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Fühlen wie Papa oder Mama im Einsatz

Draufsicht Lager mit Container und Zelten
Das Lager Kurpfalz im ÜberblickGrößere Abbildung anzeigen
Baumholder, 22.07.2017.

Das FBZ Saarlouis lud Ende Juli zu einer Zweitagesveranstaltung auf den Truppenübungsplatz in Baumholder ein. Im „Feldlager Kurpfalz“ übernachteten die Familien in Containern, um das Lagerleben aktiv zu erleben. Aufgeteilt in Gruppen konnten sich die Familien an unterschiedlichen Stationen über die Ausrüstung der Soldaten, die verschiedenen Fahrzeugtypen sowie über den Bereich Kampfmittelbeseitigung informieren.

Die Familien erhalten Schlüssel und Bettwäsche
Einweisung und Einzug der Familien im KurpfalzlagerGrößere Abbildung anzeigen

Ende Juli an einem Samstagmorgen um 10:00 Uhr wird die Stille auf dem Truppenübungsplatz Baumholder jäh zerrissen: „Antreten zur Einschleusung“ schallt es über die kleine Lichtung im Feldlager Kurpfalz. Schnell denkt man dabei an neue Rekruten in der Grundausbildung. Doch weit gefehlt. Denn mit dieser Ansage startete das Familienwochenende des FBZ Saarlouis. Der Leiter des FBZ Saarlouis, Oberstabsfeldwebel Armin Axt, hatte die Idee, den Familien der Soldaten und Vertretern aus der Politik den militärischen Alltag im Gelände zu zeigen. Und das funktioniert am besten auf einem Truppenübungsplatz. Die Teilnehmer sollten den Alltag des Soldaten so realistisch wie möglich erleben und bekamen zu Beginn die Schlafcontainer zugeteilt und empfingen Bettwäsche und Handtücher. Natürlich durfte ein Rundgang durch das Feldlager nicht fehlen. Wo sonst Soldaten in den vier Wachtürmen das Sichern des Lagers und die Patrouille an der umgebenden Steinmauer üben, erkundeten an diesem Wochenende Kinder die Umgebung.

Familien essen gemeinsam Erbsensuppe
Zum Mittagessen - die traditionelle Erbsensuppe Größere Abbildung anzeigen

Gegen Mittag zog ein würziger Duft über die Lichtung des Truppenübungsplatzes und lockte alle Teilnehmer in das Verpflegungszelt. Es gab Erbsensuppe und Wienerwürstchen. Gestärkt und in Gruppen aufgeteilt, begann das Programm.

Familien schauen sich einen Vortrag der Sanität an
Vortrag über die Sanitätsversorgung im EinsatzGrößere Abbildung anzeigen

Die Teilnehmer informierten sich zunächst über die Sanitätsversorgung im Einsatz. „Wie kommt ein verwundeter Soldat schnellstmöglich in ein Krankenhaus?“, „Was sind die Herausforderungen in der Krankenversorgung im Einsatz im Vergleich zu Deutschland?“ waren nur einige Fragen, die beantwortet wurden. Das Programm führte die Familien am Nachmittag über unterschiedliche Stationen. Neugierig verfolgten die Familien an einer Station die Präsentation der Einsatzausrüstung eines Fliegerleittrupps mit ihrem Einsatzfahrzeug vom Typ Wolf. Dabei konnten die Angehörigen Helme, Waffen und Funkgeräte näher unter die Lupe nehmen. Neben der praktischen Anschauung des Materials beschäftigten sich die Familien mit der Frage: „Was wird benötigt, wenn man mehrere Tage und Nächte im Gelände aufhalten möchte?“. – Essen, Trinken, provisorische Toilette und der Schlafplatz wurden als Ideen gesammelt und deren Besonderheiten im Einsatz erläutert.

Teilnehmer schauen sich die Darstellung im Sandkasten an
Aufklärungssandkasten in der ÜbungshalleGrößere Abbildung anzeigen

Der Praktische Umgang mit Thematik der Kampfmittelbeseitigung kann nicht an echter Munition erfolgen. Darum haben sich die Soldaten an der Station „Counter EOD “ für die Kinder etwas Schönes einfallen lassen. So durften die Kleinen im Übungsgelände auf Spurensuche gehen und dabei die versteckten Gummibärchentüten aufstöbern. Den Teilnehmern wurden anhand von Bildern erklärt, welche Möglichkeiten es gibt, ein Kampfmittel zu erkennen, zu bestimmen um was für ein Explosionsobjekt es sich handelt und wie es am sichersten unschädlich gemacht werden kann.

Teilnehmer schauen sich Ausrüstung an
Soldat führt seine San Ausrüstung vorGrößere Abbildung anzeigen

An einer weiteren Station, wurde so mancher Kindertraum an diesem Tag wahrgemacht. Eine Tour über den Truppenübungsplatz im Mungo, das Einsatzfahrzeug der spezialisierten Kräfte, oder im Spähwagen Fennek. Weiterhin konnten das Kettenfahrzeug der Sanitäter, ein Wiesel, und der Schützenpanzer vom Typ Marder besichtigt werden.

Mutter und Kind sitzen im Fahrzeug Mungo
Mutter und Tochter fahren MungoGrößere Abbildung anzeigen

Teilnehmer schauen sich Drohne LUNA an
Soldat zeigt und erklärt die Aufklärungsdrohne LUNA Größere Abbildung anzeigen

Doch nicht nur die Besonderheiten im Gelände sollte den Teilnehmern an dem Familienwochenende vorgestellt werden. Zu Besuch waren auch Kameraden der Luftlandaufklärungskompanie 260 aus Lebach. Sie brachten ihr auch Arbeitsgerät, die Aufklärungsdrohne LUNA , mit und stellten sie den interessierten Besuchern vor. Besonders spannend war das Katapult mit welchem die Drohne auf ihren Flugweg gebracht wird. Aber auch die Kamera mit Nachsichtfunktion, deren Bilder in Echtzeit an die Bodenstation übertragen werden können, und der Fallschirm für die Landung wurden interessiert angeschaut.

Soldaten stehen am Schwenker (saarl. Für Grill)
Soldaten grillen für das Größere Abbildung anzeigen

Die Zeit bis zum Abendessen verging viel zu schnell. Ruckzuck war es 19:00 Uhr und der Braten auf dem Schwenkgrill war zubereitet. Würstchen und Salate rundeten den Abendtisch ab. Im Anschluss ließen die Familien und das Team vom FBZ Saarlouis sowie das ganze Unterstützungspersonal den Tag gemütlich am Lagerfeuer mit Musik ausklingen.

Familien beim Feldgottesdienst
Militärpfarrer feiert mit den Familien den FeldgottesdienstGrößere Abbildung anzeigen

Am nächsten Morgen erklang, für den ein oder anderen viel zu früh, Musik zum Wecken über die Lautsprecheranlage. Ab 8:00 Uhr konnten die Teilnehmer erst einmal ein ausgiebiges Frühstück zu sich nehmen. Um 10:00 Uhr fand dann der Feldgottesdienst durch den Katholischen Militärpfarrer, Marius Merkelbach, statt. Nach dem Gottesdienst hieß es dann Koffer packen, die Container reinigen und die Bettwäsche abgeben. Nach der Ausschleusung verabschiedeten sich die Gäste und bedanken sich für das spannende und informative Wochenende.


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Stand vom: 12.12.17 | Autor: Frau Goller-Fadda; AN‘in


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