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Ich bin im Einsatz: Der Kommunikationsprofi in Mali

Gao, 12.08.2019.

Von Afrika bis zum Kosovo, auf zwei Weltmeeren und in Afghanistan: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten unsere Soldaten täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Mein Einsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Ein deutscher Soldat im Portrait
Oberfeldwebel Sandor W. in seinem ersten Einsatz in Mali (Quelle: Bundeswehr/Patrik Bransmöller)Größere Abbildung anzeigen

Ich bin Oberfeldwebel Sandor W. und 29 Jahre alt. Unter der UN-Flagge bin ich in Mali stationiert. In Deutschland leiste ich meinen Dienst in der 1. Einsatz Staffel im Zentrum für Operative Kommunikation der Bundeswehr in Mayen. Ich bin nicht verheiratet, habe aber mein Herz an die wundervolle Mutter meiner hübschen Tochter verschenkt.

Das ist meine Aufgabe im Einsatz.

Ein deutscher Soldat sitzt an einem Schreibtisch und arbeitet an einem Computer
Oberfeldwebel Sandor W. überwacht und analysiert das Informationsumfeld der malischen Medien (Quelle: Bundeswehr/Patrik Bransmöller)Größere Abbildung anzeigen

Meine Aufgabe hier in Mali besteht darin, zusammen mit einem Stabsoffizier das malische Informationsumfeld zu überwachen, zu analysieren und zu bewerten. Das bedeutet, dass wir die mediale Landschaft genau im Blick haben, um die Stimmungen und Meinungsbilder auffangen und beurteilen zu können. Dabei ist wichtig, direkten Kontakt zur Bevölkerung zu haben. Im Anschluss stehen wir dem Kontingentführer beratend zur Seite, um ihn über die aktuelle Lage zu Informieren.

Das macht meine Tätigkeit hier besonders.

Ein deutscher Soldat  sitzt im Auto und hält ein Funkgerät in der Hand
Oberfeldwebel Sandor W. auf dem Weg zu einem Termin in Gao (Quelle: Bundeswehr /Patrik Bransmöller)Größere Abbildung anzeigen

Was meine Tätigkeit hier besonders macht ist, dass wir hier Spezialisten sind und direkt dem Kontingentführer unterstellt sind. Hinzu kommt die Tatsache, dass ich erst der zweite Feldwebel der Operativen Kommunikation hier in Mali bin. Hervorzuheben ist die abwechslungsreiche Tätigkeit hier. Was morgens mit der Auswertung von Medienplattformen beginnt, mündet schnell darin, dass Termine mit Personen oder Institutionen vereinbart werden und mittags das Auto mit der vorbereiteten Ausrüstung vorgefahren wird. Zur besseren Verständigung haben wir bei unseren Fahrten immer einen Sprachmittler dabei.

Das vermisse ich hier am meisten.

Natürlich freue ich mich als glücklicher Vater darauf, in die funkelnden Augen meiner Tochter zu schauen. Meine Partnerin so fest wie noch nie zu umarmen, meine Familie, Freunde und meine Kameraden in der Eifel wiederzusehen. Ich freue mich wirklich darauf, mal wieder zu frieren oder länger als zwei Minuten zu duschen. Ein eiskalter Gin Tonic wäre auch echt Klasse.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße.

Gruppenbild mit der malischen Bevölkerung und deutschen Soldaten
Oberfeldwebel Sandor W. im Kontakt mit der malischen Bevölkerung; hier bei der Übergabe der Sportgeräte in Gao (Quelle: Bundeswehr/Patrik Bransmöller)Größere Abbildung anzeigen

Ich werde wohl ein paar Wochen Urlaub mit meiner Familie machen. Etwas ganz Normales eben. Sobald ich wieder in der Heimat bin, wünsche ich mir, dass ich ein wenig abschalten und ankommen kann. Ich grüße meine Familie, meine Freunde, Kameraden die aufopferungsvoll für die Republik in den anderen Einsätzen sind, vor allem aber meine großartige Audio Teileinheit der 1. Einsatz Staffel im Zentrum für Operative Kommunikation der Bundeswehr.


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Stand vom: 12.08.2019 | Autor: Sandro W.


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