiten dar: „Nur eine stabile Beziehung hält diese langen Abwesenheiten des Partners aus. Wenn man weiß, was eine erfüllte Beziehung ausmacht und wie man diese erhält, sind die Trennungsphasen leichter zu überstehen. Ich finde es super, dass das FBZ diesen Vortrag ermöglicht hat.“

trotz eiskalten -18 Grad war die Fackelwanderung ein gelungener Abschluss (Quelle: Bundeswehr/Ulrike Gansauge)Größere Abbildung anzeigen

Den Abschluss der Skifreizeit machte eine Fackelwanderung. Jeder Teilnehmer bekam eine Fackel und so ging es los auf einen gemütlichen Spaziergang durch die verschneite Berglandschaft. Trotz frostiger -18 Grad hatten alle viel Freude und so wurde die Spazierrunde spontan verlängert.

DANKE!

Ein herzliches „Vergelt´s Gott“ an den Deutschen Bundeswehrverband und dem Sozialwerk der Gebirgstruppe für die finanzielle Unterstützung bei dieser Skifreizeit. Ebenso danken wir der KAS für ihre Unterstützung. Ohne Unterstützung Dritter wäre eine Familienfreizeit in diesem Umfang nicht möglich.


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Stand vom: 01.03.18 | Autor: Ulrike Gansauge


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