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„Feuertaufe“ für den neuen Gefechtsstand in Al-Asrak

Al-Asrak, 24.04.2019.

Anfang Januar erreichten die ersten Container das Camp Sonic auf der Luftwaffenbasis Al-Asrak in Jordanien. Mit zwei Containerschiffen sind sie auf dem Seeweg in das Einsatzland verschifft worden, mit zahlreichen LKW wurden sie dann zum Stützpunkt gebracht, 100 Kilometer östlich von Amman. Innerhalb von nur drei Monaten ist der Hightech-Gefechtsstand nun zeitgerecht aufgebaut worden.

Ein Gebäudekomplex aus gestapelten Containern
Aus 60 Containern entsteht der neue Gefechtsstand der Luftwaffe in Al-Asrak. (Quelle: Bundeswehr/Göttsche)Größere Abbildung anzeigen

In Zusammenarbeit mit den industriellen Partnern der Elektroniksystem- und Logistik GmbH und der Steep GmbH hatte die Luftwaffe mit dem Führungsunterstützungssektor 1 unter der Leitung des Bundesamts für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr an dieser Sofortinitiative für den Einsatz gearbeitet.

72 Container von Deutschland nach Jordanien

Soldaten und Zivilisten halten einen symbolischen Schlüssel für die Übergabe des neuen Gefechtsstands
Kontingentführer Oberst Gero von Fritschen (m.) erhält bei der Übergabe den symbolischen Schlüssel für den neuen Gefechtsstand (Quelle: Bundeswehr/Göttsche)Größere Abbildung anzeigen

In dieser neuen Operationszentrale der Luftwaffe im Einsatz Counter Daesh/Capacity Building Iraq können fliegerische Missionen geplant, Einsatzkräfte koordiniert und der Funkkontakt zu den Flugzeugbesatzungen sichergestellt werden. Bei Bedarf kann auch per Videokonferenz mit anderen Dienststellenkommuniziert werden.

Am 13. April wurde das aus 72 Containern bestehende, zweistöckige Unikat im Einsatzgebiet an das Kontingent übergeben. Es ist zusammengesetzt aus 60 Funktionscontainern, sowie zwölf Transportcontainern für Klimatisierung und Dachkonstruktion. Der Gefechtsstand wurde für die klimatischen Bedingungen im Einsatzland konzipiert und bietet Flexibilität in allen Bereichen. Das System ersetzt den alten Gefechtsstand, der lediglich aus Einzelcontainern und Zelten bestand.

Platz für 100 Arbeitsplätze

Jede Menge Trucks brachten die Container von Akaba zum Luftwaffenstützpunkt Al-Asrak.
Jede Menge Trucks brachten die Container von Akaba zum Luftwaffenstützpunkt Al-Asrak. (Quelle: Bundeswehr/Sommer)Größere Abbildung anzeigen

Die Konstruktion bietet Platz für bis zu 100 Arbeitsplätze auf einer Länge von 45 Meter und 27 Meter Breite. Sie wiegt 600 Tonnen und ist per Schiff, Bahn, Lastwagen und Flugzeug zu transportieren. Rund 60 Soldaten haben nun ihren Dienst im neuen Gefechtstand aufgenommen.

„Vor dem Zeitplan fertig geworden“

Ein Soldat sitzt an seinem Arbeitsplatz in einem neuen Bürocontainer
In dem modernen klimatisierten Containeraufbau, lässt es sich deutlich besser arbeiten, als im alten Gefechtsstand, der teilweise aus Zelten bestand. (Quelle: Bundeswehr/Göttsche)Größere Abbildung anzeigen

Bei der Übergabezeremonie schwärmte der militärische Leiter des Aufbauteams, Oberst Henrik Kramer, von dem Projekt: „Wir sind früher als geplant mit dem Aufbau fertig geworden und haben jetzt einen hoch modernen Gefechtsstand für diesen Einsatz der Luftwaffe.“

Auch der Kommandeur des deutschen Kontingents, Oberst Gero von Fritschen, betonte seine Zufriedenheit darüber, dass der Gefechtsstand vor dem Zeitplan fertig geworden ist: „Unsere Einsatzstaffel ist schon eingezogen, wir können jetzt die verschiedenen Netzwerke unter einem Dach und deutlich flexibler als vorher nutzen.“ Christoph Weber, Bereichsleiter Defense von der ESG GmbH, sprach von „einem Meilenstein, denn nach dem ersten Aufbau in Deutschland, Mitte November letzten Jahres, steht der neue Gefechtstand der Luftwaffe nun tatsächlich im Einsatzgebiet.“


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Stand vom: 24.04.2019 | Autor: Christoph Trost


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